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Das Streben nach Freiheit tobt sich im Sexuellen aus Nordharzer Ensemble zeigte dramatisches Theaterstück
SCHÖPPENSTEDT
...Fünf junge hoffnungsvolle Darsteller des Quedlinburger Ensembles bescherten dem Publikum am Wochenende...keinen vergnüglichen Abend: Dafür war das Thema zu ernst. Das dramatische, preisgekrönte Stück „Zeit
zu lieben, Zeit zu sterben" geht auf die Kindheit des 39-jährigen Autors Fritz Kater zurück und setzt sich kritisch mit der DDR-Gesellschaft auseinander.
Da wurde die Jugend präsentiert als staatlich verordnete, gleichgeschaltete Masse, in der es unterschwellig brodelt und das Streben nach Freiheit sich im
Sexuellen austobt. Im Zeitraffer offenbarte eine typische Familiengeschichte, wie Mangel, Unsicherheit und Angst das Leben prägten. Die Verwirklichung von Träumen scheiterte am System, Illusionen wurden begraben.
So wenig, wie der Autor seinen literarischen Rückblick verklärte, schilderte er im dritten Teil seines Stücks die Freiheit im Denken und Handeln nach dem Fall der
Mauer. Sie beschränkte sich jedoch weitestgehend auf sein zentrales Thema: Liebe und Sex. Die Darsteller mussten damit fertig werden und taten es auch. Ausschnitt aus dem Wolfenbüttler Schaufenster vom 22.03.2005 emka
Kochkünste, Kartentricks und Calvados Kulturverein veranstaltete den neunten französischen Abend in Schöppenstedt Von Petra Sandhagen
 
 SCHÖPPENSTEDT. Köchin Anne-Kathrin Hass flitzt am Eiffelturm vorbei und legt Baguette nach. Ein Pappmodell der Sehenswürdigkeit steht in der
Schöppenstedter Eulenspiegelhalle und erinnert die 160 Gäste des französischen Abends an ihre geplante Reise. Gemeinsam mit einer Delegation aus Athis wollen Schöppenstedter den französischen Nationalfeiertag in Paris begehen.
45 Schöppenstedter starten am ersten Tag der Sommerferien nach Paris, erläutert Herbert Hass, Vorsitzender des Kulturvereins, den Zeitplan.
Einen Tag später, am 14. Juli, feiern sie dann in Paris. Dort treffen sie Teilnehmer aus der Gemeinde Athis de L'Ome in der Normandie. Die Region, die für ihre Calvados-Produktion bekannt sei, ist Ziel der restlichen
Tage bis zur Rückfahrt nach Schöppenstedt am 20. Juli, so Hass. Die Partnerschaft sei 1986 aus einem Austausch zwischen der
Realschule Schöppenstedt und der Schule in Athis entstanden und vom Rat der Stadt besiegelt worden. Begleiter der Partnerschaft ist der Kulturverein Schöppenstedt. Das Städtepartnerkomitee leitet Gudrun
Grodd. Viele private Freundschaften seien entstanden.
Athis sei eine ländliche Region, beschreibt Hass. „Eine typisch französische Gemeinde, in der den ganzen Tag über mindestens einer ein
Baguette in der Hand hat." Ein wenig französische Lebensart und vor allem Gaumenfreuden holt der Kulturverein mit dem französischen Abend in die
Eulenspiegelhalle. Inzwischen ist es die neunte Veranstaltung, und Anne-Kathrin Hass ist über die Entwicklung erstaunt.
Die Idee zu der kulinarischen Kulturveranstaltung sei aus ihrem Geburtstagswunsch entstanden, verrät Anne-Kathrin Hass. „Ich wollte einmal
für ganz viele Personen kochen." Zwei Tage lang bereitet sie mit einigen Helfern in der Küche der Hauptschule ein Sieben-Gänge-Menü mit Salat,
Crepe, geschlagener Gorgonzolacreme und natürlich Calvados vor. 30 Unterstützer dekorieren und verteilen die Teller.
Den musikalischen Genuss und die Überraschungshäppchen übernehmen Künstler. Conferencier Sebastian führt mit Kartentricks und schnellen
Scherenschnitten durch das Programm. Grooven lassen es 13 Schüler der Integrierten Gesamtschule Querum. Die Elfjährigen spielen als „Musixircus"
unter der Leitung von Dr. Jürgen Osterloh Eigenkompositionen und erhalten kräftigen Beifall. Wolfenbüttler Zeitung am 22.02.2005; unser Dank für die Fotoreportage geht an Karl-Siefried Bottke!
Es ging „Rund um die Liebe“ im Neujahrskonzert des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters
am 1. Januar 2005 in Schöppenstedt
Einladung: Das Fest der Liebe ist gerade erst vorbei, doch schon versammelt jeder und jede Duzfreunde, Liebste und Geliebte um sich, um
einander in angeheiterter Stimmung und Gefühlsüberschwang zu versichern, wie sehr man im verflossenen Jahr Treue hielt und schätzte, wie
unverbrüchlich alle Schwüre auch künftig gelten mögen. Ob das wohl stimmt, was in Sekt- und Schnapslaune gelobt wurde? Doch für Zweifel ist zu
Neujahr keine Zeit, denn wann sollten frohsinnige Lippenbekenntnisse wohlmeinende Zuhörer finden, wenn nicht jetzt - Klarer oder Champagner,
Super-Böller oder Wunderkerze, Kartoffelchips oder Karpfen blau, man kann auf verschiedene Art von einem Jahr ins nächste wechseln, mit mehr
oder weniger Radau und (danach) mehr oder weniger schwerem Kopf. Hauptsache, die Liebe bleibt...
Beim Neujahrskonzert 2005 gibt es die dazu die adäquate Musik „Rund um die Liebe“ u.a. von Prokofjew, Schostakowitsch, Rubinstein, Lehár,
Strauß und Straus. Es dirigiert MD Johannes Rieger. Wenn Sie sich klanglich neu ‚umgarnen‘ lassen wollen, sind Sie in der Eulenspiegelhalle Schöppenstedt am 1. Januar am richtigen Ort.
Und so war´s: Von Petra Sandhagen, BZ am 3.1.2005
SCHÖPPENSTEDT. Die Liebe: Ersehntes Gefühl, Lebenselixier und
Lieblingsmotiv vieler Komponisten. Musikalischer Direktor Johannes Rieger hat tief im Notenarchiv des Nordharzer Städtebundtheaters für das 12. Neujahrskonzert in der voll
besetzten Schöppenstedter Eulenspiegelhalle gekramt. Das Ergebnis: Das Orchesterprogramm „Rund um die Liebe" hält etliche Überraschungen parat.Namensgeber des Konzertes ist eine
Ouvertüre von Oscar Straus. Der ist zwar Komponist, aber nicht verwandt mit der Strauß-Familie. Das Orchester betont die heiteren Motive des Werkes. Flötentriller, Triangel und üppige
Geigen stimmen gekonnt und malerisch auf das Thema „Rund um die Liebe" ein.
„Ein Trampeltier"
Dem Auftakt im Liebesreigen folgt das Kennenlernen der Partner. Johannes Rieger moderiert humorvoll das Neujahrskonzert.
Augenzwinkemd verrät er, dass sich der Zusatz „lyrisch" bei Dmitri Schostakowitschs Walzer wohl nur auf die Angebetete beziehe. „Er ist,
unter uns gesagt, ein bisschen ein “Trampeltier." Das ungelenke Werben des Mannes, sein Mühen, den Takt zu halten, spielen die Musiker gut heraus.
Zärtlichem Liebesgeflüster gleicht die Komposition „Die Verliebten" von Vitezslav Novak. Unerlässlich für ein Liebesprogramm ist das Pas
de deux, der Moment der erwachenden Liebe, bei „Romeo und Julia" von Sergej Prokofjew. Nach so vielen lyrischen Motiven setzen die Musiker mit Franz Lehars „Zigeunerliebe" feurige Akzente.
Russischer Drei-Viertel-Takt Doch letztlich kommt es, wie es im Liebesreigen kommen muss: Die Hochzeitsglocken läuten. Diesmal im russischen Drei-Viertel-Takt, im
„Lichtertanz der Bräute" von Anton Rubinstein. Pizzicato in den Streichern und sirrende Flötenmotive bestimmen das Werk.Doch kein
Neujahrskonzert ohne Melodien von Johann Strauß.Etliche „verführerische Damen" kündigt Rieger im weiteren Liebeszyklus an. Dabei das
Potpourri aus der Operette „Die Geisha", ein fast vergessenes Werk von Sidney Jones. Bezirzend klingt der „Sirenenzauber" von Emil
Waldteufel. Die Musiker interpretieren das Werk, das eigentlich für Salonorchester geschrieben ist, zart und beschwingt.„Leichtes Blut" ist
zugleich der Neujahrswunsch des Orchesters für die Schöppenstedter. Rieger: „Was kann man angesichts der Katastrophen besseres wünschen?".
Der Kulturverein Schöppenstedt, der das Neujahrskonzert veranstaltet, sammelt für die Opfer der Flutwelle. Die Zuschauer erklatschen sich
nach einem abwechslungsreichen, beschwingten und souverän gespielten Konzert drei Zugaben: Strauß' Donauwalzer und gleich zweimal den Radetzkymarsch.
Ick frier, als ob ick keen Federn hätt´ Das Nordharzer Städtebundtheater spielte die „Weihnachtsgans Auguste"
SCHOPPENSTEDT. Es ist kurz vor Weihnachten. Der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt (Günther
Henze) bringt eine Gans mit nach Hause. Mutter Löwenhaupt (Marlies Sturm) freut sich - sieht sie die Gans doch schon im Ofen braten. Doch bis dahin soll das Federvieh im Keller bleiben.
Der kleine Peterle (Markus Böl-ling) sieht das aber ganz anders. Er will sie lieber mit in sein Bett nehmen und sich mit ihr unterhalten. Denn die Gans Auguste (Thea Rein) kann sprechen. Nach einigem
Hin und Her freundet sich die ganze Familie, bis auf Luitpold, mit ihr an. Er will lieber einen leckeren Braten zum Fest. Allerdings bringt er es nicht übers Herz, das Tier zu schlachten. So wird sie kurzerhand
mit Schlaftabletten vergiftet und gerupft. Auguste wacht dabei jedoch auf. Fröstelnd sagt sie: „Ick frier, als ob ick keen Federn nich hätt'." Schnell wird Wolle besorgt, um einen Pullover für die arme Gans zu
stricken. Und am Ende gibt's am Weihnachtsabend statt gefüllter Gans eben gefülltes Brot mit Rotkohl und Klößen.
Das Nordharzer Städtebundtheater spielte diese Inszenierung von Andre Bücker in der
Schöppenstedter Eulenspiegelhalle zweimal vor Kindergartenkindem: gut dargestellt und glänzend gesungen. Ein Programm mit Mitmachteilen. So kamen die Akteure zuweilen
ins Publikum und animierten die jungen Zuschauer zum Ententanz. Gelungen war auch die Verknüpfung einer klassischen Geschichte mit der Moderne. So trat Peterle äußerst lässig mit Baseballkappe und
Kapuzenpullover auf. Als die Gans Auguste wieder aufwachte, riefen die Schauspieler freudig in Holzmichl-Manier „Ja, sie lebt noch!".
Sehr zur Freude der Kinder verteilte der Weihnachtsmann am Ende der Vorstellungen auch noch Gummibärchen. Der Kulturverein, der die
Veranstaltung in die Eulenspiegelhalle geholt hatte, freute sich sehr über die gute Resonanz der Kinder. Braunschweiger Zeitung, 18.12.2004, tow
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- Musik, Stimmung, Calvados: Stadtfest 2004 am 11. September
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....Nachdem Bürgermeister Karl-Heinz Mühe zur Eröffnung des Festes symbolisch den Rathaussschlüssel an Till Eulenspiegel
übergeben und Kindergartenkinder die Besucher mit einem Ständchen begrüßt hatten, folgte "Kultur nach Noten". Vom örtlichen
Kulturverein organisiert, gab es ein buntes Tanz- und Gesangprogramm, zu dem neben Volkstänzen unter anderem auch
A-Kapella-Gesang und Jazzdance gehörten. Auch Clown "Edwin", der aus Magdeburg angereist war, brachte reichlich Unterhaltung.
Als am Abend dann die Band "The Funnies" für musikalische Unterhaltung sorgte, steppte vor dem Rathaus der Bär.... Auszug aus
dem "Wolfenbüttler Schaufenster" vom 12.09.2004
"Wir treffen uns als Freunde" 18. offizielle Begegnung der Partnerstädte Schöppenstedt und Athis de L'Orne Von Jörg Kleinert
SCHÖPPENSTEDT. Karl-Heinz Mühe sprach wohl die Worte des Abends: "Wir treffen uns heute als Freunde. Damit haben wir ein Ziel unserer
Städtepartnerschaft erreicht." Der Schöppenstedter Bürgermeister begrüßte am Samstagabend in der Eulenspiegelhalle mehr als 100 Teilnehmer der
18. offiziellen Begegnung zwischen Einwohnern der Elmgemeinde und Gästen aus dem französischen Athis de L'Orne.
Mühe nutzte während seiner Begrüßungsrede die Gelegenheit, Otto Gevensleben für dessen 12-jäh-rige Tätigkeit als Vorsitzender des Schöppenstedt-Athis-Komitees zu danken.
"Es gibt inzwischen richtige Freundschaften, die sich über die Jahre entwickelt haben", sagte Gudrun Grodd, die erstmals als Vorsitzende des
Schöppenstedter Partnerschaftskomitees auftrat "Viele besuchen sich auch außerhalb der offiziellen Begegnungen, etwa zu Geburtstagen. Es geht sehr familiär zu."
Die 43 Personen umfassende französische Delegation war am Freitag in Schöppenstedt angekommen. Nach der Unterbringung in Familien stand
den Franzosen der Samstag frei zur Verfügung. "Alle Familien haben für ihre Gäste ein bisschen Programm vorbereitet", erklärte Gudrun Grodd. Beim Empfang in der Eulenspiegelhalle trafen alle wieder zusammen.
Die Jagdhornbläser Schöppenstedt unter Leitung von Carolyn Curdt eröffneten das Programm. Im Anschluss an die Grußworte der
französischen Komiteevorsitzenden Huegette Dujardin und ihrer deutschen Kollegin Gudrun Grodd trat der Männergesangverein Küblingen auf. Ihm folgten noch die Schöppenstedter Nachtpfeifer.
Mit einer vom Kulturverein Schöppenstedt organisierten Wanderung durch das Eulenspiegelland von Schöppenstedt über Ampleben nach
Kneitlingen geht es am heutigen Montag weiter. Morgen besichtigen die Franzosen Hannover, ehe sie am Mittwoch wieder nach Athis aufbrechen.
Wolfenbüttler Zeitung, 26. Juli 2004
“Die Dreigroschenoper“ von Berthold Brecht und Kurt Weill
Was bitte bedeuten drei Groschen im Zeitalter des Euro? Eine Menge! Die Oper ist in Soho angesiedelt,
einem Londoner Stadtteil, der zum Zeitpunkt der Handlung von zwielichtigen Gestalten beherrscht wird. Auf der einen Seite erscheint der Bettlerkönig Peachum als Musterbeispiel eines Geschäftemachers, für den Not
und Armut nichts anderes sind als Mittel zum Zweck, auf der anderen mimt der skrupellose Verbrecher Mackie Messer bürgerliche Solidität:
Mackie Messer heiratet Polly Peachum ohne Zustimmung ihrer Eltern. Pollys Vater sieht daraufhin seine Macht gefährdet und erpresst Mackies alten Freund, den Polizeichef Brown, Mackie festzunehmen - dies
geschieht in einem Bordell. Polly besucht ihren Gatten im Gefängnis, nur um festzustellen, dass dieser auch mit der Tochter Brauns verheiratet ist. Jetzt überstürzen sich die Ereignisse.......
Die am 31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführte "Dreigroschenoper" wurde
zum größten Theatererfolg der zwanziger Jahre mit dem Berthold Brecht das korrupte Bürgertums entlarvt. Trotz seiner Ansiedlung im viktoranischen England kritisiert das Stück mit Satire und Spott die
bürgerlich-kapitalistische Welt der Weimarer Republik. Die damals neue Form des "epischen Theaters" entführt die Zuschauer nicht in eine illusionäre Welt, sondern regt sie zum Nachdenken über gewisse
gesellschaftliche Zustände an ist damit aktueller denn je.
Die Musik Kurt Weills bot Elemente des Jazz, der Unterhaltungsmusik sowie Kirchen- und Opernmelodien.
Die eingestreuten Balladen wie das "Lied der Seeräuber-Jenny" oder die "Moritat von Macky Messer", die
den Triumph des Stücks garantierten, gehörten zu den bekanntesten Melodien, die die Gäste des Kulturvereins in der Kulisse der Harzberge mit Unterstützung eines wohlgesonnen Wettergotts genießen konnten!
Ostern wird´s mit Hasen aus Holz und Heu 10. Schöppenstedter Osterbasar mit 30 Anbietern Von Stephan Querfurth
SCHÖPPENSTEDT. Es will Ostem werden. Wirklich. Innen spürt man nichts von den unangenehmen Windböen, die draußen um das Kinderkarussell
pfeifen. Frühlingsstimmung war angesagt beim 10. Schöppenstedter OsterAbasar in der Eulenspiegelhalle.
Nach dem ersten Ansturm gleich bei der Eröffnung des Osterbasars war es über die Mittagszeit etwas ruhiger geworden. Das sollte aber nur
kurze Zeit so sein, schon drängten sich wieder viele Besucher an den 30 Ständen in der dann gar nicht mehr so groß wirkenden Eulenspiegelhalle.
Gestecke und Fensterbilder
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Vor der Halle trotzte ein Kettenkarussell erfolgreich dem Sturm. Direkt daneben konnte man am neuen Marktstand des Vereins Schutz suchen und sich Mut bei einem Calvados-Grog antrinken. Die
Schule Winnigstedt richtete ein reichhaltiges Kuchenbuffet aus. Es kann Ostern werden!
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Sieben private Aussteller mehr als im vergangenen Jahr konnten diesmal für den Schöppenstedter Basar gewonnen werden. Außer österlichen Gestecken, Fensterbildern, Karten, Schmuck und
Malerei, Mineralien, Tischwäsche und Puppen-kleidem gab es natürlich Hasen in allen möglichen Variationen: Aus Holz und aus Heu, aus Fließkeramik und Stoff. Aus Braunschweig, Helmstedt, Königslutter und Wolfenbüttel, überall
aus der Region seien die Hobbykünstler nach Schöppenstedt gekommen, berichtet Ute Söchtig vom Kulturverein, die alles organisiert hat. Am Nachmittag präsentierten Kinder des Kindergartens
Hummelburg noch Frühlingslieder, und die Theatergruppe der Grundschule Winnigstedt war mit einer Aufführung
dabei. Ute Söchtig musste gar nicht betonen, dass der 10. Schöppenstedter Osterbasar wieder ein Erfolg gewesen sei. Auf der Bühne saßen Kinder, tief versunken in ihre Malereien.
Es gab kaum jemanden, der diesen Basar nicht mit etwas größeren oder kleineren Dingen verließ, für das sich in der Wohnung nicht noch ein
Plätzchen finden ließe. „Ostern steht in drei Wochen im Kalender, und jetzt muss es zu Hause Frühling werden", sagte eine Besucherin beim Hinausgehen. Auch sie war bepackt:
Große Holzhasen trug sie unter dem einen Arm, einen buntgeflochtenen Kranz in der anderen Hand. Aber zuvor hatte sie sich am üppigen
Kuchenbuffett, das die Schule Winnigstedt ausgerichtet hatte, gestärkt.
Lieber ein Schal Skeptisch gegenüber baldigem Frühling aber schien Freya Hildebrand zu sein. Sie blieb hier und dort stehen, betrachtete Lampen, deren Schirme aus
Windradfolie Ja-nosch-motive, Osterhasen und Küken in Serviettentechnik zeigten, betrachtete Schmuck und Pilze aus Holz und Ostereier aus
Keramik. Aber dann signalisierte sie ihrer Mutter, es solle doch lieber ein Schal sein. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt diese Entscheidung Wolfenbüttler Zeitung, 23.03.2004
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Reichlich Humor, aber auch Tristesse Schnitzlers „Der Reigen" in Schöppenstedt aufgeführt Von Udo Starke SCHÖPPENSTEDT. An
einer Böschung begegnet der Soldat der Dirne. Sie ist willig, zärtlich, drängt zum Liebesakt. Er vollzieht ihn schnell und achtlos, macht sich davon. Sie schimpft ihm hinterher.
Mit dieser Szene stieg am Samstag das Ensemble des Nordharzer Städtebundtheaters in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle in das Stück „Der
Reigen" von Arthur Schnitzler ein, ein Werk mit komödiantischen Momenten. Es folgten weitere neun Szenen, vorrangig im Dialog geführt. Da regt ein Stubenmädchen die Lust eines jungen
Herrn an, ein anderer wartet in seinem gemieteten Zimmer auf eine verheiratete Frau, und der Ehemann hat ein „süßes Mädel" auf der Straße angesprochen und ins Chambre separée (im
damaligen Wien ein Bordell-Ersatz) eingeladen.
Am Ende des Stückes, das nach seiner Entstehung 1897 als Schund und Schmutz bezeichnet worden war, wacht der Graf in einem schäbigen Zimmer auf, neben ihm eine Dirne aus der ersten Szene. Er erinnert sich an nichts. Sie erzählt ihm von der letzten Nacht und lässt ihn schließlich gehen. Aufgelockert wurde das Zwei-Stunden- Stück vor jedem Szenenwechsel mit bekannten wienerischen Melodien („Im Prater blüh'n wieder die Bäume").
Damals arg verschmäht, gilt „Der Reigen" heute als Klassiker und wurde bereits mehrfach inszeniert. Dabei kam es Schnitzler nicht nur auf „das Eine" an, sondern vielmehr auf das „Davor" und das „Danach", um das sowohl geschlechtsspezifische wie auch soziologisch bedingte Verhalten seiner Personen zu charakterisieren. Dabei schreitet Schnitzler in der Kette seiner Personen ein breites Spektrum sozialer Möglichkeiten ab - mit reichlich Humor aber auch Tristesse.
Dem Publikum hat es gefallen. Es ging pfeifend mit dem Ohrwurm „Wien, Wien, nur du allein" auf den Lippen nach Hause...
Braunschweiger Zeitung am 08.03.2004
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Wiener Operettencafé
„Wiener Operettencafé – von Benatzky bis Strauss“
Musiktheater am Samstag, 31. Januar 2004 ab 19:30 in der Eulenspiegelhalle zu Schöppenstedt.
Vollendet veredelter Geschmack mit vollem Aroma - wer Wien genießen will ohne zu verreisen, der konnte dies auch in Schöppenstedt haben: bei einem Klangausflug in der/die
Eulenspiegelhalle. Das Nordharzer Städtebundtheater bot nach dem überaus erfolgreichen Neujahrskonzert 2004 am gleichen Ort weitere Kompositionen aus Meisterhand, dargeboten in allerfeinster, erlesener Spitzenqualität!
In Wiener Caféhäusern bestellt man keinen „Kaffee“ – höchstwahrscheinlich wird man vom Ober belehrt, dass es ein Getränk solchen Namens hier
nicht gibt. Stattdessen wird seit über hundert Jahren ein „Schwarzer“ oder auch ein „Verlängerter“ serviert. Man verspeist seinen „Kipfel“ zur
„Melange“, schlürft seinen „kleinen Braunen“ oder genießt eine der ungezählten anderen Spezialitäten. Der Sahnetupfer zu diesem Lebensgenuss sind
klingende Beigaben aus DER Operettenmetropole. Einen Abend lang wurde ganz in unserer Nähe solch ein behaglicher Ort geschaffen, an dem allerlei
Wiener Spezialitäten von Strauss bis Lehàr und von Kalman bis Benatzky geboten wurde. das Publikum dankte es mit viel Applaus, das Ensemble revanchierte sich mit einigen zündenden Zugaben.
Kükentanz in Eierschalen
11. Neujahrskonzert in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle war sehr gut besucht
Von Karl-Ernst Hueske SCHÖPPENSTEDT
. Das Neujahrskonzert des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters unter der Leitung von Johannes Rieger in der
Schöppenstedter Eulenspiegelhalle wird von Jahr zu Jahr beliebter. 250 Besucher begrüßte Herbert Hass, der Vorsitzende des Kulturvereins
Schöppenstedt, zum inzwischen 11. Neujahrskonzert, das als musikalischer Ausflug unter dem Motto „Komm mit nach Varasdin" nach Europa, hauptsächlich Ungarn, angelegt war.
„Ich wünsche mir für das Jahr 2004 Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an unseren Schöppenstedter Veranstaltungen. Zeigen Sie Ihren Kindern und
Enkelkindern, dass es sich lohnt, in Schöppenstedt zu leben, dass es Freude bereitet dabei zu sein, und dass es wichtig ist, mit anzupacken", erklärte Hass zu Beginn des zweistündigen Konzertes.
Bürgermeister Karl-Heinz Mühe wies in seinem Grußwort zudem auf die Bewerbung der Region gemeinsam mit der Stadt Braunschweig um den Titel „Kulturhauptstadt Europas" hin. Auch die Elmstadt könne dazu einiges beitragen.
Eröffnet wurde das Konzert anschließend mit Emerich Kaimans Potpourri aus „Gräfin Mariza". Es folgten Carl Maria von Webers „Aufforderung zum
Tanz", der „Florentiner Marsch" von Julius Fucik und Benjamin Brittens Sentimental Sarabande aus „Simply Symphony".Mit Poltorazkijs „Souvenir",
bei dem Alexander Betz mit einem Violinsolo überzeugte, und Peter Tschaikowskys „Capriccio Italien" wurde die Europareise vor der Pause abgeschlossen.
Bei einem Gläschen Sekt wurde anschließend im Foyer nicht nur die gute Leistung des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters gewürdigt,
wobei man sich bei einigen Stücken ein noch besser besetztes Orchester gewünscht hätte, sondern es wurde auch so mancher Neujahrsgruß
ausgetauscht. Allgemein gelobt wurde zudem, dass Johannes Rieger jeweils kurze Einführungen in die Stücke gab.
Beschwingt ging es auch im zweiten Teil der Veranstaltung weiter. Zunächst standen zwei Faust-Adaptionen im Mittelpunkt: Charles Gounods
Faust-Walzer aus der Oper „Margarethe" und Hector Berlioz' Ungarischer Marsch aus „Fausts Verdammung".Als eine „wahrlich europäische
Produktion" bezeichnete Rieger den Ungarischen Tanz Nummer 17, der von dem Hamburger Komponisten Johannes Brahms komponiert und von
dem Tschechen Antonin Dvo-räk instrumentalisiert wurde. Beendet wurde das Konzert mit zwei Stücken, die in keinem Neujahrskonzert fehlen dürfen,
so Rieger: die Polka „Eljen a Magyar" und der Kaiserwalzer, beide vom unumschränkten „Walzerkönig" Johann Strauß.
Doch ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum das Orchester nicht von der Bühne der Eulen-spieghelhalle. Zuletzt gab es sogar „Standing
Ovations" für das Orchester, das in den Zugaben noch einmal sein gutes Zusammenspiel eindrucksvoll unter Beweis stellte. Als Appetithappen für das
Konzert am 30. Januar in Halberstadt präsentierte das Orchester als eine Zugabe aus Modest Petrowitsch Mussorgskis bekanntestem Werk „Bilder einer Ausstellung" den Part „Tanz der Küken in den Eierschalen".
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Das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters unter der Leitung von Johannes Rieger bereitete 250 Schöppenstedtern in der Eulenspiegelhalle einen beschwingten Start ins neue Jahr Braunschweiger Zeitung, 03.01.2004
Die verzauberten Brüder Weihnachtsmärchen nach Jewgeni Schwarz
Die Geschichte berichtet von der klugen, fleißigen Mutter Wassilissa, die seit drei Jahren verzweifelt nach ihren Söhnen
sucht: Fjodor und Igor sind von zu Hause aufgebrochen, um Abenteuer zu erleben, doch sie sind nie zurückgekehrt. Im dunklen Zauberwald, wo die böse Hexe Baba-Jaga ihr Unwesen
treibt, sind sie in Bäume verzaubert und festgehalten worden! Wassilissa will ihre Söhne befreien, muss dafür aber einen heftigen Kampf bestehen. Dabei hilft ihr ein verrücktes Trio aus
Bär, Hund und Kater, dem sie im Wald begegnet.
Dann gab es da noch den jüngsten Sohn, Iwanuschka. Er hatte es zuhause vor Sehnsucht nicht mehr ausgehalten und sich auf eigene
Faust auf den Weg gemacht: durch das unvermeidliche Tohuwabohu kommt die Hexe ganz schön ins Schwitzen und sie beschloss: nur, wenn Wassilissa bis morgen Abend soviel arbeitet,
dass sie ein Lob verdient, will sie Fjodor und Jegoruschka freigeben. Wassilissa hat eingewilligt. Doch auf Baba-Jaga war kein Verlass. Alles ging noch gut aus, allerdings ganz anders, als wir es erwarteten…
Jewgeni Schwarz ist der unbestrittene Meister des russischen Märchenstückes. Dieses, sein bekanntestes Stück, erzählt von etwas, nach dem
wir uns alle sehnen: Liebe und Gerechtigkeit in einer feindlichen Welt.
Die Affäre Rue de Lourcine - Missverständnis, Verwicklungen und Auflösung -
Eines Morgens findet Rentner Lenglumé nach einer durchzechten Nacht einen Kumpanen in seinem Bett. Er heißt Mistingue und ist sein ehemaliger
Schulfreund. Beide hatten am Klassentreffen der Labadenser teilgenommen, an dessen genauen Verlauf sich wiederum beide aufgrund des ausschweifenden Alkoholkonsums nicht mehr erinnern können.
Sonderbar nur, dass ihre Kleidung voller Kohlenstaub ist. In ihren Taschen finden sie Zwetschgen- und Kirschkerne, ein Damenhäubchen, einen Schuh gleichen Geschlechts - jedoch helfen auch diese Indizien ihrem
Gedächtnis keineswegs auf die Sprünge. Als Lengumés Frau Norine aus der Zeitung vorliest, dass in der Rue de Lourcine ein
Kohlenmädchen ermordet wurde, kombinieren die beiden entsetzt: “wir waren die Mörder!”. Hektisch werden die Spuren
beseitigt. Weitere Morde erscheinen unumgänglich, da Lengumés Diener und Vetter Zeugen gewesen sein könnten. Und: können die Schulkameraden überhaupt einander vertrauen? Hätten sie doch nur die Zeitung genauer gelesen - sie war
zwanzig Jahre alt und war nur Verpackung eines Geburtstagsgeschenks Labiche (1815-1888) ist der Meister der Pariser Gesellschaftskomödie. Durch Entlarven der bürgerlichen Welt befriedigte
er deren Unterhaltungssucht. Lachsalven schütteln das Publikum, wenn seine braven Bürger bis zum äußersten gehen und wenn der Schrecken nachlässt, mit dem alle schließlich wieder davonkommen
Das Nordharzer Städtebundtheater präsentierte dieses Stück am Samstag, 29. November, auf gewohnt flotte Art und mit den
hier so beliebten Quedlinburger Schauspielern (Schaufel, Klinder und Klinder....) vor 67 Zuschauern. “Das ist wenig” sagen Sie?
Karlheinz Schaufel verrät, dass im großen Haus Quedlinburg am Vorabend nur 25 Gäste erschienen sind. Auch bei der Premiere in der Woche zuvor wurde die “Hundertermarke” nicht erreicht. Was ist los in Deutschland?. Wir bitten alle Freunde
des Vereins: helfen Sie dem Kulturverein, solche Angebote auch in Zukunft bieten zu können. Die verordneten Sparmaßnahmen können kaum noch aufgefangen werden. Schöppenstedt sollte mit gutem Beispiel vorangehen!
Entführt ins Reich der Illusionen
Tobi Reichstem gastierte mit seiner Magic-Night-Show in Schöppenstedt Von Stephan Querfurth
SCHÖPPENSTEDT. Astrid macht lockere Miene zum undurchschaubaren Spiel. Sie ist die Erste aus dem Publikum, die Tobi Reichstein an die Hand nimmt, auf die Bühne führt
und für einen Trick zu seiner Assistentin macht. Seit 2000 Jahren werde der Trick mit den metallenen Ringen staunenden Zuschauem bereits gezeigt, berichtet der
Illusionist Tobi Reichstein seinem Publikum in der einigermaßen gut besetzten Eulenspiegelhalle Schöppenstedts. Mühelos wandeln die Reifen ineinander, verketten und lösen
sich auf ein feines Pusten des Künstlers. „Eine versuchte Entführung ins Reich der Illusionen", so Reichstein, der in Salzgitter aufwuchs, über seine nahezu zweieinhalb-stündige Show.
Reichstein ist präsent in den Publikumsreihen, und das Publikum ist präsent in seiner Show. Eine Illusion, die sich durch den ganzen
Abend zieht: Ohne das Publikum geht scheinbar nichts. Und diese Entführung ist perfekt inszeniert. Was da an Tricks geboten wird, lässt
vorübergehend den Glauben an die Naturgesetze verloren gehen. Wie kann sich der in feste Seile verknüpfte Reichstein in Sekundenschnelle
seiner Fesseln entledigen, in das Jackett von Amold aus dem Publikum schlüpfen und wieder in verknoteten Stricken vor dem Publikum erscheinen?
Wie verwandelt sich der Ring einer Barbara aus dem Publikum in der Hand einer Neunjährigen im Publikum in ein 5-Cent-Stück und
taucht dann wieder in einem Kaugummiautomaten auf? Wie geschehen all diese unglaublichen Effekte, die die Regeln der Physik scheinbar
außer Kraft setzen? Warum aber hinter jeder Illusion den doppelten Boden suchen und die Spiegel, die Hintergrund vortäuschen, entdecken? Die Illusion entsteht bekanntlich in den Köpfen.
Der Schlussapplaus nach dem Zauber eines Schneesturmes wächst sich zu stehenden Ovationen aus. Verdient. BZ am 25. November 2003
Die Gospels zu ihrem Ursprung zurückführen Gottfried Böttger in der Eulenspiegelhalle Von Stephan Querfurth, BZ 29. Sept. 2003
SCHÖPPENSTEDT. Superb. Das Fremdwörterbuch übersetzt mit „prächtig", „vorzüglich". Und das war es auch. Eigentlich war es
aber noch wesentlich mehr, was der Kulturverein zu Beginn der neuen Spielzeit seinen Schöppenstedtem am Samstagabend präsentierte: auf der Bühne der Eulenspiegelhalle Gottfried Böttger am Flügel, Cecile
Verny singend und Helmar Marczinski am Saxophon.
Publikum mitgerissen „Good News - Gospels and Spirituals" waren als Programm
angekündigt. Und da standen die drei vor einem Publikum, das durchaus mitgerissen war. Wenn die Veranstaltung besser besucht
gewesen wäre, hätte die Halle zum Hexenkessel werden können. Da ist also Gottfried Böttger, bekannt als Musiker aus der NDR-Talkrunde „III nach
9", als Mitbegründer des Panik-Orchesters von Udo Lindenberg, als Komponist von Filmmusiken unter anderem im „Tatort", „Peter Strohm" und
„Großstadtrevier". Man hatte den Eindruck, er und der Flügel, der Flügel und er seien eins, wenn seine Hände bei dem Gospel „Everytime I feel the spirit" über die Tastatur rennen, sich gleichsam überschlagen.
Und dann ist da Cecile Verny, die mit ihrem Gesang die ganze Breite ihres Könnens mal laut und expressiv, mal schluchzend, dann leise und
zärtlich darbietet. Sie ist in Westafrika, Elfenbeinküste geboren, lebte lange in Frankreich und ist durch ihren jetzigen Wohnort Freiburg „eine Badische", wie sie Gottfried Böttger vorstellte.
Mit ihrer schwermütigen, rauchigen Stimme interpretierte sie eindringlich die Gesänge der farbigen Bevölkerung Amerikas, in der Gegenwart
und Vergangenheit miteinander verschmelzen, voller Poesie. Und dann ist da noch der Swing-Saxophonist Helmar Marczinski, der seinem Instrument meisterhaft Klänge und Flair des alten New Orleans entlocken konnte.
Unterschied zu Spiritual Er wölle die Gospels wieder zu ihrem Ursprung zurückführen, erläuterte Böttger im Gespräch mit unserer Zeitung. Und auf Rückfrage erläuterte er den
Unterschied zwischen Gospel und Spiritual: Ein Gospel werde ausschließlich bei kirchlichen Veranstaltungen gesungen, während ein Spiritual zwar auch religiöse Inhalte habe, aber auch auf der Straße gesungen worden sei.
Den Chor habe es ursprünglich nicht gegeben. Eine Gesangsstimme sei von einem oder zwei Instrumenten begleitet, die Gemeinde singe
schließlich mit. „Sie wollen mitsingen, und so ist die Struktur und so wird es auch heute Abend hier sein." Mit dieser Einschätzung behielt Böttger Recht.
Kulturverein in Action: Rückblick und Planung
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Zwei Schöppenstedter Botschafter: Anne-Kathrin und Herbert Hass auf dem Grand Comice in Athis de l´Orne
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Der Kulturverein Schöppenstedt hatte seine Mitglieder zur Jahresversammlung 2003 geladen und diese waren zahlreich in der Eulenspiegelhalle erschienen. Neben der jährlichen Routine gab es
zwei Punkte, die besondere Beachtung fanden: Die Städtepartnerschaft, mit Athis de l´Orne (Normandie) und das Anliegen, Schöppenstedts Leitfigur, Eulenspiegel, näherzukommen
und seinen Ruf auch außerhalb unserer Gemeinde zu mehren. Im Mittelpunkt standen Berichte, in Wort und Bild, zum Besuch bei den Athiser Freunden im September 2002 zum “Grand
Comice”, einem spektakulären Fest (unsere Abbildung) und über die Übertragung des ´savoir vivre´ nach Schöppenstedt: Am 22. Februar 2003 hat der traditionelle “Französische Abend” mit
´grande cuisine´und reichhaltigem Beiprogramm stattgefunden, wobei die Plätze knapp wurden (das Schaufenster berichtete am 27. Februar). Zur weiteren Pflege und Ausgestaltung dieser Beziehungen
hat sich inzwischen ein Athis-Stammtisch um Gudrun Grodd gebildet. Im November 2002 ins Leben gerufen, trifft er sich am Dienstag 18. März um 19:30 bereits zum dritten Mal im Gasthaus zum Zoll, wozu Gäste herzlich
Derzeitige Planungen werden von der für Himmelfahrt (29. Mai-1.Juni 2003) geplanten Reise nach Holland und Belgien "Auf
Eulenspiegels Spuren" bestimmt, die unter fachkundiger Führung die ´Uilenspiegel-´ und die ´Reynaert´-Routen verfolgen werden (das Schaufenster
berichtete). Bei dieser Reise sollen nicht nur die Augen und Ohren angesprochen werden, auch der Gaumen wird bei deftiger Küche und den
traditionsreichen Bieren nicht zu kurz kommen. Wir konnten erfahren, dass für Kurzentschlossene noch acht Plätze bereitgehalten werden.
Über das weitere Programm mag man sich auf der Homepage (HP) des Vereins unter <http://kultverein.de.vu>
informieren, die eingehend diskutiert und direkt im Anschluss an die Sitzung aktualisiert wurde. Seit kurzem lässt sich diese Seite nicht nur isoliert
aufrufen, sondern sie ist gleichzeitig Bestanteil des neugegründeten Elm-Asse Portals <http://elm-asse-portal.de.vu>, einem Zusammenschluss von HPs
mit touristischen, kulturellen und historischen Inhalten, an dem von einem Autorenteam intensiv gewerkelt wird.
Ein weiterer Programmpunkt soll dennoch hervorgehoben werden. In Zusammenarbeit mit der Kuckucksmühle Bansleben gelang es soeben,
den Fernseh-bekannten Pianisten Gottfried Böttger zum 20. September für einer Gospel-Session in Schöppenstedt zu gewinnen. Diese Veranstaltung
wird durch ein Saxophon und natürlich durch das legendäre Klavier im ´Böttger-Sound´ bestimmt. Der Verein möchte damit auch die Bürger der
Nachbargemeinden in die Eulenspiegelhalle locken und Einblicke in seine Aktivitäten gewähren. Gäste waren in der Tradition von Eulenspiegel,
Eulenspiegelmuseum und Eulenspiegelhalle schon immer willkommen. Jetzt wird darüber nachgedacht, mit attraktiven Angeboten und Vergünstigungen
auch neue Mitglieder zu gewinnen und zu begeistern. Auch unter diesem Aspekt sei auf die Vereinsseite verwiesen.
Insgesamt sieht der Kulturverein unter seinem Vorsitzenden Herbert Hass die Entwicklung des letzten Jahres überaus positiv, zumal es gelungen
ist, mit frischen Ideen und neuen Konzepten einige mittlerweile schon traditionsreiche Veranstaltungen (Basare, Konzerte, Theateraufführungen und Reisen) zu etablieren. JBo: Vorlage für “Wolfenbüttler Schaufenster”
“Das Küssen macht so gut wie kein Geräusch”
.... war als musikalische Revue angekündigt. Tatsächlich diente eine im Grunde unwichtige und spärliche Rahmenhandlung dazu, mal wieder 25 der
schönsten Chansons und Melodien aus den ersten 50 Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu Gehör zu bringen. Das Ganze spielt am Eingang des Belle-Alliance-Theaters in Berlin. Dort herrschen Pförtner Klenke
(Norbert Zilz) und Putzfrau Knutzke (Gerlind Schröder). Anhand der politischen Situation, von Zitaten aus der Tagespresse und durch die Kostümwahl wurden die Zuschauer auf die jeweilige Weltzeit eingestimmt.
Und da muss man einfach sagen, dass die Jahre von 1900 bis 1914 mit Kaiserreich und Liedern wie dem Glühwürmchen_Idyll (Paul Lincke) schon sehr weit weg sind. Deutlich näher dran dann im zweiten Akt (bis
1929) der Hans, von dem nach wie vor nicht bekannt ist, was er denn nun beim Tanz mit seinem Knie gemacht hat. Auch das Wolgalied von Franz Lehar, der Evergreen „Das gibt's nur einmal, das kommt nicht
wieder" und schließlich „Schöner Gigolo, armer Gigolo" hatten ihre Fans im Publikum.
Deutlich stärker und lebhafter dann die Auftritte der fünf Schauspieler im zweiten Durchgang (1936 bis
1950). Bei der Auswahl dieser Stücke können Regisseure nicht viel falsch machen. Hollaender war mehrfach vertreten, außerdem Kreuder und Käutner. Aber irgendwie machte es der Truppe auf der Bühne jetzt auch
mehr Spaß. Zilz glänzte als „Stroganoff" und erhielt Szenenapplaus, Gerlind Schröder kam als verruchte Marlene Dietrich glänzend daher. Auch die Diva (Silke Dubilier) und der Buffo (Ulf Gloede) hatten
stimmungsvolle Momente und nutzten die Möglichkeiten der tollen Musik voll. Etwas undankbar dagegen die Kurzauftritte von Klaus-Uwe Rein als Inspizient.
Besonders beeindruckte eine Person am Rande: Violetta Kollar. Zum einen hatte sie die musikalische Leitung des Stücks. Zum anderen
begleitete sie die gesamte Vorstellung am Klavier mit derartiger Leichtigkeit und Rhythmus, dass es ein Ohrenschmaus und eine Augenweide war.
Noch dazu war sie mit Morgenrock und riesigen Bären-Hausschuhen kostümiert, die sie an den Pedalen behindert haben müssen..... nach: Frank Wöstmann, Wolfenbüttler Zeitung, 12.02.2003
Musikalischer Neujahrsausflug im Konzert des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters
Draußen herrschte grimmiger Frost, so manchem schlugen Schneewehen und Eis auf´s Gemüt. Wer
sich dennoch aufraffen konnte, dem tat die Erholungsreise mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters gut. Diese Europareise der leichten Muse führte von der Schöppenstedter
Eulenspiegelhalle aus durch den ganzen Kontinent. Nach dem äußerst vitalen Eröffnungsstücks von Franz von Suppé unter dem Motto “Irrfahrt ins Glück“ führte die Fahrt unbeschwert, beschwingt
und rasant vom Süden in den Norden, vom Westen in den Osten, von Italien und Spanien nach Skandinavien, von Algier nach Böhmen, ganz wie es Rossini, Bizet, Strauß, Grieg, und Smetana mit
Ouvertüren, Polkas, Suiten oder Walzern vorgegeben haben. Die Verbundenheit des Orchesters mit dem Kulturverein als Veranstalter und dem
Schöppenstedter Publikum zeigt sich dadurch, dass die erste einer Reihe von Aufführungen termingerecht am Neujahrstag gegeben wurde. Wiederholung 2004 nicht ausgeschlossen! Wolfenbüttler Zeitung, 03.01.2003 jbo
Der Kulturverein und die Tschernoby- Initiative luden ein:
Gesang für einen guten Zweck
Benefizveranstaltung zugunsten der Tschernobylkinder am Sonntag, 17. November 2002 ab 16 Uhr in der Eulenspiegelhalle.
Für diese Veranstaltung konnte der Chor der der Neuapostolischen Kirche, Bezirk
Wolfenbüttel, gewonnen werden. 60 Sängerinnen und Sänger, darunter viele Preisträger, gaben ihr bestes, um Kindern aus den verstrahlten weißrussischen Gebieten einen
Erholungsaufenthalt im Elm-Asse Tal zu ermöglichen. Die Veranstaltung begann mit Kaffee und Kuchen, um 16:50 begrüßt der Vorsitzende der Initiative, Paul Koch, die
anwesenden Gäste. Um 17:00 begann das Konzert mit Werken von Rheinberger, Mendelssohn-Bartholdy und Händel.
Wenn Männer den Haushalt führen Nordharzer Städtebundtheater spielte die Komödie „Das Ende vom Anfang"
SCHÖPPENSTEDT. Alte Bekannte sind sie inzwischen in Schöppenstedt, die Mitglieder des Theaters im Nordharzer Städtebund
(Halberstadt-Wemigerode-Quedlinburg). Das Ensemble hat sich einen guten Ruf erarbeitet, und so war die Eulenspiegel-Halle auch am Samstag mit mehr als 100 Besuchern gut besucht. Auf dem Programm stand ein Drei-Personen-Stück:
„Das Ende vom Anfang" lautete der Titel dieser Komödie, die der Ire Scan O'Casey vor etwa 70 Jahren geschrieben haben soll. In 75 Minuten ging so allerlei zu Bruch auf der Bühne, und es floss reichlich Blut
Der Versuch der beiden Freunde Darry und Barry, einen ganzen Tag lang den Haushalt von Ehefrau Lizzy zu übernehmen, scheiterte ebenso kläglich wie kurzweilig. Offenbar in Anlehnung an die beiden Stummfilm-Stars Laurel &
Hardy („Dick und Doof") ließ O'Casey seine Helden von einer Katastrophe in die nächste taumeln. Dabei ging es oft sehr laut und arg kalauerig zu. Zwar waren die Hauptdarsteller gut aufeinander eingespielt.
Überzeugend auch ihre Verzweiflung, während das Chaos um sie herum stetigzunimmt. Doch dem Stück merkte man seine 70 Jahre an. Dennoch freute sich der (ohnehin überwiegend weibliche) Teil des Publikums riesig über das
Scheitern der beiden zwischen Herd und Spüle. Das war Balsam für die Seele der Hausfrau. Und so gab es viel Applaus für das Trio, das sich zum Abschlussvorhang in einem regelrechten Trümmerpanorama verbeugte.
BZ 11. Nov. 2002 fw
Gäste aus der Partnerstadt Athis weilten in der Eulenspiegelstadt: Viele Freundschaften entstanden Schöppenstedt. Viele Familien aus Schöppenstedt und der französischen Partnerstadt Athis in der Normandie kennen sich
bereits seit etlichen Jahren. Deshalb freuen sich alle immer wieder auf ein Wiedersehen. Kürzlich trafen sich die Freunde erneut in
der Eulenspiegel-Metropole. Schon zur guten Tradition dieser Meetings ist der gemeinsame gemütliche Abend in der
Eulenspiegelhalle mit einem bunten Programm geworden. In diesem Jahr begeisterten beispielsweise die Theatergruppe der
DLRG mit „Till Eufenspiegel heilte Kranke", eine beeindruckende Breakdance-Performance von Peter Anuszkiewicz und die
„Nachtpfeifer", die deutsche Marschrhythmen zu Gehör brachten, Gäste und Gastgeber. Aber auch die Gäste trugen mit alten
normannischen Tänzen in historischen Kostümen zum Gelingen des Abends bei. „Wir verstehen uns alle prächtig. Nach dem
gemeinsam gesungenen Schlußlied 'Sierra Madre' packten Gastgeber und Gäste gemeinsam an. Innerhalb von fünf Minuten war
alles aufgeräumt", schwärmte Kulturvereins-Vorsitzender Herbert Hass. Dieser dankte den Gasteltern sowie der Stadt für deren Engagement, ohne das eine Partnerschaft nicht funktionieren könne.
Ein Besuch des Asseschachtes in Remlingen sowie die Besichtigung der Brennerei Dieckmann standen ebenso auf dem
Programm wie eine gemeinsame Fahrt in die zweite Partnerstadt Schöppenstedts, nach Barby in Sachsen-Anhalt. Dort waren ein
Stadtrundgang und eine Schiffsfahrt auf der Elbe die Highiights. Die Rückfahrt wurde zum Besuch des Magdeburger Doms sowie zu einem Stadtrundgang einschließlich Shopping in Magdeburg unterbrochen.
Alle freuen sich nun auf ein Wiedersehen vom 6. bis 8. September. Dann werden die deutschen und französischen Freunde an
einem Fest teilnehmen, das nur alle sieben Jahre stattfindet: Am „Grand Defile", einem riesigen Umzug, wirken voraussichtlich mehr als 60 deutsche Gäste mit. bs, Wolfenbüttler Schafenster, 11.08.2002
HARMONIC BRASS - fünf Münchner auf einer Wellenlänge
Die evangelische Kirchengemeinde Schöppenstedt und der Kulturverein
Schöppenstedt organisierten am 11. Mai ein frisches Bläserkonzert. Hierfür konnte das 1991 gegründete Quintett aus München gewonnen werden, dessen Miglieder sich
damit einen Jugendtraum erfüllten: ihren Lebensinhalt zum ihrem Lebensunterhalt zu machen und dabei ihre ganz persönliche Vision von zeitgemäßer Brass-Musik zu
verwirklichen. Dies gelingt ihnen stets mit einer unverwechselbaren Mischung aus Akribie und Akrobatik, die sich von allen unzeitgemäßen Konventionen befreit und
die Welt der Blechbläser revolutioniert. So flogen sie mit ihren Zuhörern an einem einzigen Abend rund um die Welt, verwandelten dabei die ehrwürdige Halle von Sankt Stephanus zeitweise in einen intimen Jazzkeller.
Das Quintett jonglierte scheinbar mühelos mit den Stilen und Epochen von der Renaissance bis zum Ragtime und schaffte immer wieder mit untrüglichem Gleichgewichtssinn den Drahtseilakt zwischen U- und E-Musik, den Spagat
zwischen Gershwin und Bach. Dass bei dem intelligenten Spiel mit musikalischen Zitaten und Bonmots auch viel gelacht wurde, versteht sich bei
diesem professionellen Klangzirkus ganz von selbst. Die trockenen Zwischenmoderationen im Stil der Conferenciers der Zwanziger Jahre waren
nicht nur pointen- sondern auch lehrreich und wenn die Gruppe mit ihrer Instrumentalversion bekannter Kinder-Fernsehserien sich selbst und ihr Publikum auf den Arm nahm, dann wehte in unserem Gotteshaus ein frischer Wind...
Jeder Hieb auch eine Liebkosung Nordharzer Städtebundtheater zeigte in der Eulenspiegelhalle das Stück
„Liebestoll" von Jörg Kleinert SCHÖPPENSTEDT. May und Eddie lieben und hassen sich. Sie können nicht zusammen und nicht ohne
einander leben. Es war paradox anmutender Stoff, den das Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/ Quedlinburg mit Sam Shepards Gegenwartsstück „Liebestoll" (Pool for love) anlässlich des 10-jährigen
Bestehens des Schöppenstedter Kulturvereins in der Eulenspiegelhalle aufführte. Mehr als 100 Besucher ließen sich begeistern von dem Gefühlswirrwarr um eine Hassliebe und erfuhren in 75
Minuten, inwieweit Inzest dabei eine Rolle spielte. Die trockene Alkoholikerin May (Christina Kraft), die wieder zur Flasche greift und den trinkfreudigen, revolver-schwin-genden Eddie (Karl Koch) verbindet eine gemeinsame
Vergangenheit, die weit zurückreicht. Ort: ein Zimmer in einem Billigmotel am Rande der Wüste in New , Mexico. Hier spürt Eddie zufällig seine
Halbschwester May auf. Er will sie als ruhenden Pol halten, will aber auch weiter seine Freiheit ausleben. Sie
wirft ihm Untreue vor. Das Treffen der beiden ist eine Episode unter vielen - nicht die erste, nicht die letzte. Stets werden die beiden an ihre Vergangenheit erinnert. Über ihrem Inzest scheint ein Fluch zu liegen - verkörpert
durch den versoffenen Vater (Karl-Heinz Schaufel), der als Nachtmahr seiner Kinder durch das Zimmer geistert.
Christina Kraft spielte May mehr liebeskrank als liebestoll, bisweilen wirkte May ordinär - eine kaputte Frau. Karl Koch interpretierte seine Rolle als Eddie in dem mit spärlicher Requisite ausgestatteten Zimmer voll
schauspielerischer Kraft -er stampfte, er tanzte, er stieß May ab, er zog sie an sich, dann warf er sie wieder um. Ein wüster, herber Kerl, der sich selbst als feinfühlig bezeichnete.
Im Laufe der Inzestgeschichte „Liebestoll" kristallisiert sich trotz aller Lebenslügen der Protagonisten die Wahrheit heraus. Die Schuld an der Zerrütteltheit von May und Ed - die trägt der Vater. Er gesteht, zwei Frauen
geliebt zu haben, stets bemüht, die eine Liebschaft vor der anderen geheim zu halten. Als der Vorhang fiel konnte sich der Besucher eines Eindrucks nicht erwehren: Die Geschichte der verrückten
Liebe ist nicht zu Ende. May und Eddie werden sich weiterhin lieben. Alles wird so sein wie zuvor. Zwischen ihnen bleibt jeder Satz ein Hieb, und jeder Hieb wird auch eine Liebkosung sein. Was den einen
jedoch am anderen fasziniert, bleibt nicht nur für die Schöppenstedter ein Geheimnis. Wolfenbüttler Zeitung, 4. März 2002
“Französischer Abend” war wieder ausverkauft Schöppenstedt.
Der Veranstälter des traditionellen „Französischen Abends“ in der Eulenspiegelhalle, der Kulturverein, musste etlichen Interessenten absagen,.Das Interesse war wie erwattet erneut größer als die Kapazität. Mehr als 140
„Gourmets“ konnten vom fleißigen und schnellen Service Team, den „schnellen Flitzern“ jedoch beim besten Willen nicht versorgt werden. Die wiederum große
Nachfrage spricht für die überdurchschnittliche Qualität dieser Veranstaltung. Die Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Was das Küchenteam um Anne-Kathrin Hass sowie Martina und Manfred Behrens an lukullischen
Leckerbissen zauberte, fand große Anerkennung bei den Schöppenstedter Feinschmeckern. Der gut gelaunte Moderator Herbert Hass führte durch einen
kurzweiligen unterhaltsamen Abend mit verblüffender Akrobatik und gängiger Popmusik. Der italienische Entertainer Dino Lampa machte nicht nur für sich
selbst und sein großes Können, sondern auch für die beneidenswerte Mentalität der sympathischen Südländer beste Werbung. Selbst bei den anstrengendsten
Beiträgen oder bei den Tücken mit der Technik verlor er nie die ansteckend gute Laune. So ließ Dino Lampa blitzende Keulen durch die Luft wirbeln sowie Bälle
und Gemüse auf Kochlöffeln tanzen. Auch das Spiel mit dem Feuer mit den „flambierten" Keulen beherrschte er perfekt Mit einem Höllentempo sauste er auf
dem Einrad durch die Zuschauer und verbog seinen Körper auf dieser wackeligen Sitzgelegenheit beim Fangen von unpräzise zugeworfenen Bällen.
Das Sängerinnenduo Ines und Silke aus Schöppenstedt präsentierte mit Wolfgang Wengier am Keyboard mitreißende PopMusikKlassiker wie „Time of my Life" und Songs von Michelle, aber auch
„Schunkellieder"' wie „Que Sera". Die phantasievolle, praktische und informative Tischdekora tion auf blauweißroten Sets waren GetränkePreise und kommende Termine gedruckt - die GetränkeAuswahl mit
ausgezeichneten Weinen, der reibungslose Service und die gut aufgelegten Gäste selbst rundeten einen vom Angebot schon runden Abend perfekt ab.
BS, Wolfenbüttler Schaufenster, 3. März 2002
Gold und Silber Neujahrskonzert am 01. Januar 2002 um 19.30 Uhr in der Eulenspiegelhalle
Diese Musik ließ mehr als 200 Schöppenstedter die müde Mark vergessen. Das neue Jahr und der frische Zaster wurden beim
Neujahrskonzert des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters stilvoll begrüßt. Dia Auswahl der Stücke zum Jahresanfang 2002 nahm - mit ironischem Unterton - musikalisch Bezug auf den großen
Geldwechsel, bei dem sich wieder einmal alles halbiert und für fast jeden etwas abfällt vom neuen glänzenden Metall:
"Die diebische Elster" von Rossini erschien zuerst. Weiter ging es mit der Schnellpolka "In Saus und Braus" und im Banditengalopp mit der
Ouvertüre aus Aubers "Die Krondiamanten". Zum vorläufigen Finale erklang einer der berühmten "Pomp and Circumstance"-Märsche Edward Elgars. Den Abschluss bildeten der “Schatzwalzer” und, in alter
Tradition, die “Schöne blaue Donau” und der “Radetzky Marsch” . Das waren wahrlich keine halben Sachen, das lohnte jeden Heller und Cent. Die Tradition wird fortgesetzt: die Folgeveranstaltung findet am 1. Januar
2003 in bewährter Besetzung statt! Ansprachen des Bürgermeisters und des
Kulturvereins-Vorsitzendes zeigten ganz deutlich: der Verein und die Nutzung der Eulenspiegelhalle, deren Bestehen sich Anfang März zum zehnten mal jährt, sind auf dem richtigen Weg.
Es tat sich etwas in Schöppenstedt. Die Besucher der gut besuchten Eulenspiegelhalle
wurden Zeuge eines denkwürdigen Ereignisses:
Die Olsenbande drehte durch
Dänemarks verantwortliche Politiker haben zusammen mit Westeuropas
Politikern aufgehört, irgendetwas zu tun. Handelsdefizite, Inflation, Unruhe auf den Devisenmärkten. Sie schafften es nicht, deshalb haben sie das Angebot multinationaler Gesellschaften akzeptiert, die Westeuropas Wirtschaft
übernehmen wollen.- Konkret: Es ging um Butter. Die wird von der Europäischen Union in Kühlhäusern so lange zurückgehalten, bis die Preise steigen. - Bang Johansen, der große Hintermann, war im Besitz der geheimen
Butterpläne der Internationalen Großkonzerne. Mit einem Mikrofilm hatte er alle in der Hand. Wenn die Pläne an die Öffentlichkeit gelangten, flögen die Machenschaften der Politik und des Butterkartells auf: Und Milliarden wären
im Eimer. Diesen Eimer galt es sozusagen zu klauen... - Alles klar für einen pfiffigen Coup der OLSENBANDE. Nach all dem Trubel wollte Gangsterboss Egon Olsen dort seined Ruhe suchen, wo er herkam: IM KNAST! Ob es dazu
jedoch kam, blieb der Fantasie überlassen.
Die hier allseits beliebten Schauspieler des Nordharzer Städtebundtheaters,
darunter Kerstin und Henry Klinder, gaben wieder ihr Äußerstes. Etwa einhundert Besucher sagen „danke schön" für diesen vergnügten Abend! Nachdruck: Wolfenbüttler Zeitung vom 28.01.2001
Swing für einen guten Zweck Bigband der Kreismusikschule Helmstedt unternahm „Sentimental Journey" zugunsten von PLAN International
Am Sonnabend, 3.November, war im Elm-Asse-Tal „no mountain high enough", um nicht von der Reise zu erfahren, die die Bigband der
Kreis-Musikschule Helmstedt unter ihrem Leiter Holger Lustermann unternahm. Die Abfahrt erfolgte in der Eulenspiegelhalle mit bekannten
Klängen aus „Cabaret" und führte auf ihren ersten Stationen durch Swing-Klassiker der 40er und 50er Jahre. Wahrlich „All of me" gab dann Britta Rex
, Lehrerin für Jazzgesang aus Salzgitter. Mit Titeln wie „Allright, Okay, you win", „How sweet it is" und eben „Ain´t no mountain high enough"
verstand sie es, das Publikum aus Schöppenstedtern, Helmstedtern sowie „PLAN"-Mitgliedern mitzureißen und immer wieder stürmischen Applaus auszulösen.
Die Veranstaltung hatte mehrere Paten, die seit über einem Jahr durch systematisches Wirken des Schöppenstedter PLAN-Mitgliedes Martin Meier zusammengeführt wurden. Sowohl der Kulturverein Schöppenstedt e.V.
als offizieller Veranstalter als auch die Bigband feiern in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen und hatten beschlossen, den gesamten Erlös der Veranstaltung dem PLAN-Konzept zukommen zu lassen. Die Stadt
Schöppenstedt, vertreten durch ihre zweite Bürgermeisterin Monika Roloff, stellte ihre „gute Stube" Eulenspiegelhalle zur Verfügung, deren Akustik und Technik wesentlich zum Gelingen des Abends beitrugen.
Einführungen in das Konzept von PLAN gaben der Kulturverein-Vorsitzende Herbert Hass, sowie der Vorsitzende des Plan Bezirkes Braunschweig,
Neumann. Plan International wurde bereits während des spanischen Bürgerkrieges 1937 gegründet und setzt sich seitdem sehr erfolgreich für
notleidende Kinder der dritten Welt ein. Der Deutsche Ableger besteht seit 12 Jahren unter der Schirmherrschaft von Walter Scheel, die Patenschaft
für das millionste PLAN-Patenkind wurde durch Roman Herzog übernommen und durch Johannes Rau weitergeführt. Wenn PLAN nicht den gleichen
Bekanntheitsgrad erreicht hat wie vergleichbare Organisationen, so liegt das nicht zuletzt daran, dass - aufgrund minimaler Nebenkosten - 94% der
Mittel an die Empfänger weitergeleit werden können. Für DM 42,- im Monat, die ausreichen, die komplette Versorgung eines Kindes mit dem Grundbedarf zu versorgen, kann jeder Pate am Werdegang seines Schützlings teilhaben.
Der Erlös dieses Abends, der ursprünglich nach einer „Journey to the Past" mit der „Storm Front" enden sollte, wird aus aktuellem Anlass Kindern aus
Afghanistan zur Verfügung gestellt. Das Publikum entließ die Big Band erst nach einer Zugabe ("New York, New York") nach eigenen Wünschen. Die
abschießenden Worte des Bandleaders und die begeisterte Raktionen der Zuschauer führten zum Wunsch, eine solche Veranstaltung auch im nächsten
Jahr anzubieten.Alle diejenigen, die sich diesen Abend entgehen ließen, haben die Gelegenheit das zehnjährige Jubiläum der etwa zwanzigköpfigen
Band am 23./24. November um 20:00 im Brunnentheater Helmstedt nachzufeiern (Tel. 05351-40074). Nachdruck unter “Musik für die Kinder
Afghanistans” (jb) in der Braunschweiger Zeitung vom 5.Nov. 2001
Schlagkräftige, spritzige a-capella-Odyssee durch die jüngere deutsche Schlagergeschichte: Herzen in Terzen
Feminine Show mit dramatischer Komik „Herzen in Terzen" gaben Benefizkonzert in der Eulenspiegelhalle zugunsten der Nachbehandslung von Katja
SCHÖPPENSTEDT. „Ein Herz für Katja" titelten der Schöppenstedter Kulturverein und die Tschernobyl-Initiative über eine
Benefiz-Veranstaltung in der Eulenspiegel-Halle. Und das war doppelsinnig zu verstehen. Viele Spender aus der Region hatten innerhalb von sechs
Monaten die Summe von 20 963 Euro aufgebracht, die notwendig war, der zehnjährigen Katja aus der Nähe von Minsk das Leben zu retten.
Sie wurde am 14. November vergangenes Jahres im Deutschen Herzzentrum in Berlin erfolgreich operiert. Ein Herz für das weißrussische Mädchen
zeigten auch die Stars der Wohltätigkeitsveranstaltung, die auf ihre Gage verzichteten und so dazu beitragen, dass Katjas Nachbehandlung sichergestellt
ist und ein geplanter Arzteaustausch zwischen Berlin und Minsk realisiert werden kann.Gesang und Kabarett.„Herzen in Terzen", fünf fidele
Hannoveranerinnen, bescherten dem Publikum in der Eulenspiegel-Halle eine feminine Show mit Gesang, Kabarett und dramatischer Komik. Dabei
schwammen sie auf der leichten Welle der Schlageraus den so genannten guten alten Zeiten und karikierten nicht nur das Vergangene.
Als „blond und dumm" nahmen sie sich selbst auf die Schippe, bevor sie entdecken ließen, was sich unter ihren hellen Perücken wirklich verbirgt: gute
Stimmen und Comedy vom Feinsten. Das Quintett, zwei Lehrerinnen, eine Opemsängerin, eine Sekretärin und eine Musikstudentin, steht in
wechselnder Formation seit zwölf Jahren auf der Bühne. Bettina Schröder als Frontfrau der Gruppe schreibt sich und ihren Geschlechtsgenossinnen die Arrangements auf den Leib.
Was Frauen neben Kochrezepten, Diäten und Klamotten noch so alles bewegt, enthüllten die Fünf bei „Tussen-Rap", schluchzenden
Hai-waii-Gitarren, „Liebeskummer lohnt sich nicht", „17 Jahr, blondes Haar" und eigenen Kompositionen über Liebe, Herz und Schmerz. Titel von
Lale Andersen, Connie Francis und Freddy Quinn standen für den Schmelz der frühen Jahre und wirkten als Attacke auf die Lachmuskeln der
Besucher. Übertreffen wurde die Schnulzen-Herrlichkeit von zwei eigenen Nummern der Girlies, die sich „Im Interregio zwischen Peine und Gütersloh" und auf der „Schnäppchenjagd im Schlussverkauf" abspielten.
Musikalischer Nachschlag Rhythmisches Talent bewies auch das Publikum
beim Schlussapplaus und bewirkte einen musikalischen Nachschlag der „Herzen in Terzen", die im Februar nächsten Jahres mit einem neuen Programm wieder in der Eulenspiegel-Halle gastieren werden,
Paul Koch, der Vorsitzende der Tschernobyl-Initiative, und das Mitglied Dr. Horst Wohlfahrth informierten die Veranstaltungsbesucher über die Hilfsaktion für Katja undverlasen einen Dankesbrief von Professor
Wladimir Katko, dem Direktor der Chirurgischen Kinderklinik in Minsk. Er hatte im Januar vergangenen Jahres um Unterstützung für das schwer herzkranke Mädchen gebeten. Seine Klinik war für die komplizierte Operation nicht
ausgerüstet. Durch Vermittlung der Tschernobyl-Initiative kam es zu einer ersten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Herzzentrum in Berlin. Ein regelmäßiger Austausch von Fachärzten soll folgen. Zurzeit würden die Kosten
dieser Aktion berechnet, sagte Wohlfarth. Der Winnigstedter Arzt und Paul Koch als Vereinsvorsitzender hoffen, dass die Finanzierung wiederum aus Spenden erfolgen kann. Wolfenbüttler Zeitung, 15. Januar 2002 emka
Swing für einen Guten Zweck Bigband der Kreismusikschule Helmstedt unternahm „Sentimental Journey" zugunsten von PLAN International
Am Sonnabend, 3.November, war im Elm-Asse-Tal „no mountain high enough", um nicht von der Reise zu erfahren, die die Bigband der Kreis-
musikschule Helmstedt unter ihrem Leiter Holger Lustermann unternahm. Die Abfahrt erfolgte in der Eulenspiegelhalle mit bekannten Klängen aus
„Cabaret" und führte auf ihren ersten Stationen durch Swing-Klassiker der 40er und 50er Jahre. Wahrlich „All of me" gab dann Britta Rex, Lehrerin für
Jazzgesang aus Salzgitter. Mit Titeln wie „Allright, Okay, you win", „How sweet it is" und eben „Ain´t no mountain high enough" verstand sie es, das
Publikum aus Schöppenstedtern, Helmstedtern sowie „PLAN"-Mitgliedern mitzureißen und immer wieder stürmischen Applaus auszulösen.
Die Veranstaltung hatte mehrere Paten, die seit über einem Jahr durch systematisches Wirken des Schöppenstedter PLAN-Mitgliedes Martin Meier
zusammengeführt wurden. Sowohl der Kulturverein Schöppenstedt e.V. als offizieller Veranstalter als auch die Bigband feiern in diesen Tagen ihr
zehnjähriges Bestehen und hatten beschlossen, den gesamten Erlös der Veranstaltung dem PLAN-Konzept zukommen zu lassen. Die Stadt
Schöppenstedt, vertreten durch ihre zweite Bürgermeisterin Monika Roloff, stellte ihre „gute Stube" Eulenspiegelhalle zur Verfügung, deren Akustik und Technik wesentlich zum Gelingen des Abends beitrugen.
Einführungen in das Konzept von PLAN gaben der Kulturverein-Vorsitzende Herbert Hass, sowie der Vorsitzende des Plan Bezirkes Braunschweig,
Neumann. Plan International wurde bereits während des spanischen Bürgerkrieges 1937 gegründet und setzt sich seitdem sehr erfolgreich für
notleidende Kinder der dritten Welt ein. Der Deutsche Ableger besteht seit 12 Jahren unter der Schirmherrschaft von Walter Scheel, die Patenschaft
für das millionste PLAN-Patenkind wurde durch Roman Herzog übernommen und durch Johannes Rau weitergeführt. Wenn PLAN nicht den gleichen
Bekanntheitsgrad erreicht hat wie vergleichbare Organisationen, so liegt das nicht zuletzt daran, dass - aufgrund minimaler Nebenkosten - 94% der
Mittel an die Empfänger weitergeleit werden können. Für DM 42,- im Monat, die ausreichen, die komplette Versorgung eines Kindes mit dem Grundbedarf zu versorgen, kann jeder Pate am Werdegang seines Schützlings teilhaben.
Der Erlös dieses Abends, der ursprünglich nach einer „Journey to the Past" mit der „Storm Front" enden sollte, wird aus aktuellem Anlass Kindern aus
Afghanistan zur Verfügung gestellt. Das Publikum entließ die Big Band erst nach einer Zugabe ("New York, New York") nach eigenen Wünschen. Die
abschießenden Worte des Bandleaders und die begeisterte Raktionen der Zuschauer führten zum Wunsch, eine solche Veranstaltung auch im nächsten
Jahr anzubieten.Alle diejenigen, die sich diesen Abend entgehen ließen, haben die Gelegenheit das zehnjährige Jubiläum der etwa zwanzigköpfigen
Band am 23./24. November um 20:00 im Brunnentheater Helmstedt nachzufeiern (Tel. 05351-40074).
Nachdruck unter “Musik für die Kinder Afghanistans” (jb) in der Braunschweiger Zeitung vom 5.Nov. 2001
Verschrobener Hirnakrobat Vergnüglicher Karl-Valentin-Abend in Schöppenstedt SCHÖPPENSTEDT (ust) „Jeder Fremde, der sich in der
Fremde fremd fühlt, ist ein Fremder, der so lange ein Fremder bleibt, so lange er sich fremd fühlt". Mit dieser abstrakten, absurden Logik kannte sich nur einer aus: der bayerische Komiker Karl Valentin.
In den Genuss zahlreicher eigenartiger Lebensanalysen kamen am Wochenende die Zuhörer in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle. Zu Gast war ein Ensemble des Nordharzer
Städtebundtheaters, das einen Kari-Valentin-Abend auf die Bühne brachte. Das mit witzigen Sketchen gefüllte Programm stand
unter dem Motto „Früher war die Zukunft auch besser". Eingeladen hatte der Kulturverein Schöppenstedt, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte.
Die beiden Protagonisten Karl-Heinz Schaufel und Rosemarie Hees, die am Piano von Martin Orth begleitet wurden,
spielten und sangen sich schnell in die Herzen der Zuschauer. Der Abend bot skurrile Alltagssituationen (verschwundene
Brille, Definition von Knödel oder Knödeln, Taschenuhren ohne Zifferblätter und Zeiger), verschrobene Alltagssituationen
(Treff nach Jahrzehnten am Bahnhof) und stets eigenwillige Monologe und Dialoge. Beispiel: Beim Hauskauf fragt der
Interessent, ob noch Hypotheken auf dem Haus liegen? Antwort: Nein, nur ein Kamin. Oder: Sind Ungeziefer im Haus? Antwort: Nein, ich bin noch Junggeselle. Eindrucksvoll wurde dargebracht, dass das, was Karl anpackte, in seine
Bestandteilezerfiel, seien es nun Geigen, Stühle, Häuser, Zusammenhänge oder Menschen.
Fazit: Deftig ging´s auf der Bühne zu. Es war ein vergnüglicher Spaß, das bayrische Urgestein Karl Valentin als
verschrobenen Hirnakrobaten und Sprachanarchisten neu zu entdecken. Alleiniger Sieger des gelungenen abends: die Komik. Wolfenbüttler Zeitung, 24. Oktober 2001
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Pantomime, Zaubertricks, Jonglage Kulturverein Schöppenstedt feierte zehnjähriges Bestehen in der Eulenspiegelhalle mit Varietée- Abend
SCHÖPPENSTEDT (emka) Seit Bestehen der Eugenspiegelhalle wurde im Saal selten
so viel gelacht wie am Wochenende, als der Kulturverein Schöppenstedt sein zehnjähriges Bestehen feierte. Die Jubiläumsveranstaltung mit internationalen Künstlern
wurde nicht zuletzt deshalb ein Erfolg, weil der Conferencier des Abends die Gäste aus der Reserve lockte und sie einbezog in seine Schelmenstücke.
Die Tische in der Eulenspiegelhalle waren festlich geschmückt mit allem, was die Natur an Früchten hervorgebracht hat. Herbert Hass als Vorsitzender des Kulturvereins
eröffnete die Jubelfeier und hielt einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, der heute 130 Mitglieder aus dem Bereich der Samtgemeinde zählt.
Vor zehn Jahren gründeten 30 Männer und Frauen die Initiative, um die „Kultur auf dem Lande" zu fördern und ein Gegengewicht zum Angebot in den Städten zu
scharfen. Mit ausnahmslos ehrenamtlichen Kräften organisiere der Verein pro Jahr etwa 15 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Märkte und Heimatabende.
Ein „zweites Standbein des Kulturvereins" sei die Pflege der Partnerschaft mit der französischen Stadt Athis in der Normandie. Regelmäßige Kontakte auf familiärer
Ebene und internationale Begegnungen aufrechtzuerhalten, habe sich „ein fester Kern der Mitglieder" zur Aufgabe gemacht, lobte der ehrenamtliche Vorsitzende und
hauptberufliche Grundschulrektor.Als Vertreter des Bürgermeisters dankte Oswald Schröter dem „unpolitischen Verein" für sein bisheriges Engagement. Er äußerte sich
optimistisch, dass der Rat der Stadt Schöppenstedt auch in seiner neuen Zusammensetzung die kulturellen Ziele unterstützen werde.Hass und die Geschäftsführerin des Vereins, Martina Behrens,
erhielten Blumensträuße als Anerkennung. Blumen bekamen auch die rund 20 anwesenden Gründungsmitglieder. Den
„Zusammenhalt in störrischen Zeiten" hob Karl Gerecke in seinem Grußwort hervor. Der Ratsherr überreichte eine aus Brotteig gebackene „Zehn".
Mit Musik, Klamauk und Varietee unterhielten Künstler aus dem Starklub Kassel das Publikum. Monsieur Agon führte mit
französischem Akzent durch das Programm und entpuppte sich als vielseitiger Entertainer. Parodien auf Gilbert Becaud und
Reinhard Mey, Zaubertricks und Jonglagen gehörten zu seinem Repertoire. Der absolute Spaßmacher des Abends war „Herr
Riesling", dessen pantomimische Clownerien für Hoch-Stimmung im Saal sorgten.
Artistische Meisterieistungen vollbrachte der amerikanische Akrobat Noah bei seinen Bemühungen, einen Latemenmast zu
erklimmen und eine Flamme in der Lampe zu entzünden. Als musikalische Künstler traten Angelique und ihr Cavalier auf sowie der argentinische Puppenspieler Diego Stirman. Wolfenbüttler Zeitung, 1. Oktober 2001
Schwungvoll feierten die Schöppenstedter am Samstag ihren bereits dritten Französischen Abend. Eingeladen hatten der Kulturverein sowie
das Komitee zur Pflege der Städtepartnerschaft mit Athis. Neben einem Essen sorgte unter anderem die Jazzdancegruppe Remlingen für kurzweilige Unterhaltung der rund 140 Besucher. pos/Foto: Klaus Lehmann Wolfenbüttler Zeitung 19. März 2001
Jodeln Ja, aber bitte im ganzen Satz
SCHÖPPENSTEDT (ust) Halle-ri-di-du-dl-jö, Di-ri-di-di-du-dl-dö. Es handelt sich hier nicht um eine technische Panne, sondern um eine Übungseinheit zum Erwerb des Jodeldiploms
am Vogelinstitut. Der Musiklehrer fordert seine Schüler energisch auf, doch bitte im ganzen Satz zu jodeln - schallendes Lachen des Publikums. Mit dieser Szene begannen Loriots
dramatische Werke, am Sonnabend gespielt vom Nordharzer Städtebundtheater auf der Bühne in der Eulenspiegelhalle in Schöppenstedt.
Das Halberstädter-Ensemble präsentierte die gesamte Loriot-Palette - über die Ehe und andere Katastrophen. Dabei genügte ein einfaches Bühnenbild (zwei Stellwände, Stühle,
Tische). Den Darstellern gelang es immer wieder, die Zuhörer zu überzeugen. Eventuelle Ähnlichkeiten mit Evelyn Hamann und Vicco von Bülow waren natürlich nicht rein zufällig.
Ob Sketche über den ausgefallenen Femsehabend, das Viereinhalb- Minuten-Ei („Herta, das Ei ist zu hart"), Schmeckt's? („Ist das ein Lammsattel mit Püree?"), die fünf-
Sekunden-Film-Szene „komponierter Inhalt mit einer Fülle an Informationen") oder das gemütliche Essen der Familie Hoppenstedt mit Streit um den Kosakenzipfel - die
Protagonisten hatten die Lacher auf ihrer Seite. Sie setzten das um, was Humorist Loriot erzielen will: entschärfte Kritik menschlichen Verhaltens durch Komik. Wolfenbüttler Zeitung, 25.2.2001
Städtebundtheater spielte “Das musikalische Himmelbett”
“Die Liebe hält uns schön in Gang”
SCHÖPPENSTEDT. „Ich will," sagt der Bräutigam, wenn er bei der Trauung gefragt wird, ob er willens sei, mit seiner Liebsten die Ehe
einzugehen. Ein zweites „Ich will" folgt von der Braut - vorausgesetzt sie will. Agnes und Michael haben diese Prozedur gerade hinter sich, als das Stück beginnt.
Zu Gast in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle war am Sonnabendabend das Nordharzer Städtebundtheater mit dem Musical
„Das musikalische Himmelbett" für zwei Personen von Harvey Schmidt. In den Hauptrollen: Bettina Pierags und Thilo Andersson. Am Flügel: Violetta Kollar. Die überwiegend in Songs dargestellten Szenen einer Ehe
(„Ich bin so verliebt in meine Frau", „So hält uns jahrelang die Liebe schön in Gang") beginnen am Hochzeitstag mit „verturtelten" Liebesbekennungen. So ist das also: Man liebt sich, schwebt im
siebten Himmel, heiratet und dann ist guter Rat teuer. Jahre vergehen, und im Verlauf von Jahrzehnten des Zusammenlebens
gibt es glückliche Tage, Freude über den Nachwuchs (Sohn und Tochter), Streitigkeiten („Du hast dich verändert, Du aber
auch", „Weißt Du eigentlich, dass Du im Schlaf schmatzt?") über die Kindererziehung, Ehekrise und doch wieder
Versöhnung, Zuneigung, die schließlich bis ins hohe Alter verbindet und mit dem Auszug aus dem großen Haus in eine kleine
Wohnung endet. Zurückgelassen wird ein Himmelbett. Unter dem Kopfkissen mit der Aufschrift “Liebe kommt von Gott” versteckt das alt gewordene Paar eine Flasche Champagner. Offen bleibt,wer sie findet.
Die beiden Protagonisten spielen ihre Rollen so überzeugend (Text und Gesang), dass herzhaftes Lachen ein muss ist.
In vielen Passagen wird deutlich: Die Schwächen der Männer empören Frauen, und Schwächen der Frauen begeistern die
Männer. Und: Die Ehe benötigt auch eine gehörige Portion Heiterkeit. Sie hat nur Bestand, wenn die Partner gemeinsam stark
sind und den Blick - gedanklich - in eine Richtung lenken. “Einfach ist die Ehe ja nicht, doch es ist zu schaffen, wenn man
sich entgegenkommt - ein Stück”. Das ist die Moral von der Geschichte, die zeitlos ist, denn alle Bezüglichkeiten zu Ereignissen außerhalb der Intimsphäre sind geschickt vermieden worden.
Das musikalische Himmelbett wurde im Dezember 1966 in New York mit großem Erfolg uraufgeführt. Die
deutschsprachige Erstaufführung des Werkes fand im August 1968 in Düsseldorf statt.
Wolfenbüttler Zeitung, 29.1.2001
Banslebener Vereine stellten sich in ausverkaufter Eulenspiegelhalle vor Besucher spendeten begeistert Applaus Von Klaus Zopp SCHÖPPENSTEDT. Nach Eitzum, Sambleben und Groß Vahlberg setzte
Bansleben die Idee des Schöppenstedter Kulturvereinsvorsitzenden Herbert Hass fort, Einblicke in das Gesellschafts- und Vereinsleben zu gewähren. Von den 220 Einwohnern des 876 Jahre alten Dorfes beteiltigten sich 60 Akteure
unterschiedlichen Alters an dem bunten Abend in der ausverkauften Eulenspiegelhalle. Bürgermeister Hermann Meyer hieß nicht nur Samtgemeindebürgermeisterin Ruth
Naumann, sondern auch viele Neugierige aus den Dörfern, die in den Vorjahren den Heimatabend gestaltel hatten, willkommen. Manfred Meyei führte die mehr als 300
Zuschauer gemeinsam mit Brunhilde Schiller spaßig und pointenreich durch das in 17 Auftritte gegliederte dreistündige Programm. Stets fiel dem Moderator Witziges zu seinen Schaueinlagen ein.
Dessen Sohn Hans-Joachim Meyer erläuterte anhand von überdimensionalen Karikaturen unterhaltsam das Tätigkeitsfeld der Feuerwehr. Dabei scheute sich der
Ortsbrandmeister nicht, seine eigenen Leute zu „veräppeln". Ein kleiner, restaurierter Feuerwehroldtimei diente als Staffage für ein musikalisches Duo, das in historischen
Umformen den Gassenhauer Hurra, die Feuerwehr ist da auf eigenwillige Art interpretierte. Neben seinen schauspielerischen Fähigkeiten bewies Andreas Hoffmeistei auch seine malerischen Talente bei der Fertigung des Bühnenbildes.
Der Männergesangverein Bansleben erfreute die Besucher vor allem mit seinem Intermezzo in plattdeutscher Sprache. Die Stimmung stieg noch weiter,
als eine korpulente und elegante Frau auf einer schönen Parkbank Platz nahm. Deren Miene verfinsterte sich jedoch erheblich, weil eine nicht weniger
füllige „Schlampe“ diese Bank ebenfalls nutzte und offensichtlich unangenehm duftete. Dem Parfüm der edelen Frau folgte die Schnapsflasche der anderen Frau, die sich mit der Bild bildete, während die andere Frau ihr Buch las.
Diesem Pantomimenspiel folgten bedächtige Liedvorträge der Gitarrengruppe mit einer Eigenkomposition und der Charakterisierung des Dorfes. Die
Phonstärke erhöhte sich merklich, als der Nonnenchor auftrat und dabei trotz der Anwesenheit von Pastor Günter Rochelmeyer Beine mit Strapsen zeigte.
Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr warteten mit der Schlumpfparade auf. Die Mütter der vier Jugendlichen hatten dazu eigens Mützen kreiert. Die
Moderation für diese Einlage übernahm Sebastian Tietz als „voll geiler" Tom Gerhard. Einen Seitenhieb auf das Original gab es von den Akteuren auf
Wolfgang Petry und dessen Band. „Wir sind ausverkauft", verkündete Tietz stolz und der junge Imitator forderte mit seinen Hits der Himmel brennt und
Verlieben, verloren viel Beifall heraus und mußte Zugaben geben. Jugendliche Fans warfen sogar rote Rosen auf die Bühne.
Einen Hauch Erotik brachten die Banslebener Schrumpfgermanen mit ihren riesigen Hüten auf die Bühne. Das ländliche Leben parodieren Bauer
Hans-Joachim Meyer und Andreas Hoffmeister als einfältiger und stotternder Knecht Hinnerk. Szenenapplaus erhielt die Frauenriege aus Bansleben für
ihr Schweineballett. Dabei gefiel nicht nur die Choreografie, sondern vor allem die rosaroten Kostüme mit neckischen Kringelschwänzen.
Bernd Schiller und Uwe Gerlach boten ein Intermezzo mit eigener musikalischer Schöpfung über den Reiseveranstalter Nockermann und das Land
Amubistan. Die Regenpfeifer unternahmen einen muskalischen Abstecher nach Schottland, während die Gitarrengruppe bekannte und beliebte Lieder
der Kelly-Family sangen. Vor allem die Solisten Ines Sante und Dennis Schmidt überzeugten.
Regelrecht geschockt wurden die Zuschauer, als sieben Frauen ihren orientalischen Tanz vorführten und dabei scheinbar oben ohne und hintenfrei
auftraten. Einmal mehr hatten die Kostümschöpferinnen hervorragende Arbeit geleistet. Mit “Feieromd” verabschiedeten die MGV-Sänger die Gäste. Wolfenbüttler Zeitung, 2. März 1998.
Städtebundtheater spielte in Schöppenstedt Non(n)sens kann seelig machen "52 Nonnen starben noch während des Essens an einer Fleischvergiftung" Von Hans-Dietrich Sandhagen
In den Gesichtern der Zuschauer in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle
zeichnete sich nur eine Frage ab: "Meinen die das jetzt ernst?" Das Zweifeln war berechtigt. Es ist sicherlich nicht alltäglich, daß vier Nonnen von der Theaterbühne heruntersteigen, um die Gäste mit Klingelbeuteln
um eine milde Gabe zu bitten. Bei Non(n)sens ist das normal, denn "Non(n)sens kann selig machen'^a-gen jedenfalls die Nonnen. Ob Non(n)sens nun tatsächlich selig macht, sei dahingestellt. Daß
Non(n)sens Spaß macht und für gute Unterhaltung sorgt, wußten die Schöppenstedter noch nicht, als sie zaghaft ihre Portemonnaies zückten und Geld -in die Klingelbeutel warfen. Schwester Robert Anna, eine der
fünf Nonnen, war mit der Großzügigkeit der Schöppenstedter zufrieden: "Ich hätte gar nicht gedacht, daß es so gut läuft." Die Bedenken waren angebracht, da die Schöppenstedter zu diesem
Zeitpunkt noch nicht wußten, wofür sie spenden sollten. Eigentlich waren sie in die Eulenspiegelhalle gekommen, um sich eine Aufführung des Nordharzer-Städtebund-Theaters anzusehen. Non(n)sens sollte gespielt
werden, ein Musical von Dan Goggin, das angeblich selig machen soll, aber arm? Warum die Zuschauer spenden sollten, verriet Mutter Oberin. Die Geschichte ist schnell erzählt. Schwester Julia, die als Köchin im Kloster
arbeitet, hatte eine Fischsuppe, eine Bouillabaise, gekocht, deren Rezept den Zuschauern übrigens im Programmheft verraten wurde. Schwester Julia hatte alte Fische verwendet, 52 Nonnen starben noch während des Essens.
Was nun, so hatten sich die Nonnen gefragt, schließlich müssen 52 Beerdigungen erst einmal bezahlt werden. Erfinderisch wie die fünf noch
verbliebenen Kinder Gottes sind, starteten sie eine Aktion. Sie verkauften Postkarten. Der Erlös reichte gerade für die Beerdigung von 48
ihrer Schwestern und den Kauf eines Videorekorders für das Kloster. Spaß muß eben auch sein.
Die übrigen vier Nonnen froren sie ein, da die Kasse nun wieder leer war. Um auch die vier noch in aller Ehre beerdigen zu können, mußte
Mutter Oberin lange nachdenken, bis sie eine Idee hatte: eine Nonnenshow mit dem Titel Non(n)sens. Und eben diese Show sahen die Schöppenstedter in ihrer Eulenspiegelhalle.
Als Mutter Oberin diese Erklärung abgegeben hatte, wußten die Zuschauer, wofür sie gespendet hatten. Fortan genossen sie die
Nonnenshow, ., klatschten im Takt der von vier Mönchen gespielten Musik und machten auch in der Show mit. Aus einem Klingelbeutel
mußten sie Lose ziehen. Drei Lose enthielten Antworten, die sie auf die Fragen der Nonnen vorlesen mußten. Beispiel: "Was ist der
Unterschied zwischen Erzengel Gabriel und dem Papst? - Gabriel weiß alles, der Past weiß alles besser."
Lästerlich ging's zu. Der Kirche wurde auf den Zahn gefühlt, etwas derb an manchen Stellen und meistens völlig überzogen. Doch niemand
nahm es übel. Vermutlich deshalb, weil es ja für einen guten Zweck war. Mit ihrem Temperament, ihrer sprudelnden Frische und ihrem
darstellerischem Können ließen die Schauspielerinnen die Zuschauer fast vergessen, daß sie gar nicht an einer Wohltätigkeitsveranstaltung
teilnahmen. Natürlich hat das Musical ein gutes Ende. Schwester Amnesia, die durch den Zusammenstoß mit einem Cruzifix ihr Gedächtnis
verloren hatte, erinnert sich wieder an ihren Namen und ihre Lebensgeschichte. Ergebnis: Sie ist reich und kann die Beerdigung der vier
gefrorenen Schwestern bezahlen. Die fünf Schwestern jubelten und gaben zum Ende ihrer Show vor Freude noch zwei Zugaben.
Übrigens: Das gesammelte Geld haben die Nonnen natürlich behalten. Vielleicht für den Kauf eines Monitors für ihren Videorekorder. Die
Schöppenstedter haben es sicherlich gern gegeben, denn auch am Applaus sparten sie zu Recht nicht. Non(n)sens hat Spaß gemacht.
Ein Dorf stellt sich vor: Groß Vahlberger boten abwechslungsreiches Programm „In der Asse wohnt eine besondere Rasse" Von Klaus Zopp
SCHÖPPENSTEDT. Ein abwechslungsreiches Programm boten 80 Akteure aus
Groß Vahlberg zu dem vom Schöppenstedter Kulturverein vorgegebenen Motto: Ein Dorf stellt sich vor. In der überfüllten Eulenspiegelhalle hatten sich nicht nur
Besucher aus Groß Vahlberg eingefunden. Die Gäste aus den anderen Orten wollten Vergleiche zu ihren Dorfvorstellungen ziehen. Unfreiwilliges Gelächter erntete zum Auftakt gleich Moderatorin Si-bylle
Raupach, als sie die Tücken der Mikrofontechnik kennenlernte. Die kleine Panne war jedoch schnell behoben, und mit 17 Programmpunkten boten die Groß Vahlberger den Gästen an den herbstlich geschmückten Tischen dreistündige
Kurzweil. Farbenprächtig kostümiert mit rot-weißkarierten Jackets, Strohhüten und schwarzer Fliege sangen die Asselerchen über „den grünen Hang der Asse".
Mitglieder der Frauenhilfe lästerten während eines Kaffeeklatsches unverhohlen übereinander. Der zum Moderatorenduo zählende Franz-Josef Dunwald erinnerte in einer
kleinen Episode an den Besuch eines Zigeunerbarons und kündigte gleichzeitig eine von Monika Reich geleitete Jugendgruppe an, die russische und ungarische
Weisen klassisch präsentierte. Auch der Kirchenchor des Dorfes trug mit drei Stücken zur Gestaltung des Sonnabends bei. Zu den Höhepunkten gehörte der von Kurt Bauch inszenierte und vorgestellte
Sprechgesang aus den früheren Berliner Zeiten über die „krumme Lanke". Darin schilderte er in Frack und Zylinder die Geschichte über seine unglückliche Liebe, die auf einer Parkbank begann und mit der Scheidung endete.
Äußerst fidel und selbstsicher traten vier junge Mädchen des Freizeitvereins an ihrem Kneipenstammtisch auf, und besonders Gerhard trumpfte
großspurig auf, wie er seine Frau behandelt. Die flotten Sprüche endeten für Gerhard äußerst peinlich, als seine Angetraute ins Lokal kam und ihn zum Geschirrspülen abholte.
Das hohe Niveau des Berufsmusikers und Chorleiters Uwe Gerlach wurde deutlich spürbar bei der Interpretation eines Evergreen-Potpourris und den
sehr flotten Bossanovas durch den Männergesangverein Groß Vahlberg. Nicht weniger Beifall erhielten die Mitglieder der Frauengymnastikgruppe für
ihren Holzschuhtanz nach Lotzings Opemmelodie Zar und Zimmermann. Applaus bekamen auch die Darsteller der Arbeiterwohlfahrt für ihren
medizinischen Sketch über die Abgabe des “Stuhls". Zugaben forderten die mehr als 350 Besucher von dem Mutter-Tochter-Gespann Anne und Ute
Meyer für ihre Stepptänze. Singend schilderte Kurt Bauch seine negativen Erfahrungen bei einer Hochzeitsfeier.
Das Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr sorgte mit seinen Cancan-Tanzschritten und dem bekannten Herzilein ebenso für Hochstimmung wie die
Asselerchen mit der Interpretation von Paul Raabes Lied „Kein Schwein ruft mich an" und den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten ihrer roten
Schirme bis hin zu erotischen Ambitionen. Plötzlich verdunkelte sich nicht nur das Bühnenbild, sondern auch der Zuschauerraum für eine
Schwarzlichtschau des Schützenvereins nach Elton John's bekanntem Hit „Circle of Life". Nach einer Cho-reografie von Sibylle Raupach wurden lediglich wedelnde Tücher, Füße und Handschuhe sichtbar.
Nicht weniger eindrucksvoll präsentierte Uwe Gerlach auch „II Silentio" in seinem Trompetensolo. Zum Finale stimmten sämtliche Aktiven auf der
Bühne das Lied „In der Asse wohnt eine ganz besondere Rasse" ein. Kulturvereinsvorsitzender Herbert Hass dankte Sibylle Raupach, Franz-Josef
Dunwald sowie Katharina Ernst und Heinrich Kühle stellvertretend für alle Groß Vahlberger mit Blumen für die großartige Schau und appellierte gleichzeitig an andere Dörfer, diesem Beispiel im nächsten Jahr zu folgen. Wolfenbüttler Zeitung, 11. November 1996
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Zum erstenmal wurden die Karnevalisten aus Barby an der Elbe bei ihrem schon traditionellen Karnevalsauftritt in der Schöppenstedter
Eulenspiegelhalle nicht nur vom Vorsitzenden des Kulturvereins, Herbert Hass, sondern auch vom Namensgeber der Halle, Till Eulenspiegel (Arnold Giezel), persönlich willkommen geheißen.
Aus 100 Jahren Filmgeschichte hatten die Karnevalisten Höhepunkte ausgesucht. Ein Zweimann-Vorauskommando des in Barby neu gegründeten Schützenvereins war einmarschiert und bedauert, daß noch keine Schöppenstedter Schützen zum Fest nach Barby gekommen seien. Beim Rundflug
über Schöppenstedt war vom Bahnlückenschluß bei Jerxheim-Dedeleben noch nichts zu sehen, berichtete Quäx, der Bruchpilot, der wegen eines Motorschadens über dem Rathaus absprang und bei
der Landung die Verwaltung um ihren Schlaf brachte. Er wußte auch von der Verkehrsberuhigung in der Neubausiedlung zu berichten: "Damit die Stadt
stirbt niemals aus, gibt's bald ein neues Ärztehaus? Wo ein Ortophäde, Frauen- und Kinderarzt zu tun haben satt. Die Kids und Teens sollen mit einem Disco-Bus nach Braunschweig rollen. Nur eines ist noch
nicht geklärt: ob mit dem Bus auch jemand fährt." Das alles und vieles mehr wußte Quax zu berichten, ohne etwas zu erdichten. Der Tanz der Vampire und Thomas Gottschalk mit der Kelly-Family, die
Prinzengarde und der große gemischte Chor rundeten das dreistündige Karnevalsprogramm aus Barby ab, das mit dem neuen Lied "Hallo, guten Abend Schöppenstedt" in ein fröhliches Tanzvergnügen überging. Wolfenbüttler Schaufenster 25. Feb 1996
Sambleben — eine einzigartige Vorstellung
Schöppenstedt. Ein Novum in der fünfjährigen Geschichte der Eulenspiegelhalle: Sie war ausverkauft. Der Vorsitzende des Kulturvereins, Herbert Hass, und dessen Mannschaft mußten
einige Unverdrossene, die vor Beginn der Veranstaltung noch zusätzliche Karten erhaschen wollten, enttäuscht auf den Heimweg schicken. 400 begeisterte Zuschauer sahen dann den
zweiten Heimatabend unter dem Motto: Zwischen Elm und Asse - Sambleben stellt sich vor. Als Moderatoren begleiteten gemeinsam wortgewandt und witzig Ortsbeauftragter Thomas Wilke
und der Dorfschelm „Samb" alias Fred Wengler das Publikum durch das abwechslungsreiche Programm. Das vielfarbige Kostüm des Narren war ein Zusammenschnitt sämtlicher
Vereins-farben. Zun-i „ Dank veräppelte Samb die schlechtplazierte Fußballmannschaft, die Schützen, die Feuerwehr und die Reiselust der Senioren.
Zum Auftakt des zweieinhalb-stündigen Programms reckten und sprangen kleine Strandmädchen und -jungen nach so bekannten Hits wie „Summertime Blues" und „Surf in the USA". In
hinstorischen Uniformen sang eine gemischte Gruppe der Sam-blebener Feuerwehr nach der Schneewalzer-Melodie eine lustige Eigenkomposition.
Schallenden Applaus bekamen überwiegend schwergewichtige Ballett-Tänzer, in weiße Tüllröcke gekleidet, für ihre „Schwanen-see"-Darbietung. Der Stimmungspegel blieb auf hohem
Niveau, als die Westem-Square-Tänzer nach den Melodien der Western-Lily und Cotton Eye Joe flotte Schrittvariationen präsentierten. Ihre Bühnenerfahrung zeigten die Wildecker Herzbuben
aus Sambleben. Nach einer ausgefeilten Choreo-grafie von Bärbel Peggau zeigten sechs Mädchen in auffallend schönen schwarz-roten Kostümen ihre Vorstellung der Oper „Carmen".
Nach zahlreichen weiteren Darbietungen klang der laut Herbert Hass schon professionell gestaltete Abend mit einer Eigenkomposition Über „Sambleben am Elmrand" aus. Mit stehenden Ovationen wurden die
Akteure verabschiedet. Der Kulturvereinsvorsitzende und Ann-Katrin Hass überreichten der Kostümgestalterin Helga
Benthake, der Organisatorin Renate Wickert und Thomas Wilke Blumensträuße und äußerten die Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung der einzelnen Dorfvorstellungen in der Eulenspiegelhalle. Wolfenbüttler Schaufenster, 26.11.1995
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Sa, 05. November 1994, Eulenspiegelhalle, “Ein Dorf stellt sich vor”: Eitzum, der Auftakt!
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Die Feuerwehrmänner Gerald Henkel (links) und Hugo Lotholz beraten, ob sie zu
einem Brand fahren sollen Fotos: Ingeborg Zopp-Bremer
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Mit Trude Herrs Oldie “ich will keine Schokolade” begeisterte Edeltraud Goeze
die Gäste der Eulenspiegelhalle. Hier gibt´s mehr: BILDERBOGEN
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Mehr als 300 Besucher kamen zum ersten Dorfabend des Schöppenstedter Kulturvereins
“Eulenspiegelhalle als kultureller Mittelpunkt” Von Klaus Zopp Schöppenstedt.
Drei Stunden amüsierten sich am Sonnabend abend mehr als 300 Besucher in der
überfüllten Eulenspiegelhalle prächtig. Zu ihnen gehörten auch Samtgemeindebürgermeister Max-Peter Fust und sein Kollege Karl-Heinz Mühe. Geboten wurde den Gästen ein
Eitzumer Dorfabend mit einer bunten Programmabfolge.
"Die Generalprobe verlief in dieser Woche eigentlich wenig verheißungsvoll," berichtete der Eitzumer
Brandmeister Hubertus Lotholz skeptisch und freute sich umso mehr über die gute Resonanz unter der Bevölkerung
in der Samtgemeinde und den Erfolg dieser Veranstaltung. Nach dem Willen des Initiators dieses Heimatabends,
des Schöppenstedter Kulturvereinsvorsitzenden Herbert Hass, soll der Eitzumer Dorfabend als Pilotprojekt
fungieren, "Die Eulenspiegelhalle soll den kulturellen Mittelpunkt der Region zwischen Elm und Asse bilden",
wünscht sich Herbert Hass. "Eitzum sollte lediglich die Initialzündung für weitere Veranstaltungen geben" forderte der Kulturverinsvorsitzende.
Kontakte knüpfen Es sei auch möglich, zwei Orte für eine Aktion kooperieren zu lassen. "Künftig werden wir vom Kulturverein
vermehrt Volksfeste besuchen und mit den Verantwortlichen Kontakt aufnehmen", betonte Herbert Hass.Ein
positiver Nebeneffekt sei laut Hass auch, daß die Einnahmen aus den Abenden fast ausschließlich den Dörfern
zugute kommen. Für die Verwirklichung dieser Pläne müsse laut Hass aber ein regionaler Kulturausschuss gebildet werden.
Den musikalischen Auftakt bei der Premiere bildete der MGV Gemischter Chor Eitzum unter der Leitung von
Dieter Baxmann. Die Ortsbeauftragte Monika Roloff informierte die Besucher über ihr Dorf, und die Mitglieder
des Tischtennisvereins sorgten erstmals für Heiterkeit im Festsaal mit ihrer Spielshow "Herzblatt" nach dem
Vorbild von Rainhard Fendrich.
Das Stimmungsbarometer stieg noch weiter, als sechs in Frack und Zylinder gekleidete Frauen "Meinen kleinen grünen Kaktus" der Comedian Harmonists imitierten. Applaudiert wurde auch dem
Klaus und Klaus-Duett, Gerhard und Hans-Jürgen Otte, für deren Playback-Darbietung des Hits "An der Nordseeküste". Parodistische Fähigkeiten
bewies anschließend Edeltraud Götze, die den Oldie von Trude Herr "Ich will keine Schokolade" präsentierte.
Den größten Lacherfolg des Abends hatte Sigrid Brues mit ihrer plattdeutschen Geschichte über eine große
Familienfeier. Die Hausfrau beköstigte ihre 40 Gäste mit Haferflocken und Rizinusöl, obwohl das Haus nur eine Toilette besaß. Einen tänzerisch musikalischen Abstecher nach Frankreich stellten die Mitglieder des
Gesangsvereins vor.
Eine Satire auf das mangelnde Engagement früherer Feuerwehrmänner erzählten auf Plattdeutsch Hugo Lotholz und
Gerals Henkel. Zum Finale reihte sich ein Höhepunkt an den anderen. Unter überdimensionalen Zylindern versteckt, wippten die Bäuche von sechs Wehrmännern zu bekannten Titeln wie "Was wollen wir trinken" und "Je
t´aime".
Viel Beifall Viel Beifall bekamen einmal mehr die über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Holzhackerbuben für ihre
schweißtreibende Aufführung. Der gelungene Abend klang mit dem gemeinsamen Lied "Rund um den Elm" aus.
Unser herzlicher Dank geht an Gerhard Otte aus dem “fast schönsten Dorf am Elm”, der für uns erfolgreich nach diesem Artikel und den Pressefotos (im Original!) gefahndet hat! Frau Ingeborg Zopp-Bremer gilt unser Kompliment für das vorzüglich
geführte Archiv aus Zeiten, zu denen Fotografie nicht digital und Ordnung noch Arbeit war!.
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5. Februar 1994, Eulenspiegelhalle:
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Große Feier für die jungen Gäste aus Athis Buntes Programm mit vielen Parodien
SCHÖPPENSTEDT. "Bon soir, chers amis", diese und andere Begrüßungsworte in französischer und deutscher
Sprache waren am Sonnabend abend in der Eulenspiegelhalle zu hören. 40 französische Gäste aus der Partnerstadt Athis waren zu Gast. Für sie und ihre Gasteltern fand ein bunter Abend in der Eulenspiegelhalle statt.
Auch der Schöppenstedter Bürgermeister Karl-Heinz Mühe bemühte sich redlich, die Besucher aus der Nor-mandie in ihrer Heimatsprache zu begrüßen. Otto Gebensleben dankte als Vorsitzender des Athis-Komitees
der Stadt zunächst den Schöppenstedter Gasteltern für ihre Bereitschaft, den fünftägigen Aufenthalt der Franzosen abwechslungsreich zu gestalten.
Sein französischer Kollege Henri Sen-jotte unterstrich während seiner kurzen Rede die Bedeutung dieser gegenseitigen Besuche in den beiden Partnerstädten. Der Friede zwischen den beiden Nationen werde so gefestigt,
indem ein Beitrag zur Völkerverständigung auf diese Weise geleistet werde. Anschließend führte der redegewandte Vorsitzende des Schöppenstedter Kulturbundes, Herbert Hass, die rund
140 geladenen Festgäste, zu denen auch die Mitglieder des Schöppenstedter Rates gehörten, durch ein buntes Programm. Zum Auftakt gab der Männergesangverein aus Küblin-gen unter der Leitung von Ludwig Bürger
Kostproben aus seinem umfangreichen Repertoire. Das Stimmungsbarometer stieg in der Eulenspiegelhalle als die neunjährige Margarete Rojczek und ihr zwei Jahre
älterer Cousin Markus Siwiec die Bühne betraten. Sie imitierten gemeinsam das Lied "Du gehst fort" von Ireen Sheer und Bernhard Blink.
Mit flotten Schritten präsentierte sich anschließend die Volkstanzgruppe des TSV Schöppenstedt. Unter anderem
gab es für die Sonderburger Quadrille viel Beifall für die Gruppe aus der Eulenspiegelstadt. "Martin, my love" sangen danach Andrea Schaak und Sven Wengler in einer Parodie auf den Song von Diether Krebs.
Dabei brachten besonders die schmachtenden Blicke der Sängerin und der dem Original nachempfundene dicke
Bauch unter dem Strickpullover des Sängers das Publikum zum Lachen. Einen weiteren Glanzpunkt in der Reihe der Play-Back-Sänger setzte auch die
elfjährige Justine Siwiec mit dem Hit der Sängerin Nicole "Mit Dir vielleicht". Mit einer Parodie auf das Schwanenseeballett wurde die erste Programmfolge beendet.
Anschließend wurde das Kalte Buffett für die Gäste freigegeben. Auch die Gäste aus Frankreich hatten sich mit einigen Köstlichkeiten beteiligt. Christa Hampel unterhielt die Gäste während des Essens mit historischer Orgelmusik.
Musik zum Tanzen gab es dann vom Amplebener Discjockey Arno Gitzel, der die Gäste auch mit zahlreichen Sketchen und Showeinlagen unterhielt.
Um Mitternacht wurden dann die leuchtenden Kerzen auf drei Geburtstagstorten ausgeblasen. Denn: Drei der Franzosen aus der Partnerstadt Athis hatten am Sonntag Geburtstag, zb Wolfenbüttler Zeitung, 26. Juli 1993
Beim Jazz-Frühschoppen in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle Stimmung mit den "Dixie Crackers"
SCHÖPPENSTEDT (-pp-) Die Tische und Stühle reichten in der Eulenspiegelhalle beim
vom Kulturverein veranstalteten Jazz-Frühschoppen nicht aus. Sogar aus Ahlum reiste mit Wirt Manfred Spill ein Kegelverein aus Berlin an. Die fast 150 Besucher wurden nicht
enttäuscht, denn die "Dixie Crackers" sorgten nicht nur für prächtigen Jazz, sondern auch für eine ausgezeichnete Show. Prominent wie selten einmal zuvor waren die Zuschauerreihen besetzt. Neben den beiden
Bürgermeistern Karl-Heinz Mühe und Max-Peter Fust waren auch Stadt- und Samtgemeindedirektor Dieter Scheller sowie zahlreiche Mitglieder der Räte gekommen.
"Pünktlich wie die Maurer" legte die fünfköpfige Jazzband los, und schon bald schlugen auch im Publikum die Wellen der Begeisterung hoch. Die international erfahrenen und mit
vielen Lorbeeren bedachten Musiker bewiesen bei ihrer gut zweistündigen Show nicht nur Stehvermögen, sondern auch Einfallsreichtum. Sie präsentierten Dixieland-Jazz aus
verschiedenen Regionen, und sie hatten dazu auch den passenden Kopfschmuck parat, und das sehr zum Vergnügen ihrer Fans.
Sie überzeugten sowohl mit "Wild Cat Blues" als auch mit "Cheek to cheek", verjazzten aber auch gekonnt deutsche Oldies. Perfektionisten waren sie alle, und das bewiesen die
Bandmitglieder bei gekonnt präsentierten Soli. Bandleader Hans Werner Peter brillierte mit Klarinette und Saxophon und riß seine Mitspieler zu tollen Leistungen mit. Thomas Botzek
als Sänger und Banjospieler zog eine tolle Show ab. Ihm standen aber Eckert Ditting und Michael Kleinhans nicht nach, wahrend am Schlagzeug Bernd Kappe mit einigen Soli zu Beifallsstürmen hinriß.
Mehr als zufrieden war Vorsitzender Herbert Hass, dem dieser Erfolg Mut zum Weitermachen geben sollte. Schon am Sonnabend, 31. Oktober, 19 Uhr, präsentiert der
Kulturverein die Komödie "Lauf doch nicht immer weg" mit der Laienbühne Salzgitter, ehe
am Sonntag, 8. November, 11 Uhr, der nächste Swingtime-Frühschoppen mit der Big Band der Musikschule Braunschweig über die Bühne gehen soll. Wolfenbüttler Zeitung, 29. Oktober 1992
Kulturverein Schöppenstedt mit neuem Signet Eulenspiegel sitzt auf dem Dache
 SCHÖPPENSTEDT (-pp-) "Viele Zeichnerinnen und Zeichner
hatten sich ans Werk gemacht, um ein neues Signet für den Kulturverein Schöppenstedt zu entwerfen, und heute steht der Gewinner fest", freute sich Vorsitzender Herbert Hass in der
Eulenspiegelhalle. Die Vorstellung des Erkennungszeichens des Kulturvereins war verbunden mit der Präsentation des Programms für das zweite Halbjahr 1992.
Erkennungszeichen ist jetzt ein völlig neuer Till-Kopf, der auf dem Dach der Eulenspiegelhalle thront. Gehalten ist das Signet in Blau und Rot. Entworfen hat es der Eitzumer Lehrer Ludwig
Ritter. Ausgewählt wurde es aus zehn Entwürfen, deren Zeichner als Dank für die Mühe je zwei" Freikarten für eine Theaterauf führüng erhielten.
"Die Eulenspiegelhalle soll künftig der Treffpunkt für Kultur in Schöppenstedt werden", bekundete Hass, der das Till-Symbol als Hinweis darauf verstanden wissen wollte, daß das
gewachsene Erzähltum im Mittelpunkt stehen soll. Der Schalk Tül solle die Lust am Fabu-' lieren, aber auch am Zuhören dokumentieren, unterstrich der Vorsitzende.
Eingeleitet wurde die Vorstellung des Halbjahresprogramms mit zwei Darbietungen der Volkstanzgruppe des TSV Schöppenstedt, der Hass anschließend ganz besonders dankte, hätte
doch die Badeanstalt an diesem herrlichen Tag eigentlich weit mehr gelockt. Zufrieden zeigte er sich schließlich mit dem vom Vorstand erarbeiteten Programm das inzwischen
über 70 Mitglieder starken Vereins. So sind vier Theaterveranstaltungen, zwei Jazzfrühschoppen, ein Adventsbasar unter Mitwirkung aller Vereine und Verbände, ein Wohltätigkeitskonzert, drei
Märchenspiele zur Weihnachtszeit und drei Busfahrten vorgesehen. Zunächst steht am Sonntag, 12. Juli, eine Fahrt in die Herrenhäuser Garten in Hannover an.
Besucht werden soll der "Sommernachtstraum". Für den 16. August steht eine Wanderung von Breitenhees nach Hösseringen auf dem Programm, ehe am Freitag, 4. September, ein russischer
Chor aus Minsk gastiert. Es handelt sich dabei um eine Wohltätigkeitsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der evangelischen Jugend in der Landeskirche. Am 5. September steht ein
weiteres Kinderkonzert in der Eulenspiegelhalle an, ehe am 13. September die Niederdeutsche Bühne kommt. Das Theater Halberstadt präsentiert am 14. Oktober das Stück "Salon
Pitzelberger". Am 25. Oktober . startet um 11 Uhr der Jazz-Frühschoppen mit den "Dixi-Crackers", und am 31. Otober ist die Laienbühne Salzgitter mit "Lauf doch nicht immer weg'' zu Gast.
Am 7. November steht ab 14 Uhr "Dans op de Deel" auf dem Programm, ehe am 8. November, 11 Uhr, ein Swing-Time-Frühschoppen mit der Big Band der Musikschule Braunschweig geplant ist.
Das Theater Quedlinburg kommt am 28. November mit "Ein Fremder klopft an", ehe am 29. November der Weihnachts-Hobbybasar vorgesehen ist.
Das Märchen "Der gestiefelte Kater" wird am 15. Dezember um 10 und 11 Uhr sowie am 16. Dezember um 15 Uhr gespielt, ehe das Jahr am 31. Dezember ab 20 Uhr mit dem großen Silvesterball ausklingt.
Abschließend äußerte Hass die Hoffnung, daß möglichst viele Bürger das Angebot des Kulturvereins annehmen, denn von den Einnahmen hänge es nun einmal ob,
welche Theatergruppen nach Schöppenstedt In die Eulenspiegelhalle verpflichtet werden können. Der Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen läuft bei Lotto-Ebbers am
Steinweg und im Fremdenverkehrsamt der Stadt Schöppenstedt, Zimmer 113.
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In Schöppenstedt wurde ein Kulturverein gegründet
SCHÖPPENSTEDT
(hf) In der Stadt Schöppenstedt gibt es einen neuen Verein. Am Mittwochabend wurde im großen Sitzungssaal des Rathauses mit großem Interesse in der Bevölkerung ein Kulturverein aus der Taufe gehoben.
Wir wollen der Kultur auf die Sprünge helfen, und das geht nur mit Hilfe eines Vereins, den wir heute heute gründen wollen",
eröffnete Bürgermeister Otto Hagedorn die Versammlung. Die Ziele und Vorstellungen dieses neuen Vereins stellte
Landtags- und Stadtratsabgeordneter Karl-Heinz Mühe vor. „Es soll eine attraktivere Kulturszene geschaffen werden, da trotz kultureller Vielfalt in der Stadt Schöppenstedt immer noch ein Defizit herrsche", hieß es.
Mühe ging auf zehn Versammlungen im Vorfeld dieser Gründungsversammlung ein, die von zahlreichen interessierten Schöppenstedter Bürger besucht wurden. Unter anderem ist in
diesen Versammlungen schon der Kultur-Herbst im vergangenen Jahr vorbereitet worden. Zur kulturellen Arbeit meinte Mühe, daß diese ein
Bildungsfaktor sei und wirtschaftliche Vorteile für die Stadt mit sich bringe. Angebote für jung und alt sollen geschaffen werden, die Vereine der Stadt sollen sich im Rahmen der Kulturarbeit darstellen.
Als finanzielle Grundlage erhält dieser neue Verein von der Stadt einen jährlichen Zuschuß von 10000 DM, was vom Stadtrat bereits beschlossen wurde. Weiter wird die Stadt die neue Mehrzweckhalle für
Veranstaltungen des Kulturvereins kostenlos zur Verfügung stellen.
Nachdem Stadtdirektor Dieter Scheller eine vorgefertigte Satzung verlesen hatte und diese von den vielen Anwesenden mit einigen
Änderungen gebilligt wurde, traten spontan 40 Personen diesem neuen Verein bei. Gewählt werden mußte dann noch ein Vorstand, der sich wie folgt
zusammensetzt: Vorsitzender Herbert Hass, Schatzmeister Monika Reich und Geschältsführerin Martina Behrens. Zu Beisitzern wurden bestimmt: Karl-Siegfried Bottke, Rainer Kiehne, Helga Probst, Ludwig Bürger und Ingrid Meyer.
Wolfenbüttler Zeitung im Juni 1991
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