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Beatles-Cover-Band spielt am Tetzelstein

Die Band Abbey Tunes spielt auf Einladung des Kulturvereins Schöppenstedt am Samstag, 3.September, ab 15 Uhr am Tetzelstein. Das Vorprogramm wird „The Mix“ auf der Rasenfläche vor dem dortigen Denkmal gestalten. Die Abbey Tunes werden Titel von den Beatles spielen. Die Songs der Beatles-Cover-Formation werden mit Instrumenten wie Trompete, Posaune, Querflöte, Violinen, Cello, Bratsche, Bass, Saxophon und Percussions aufgeführt.

Karten für 4 Euro gibt es unter anderem bei Lotto-Ebbers am Steinweg 20 in Schöppenstedt, (05332)2624


Foto: Veranstalter
WolfenbĂĽttler Zeitung am 17.08.2011

 

Aus naheliegenden Gründen gibt es zu diesem angekündigten Ereignis keinen Pressereport. Wir möchten den Besuchern dieser Seite zeigen, wie ein solcher hätte aussehen könnte und wir bedanken uns bei Jürgen Mewes für seinen Einsatz in dieser Angelegenheit. CLICK

Den Abbey Tunes danken wir für das uns entgegengebrachte Verständnis
 

 

Ekel Alfred und seine MaĂźlosigkeit

Komödie am Altstadttheater Braunschweig zeigte zwei Episoden der Familie Tetzlaff in Eulenspiegelhalle

 Von Susanne Beyer

SCHĂ–PPENSTEDT. Er ist es nicht und er ist es doch. Georg Troeger ist natĂĽrlich nicht Heinz Schubert, aber Georg Troeger ist eben auch ein Alfred Tetzlaff - auf der BĂĽhne.

         Rein äuĂźerlich ist er zwar nicht ganz so mickrig und im Profil ähnelt er eher GĂĽnter Grass als dem Ekel Alfred der Fernsehserie aus den 70er Jahren.
       Doch Habitus und Tonfall in Kombination mit Schnäuzer, Hosenträgern und Feinripp-Shirt ĂĽberzeugten von der ersten Sekunde an. Vergleiche mit dem Fernseh-Origi-nal drängten sich zwar immer wieder auf, nahmen der BĂĽhnen-Variante jedoch zu keiner Zeit die Eigenständigkeit. VerblĂĽffend!
   Von den Qualitäten des BĂĽhnen-Alfreds konnten sich die Schöppenstedter ĂĽberzeugen. Auf Einladung des Kulturvereins Schöppenstedt gastierte die Komödie am Altstadtmarkt aus Braunschweig mit dem Klassiker „Ekel Alfred: Ein Herz und eine Seele" in der Eulenspiegelhalle. „Silvester" und „Silberhochzeit" hieĂźen die beiden Episoden, um die es in diesen vergnĂĽglichen 90 Minuten ging.
       „Silvester" - das ist die Geschichte mit der Grundsatzdiskussion ĂĽber kalte Bowle und heiĂźen Punsch, die Else zum Schluss einen wackeligen Tango mit ihrem Alfred beschert. In „Silberhochzeit" werden Else und Alfred von den Kindern in ein vornehmes Restaurant eingeladen. Christian Vitu mimte den konsternierten Kellner, der sich mit den Tetzlaffschen Tischmanieren auseinandersetzen musste.
         An der Seite des so famos wetternden und wĂĽtenden Georg Troeger spielte Christiane RĂĽcker mindestens ebenso ĂĽberzeugend Alfreds gutmĂĽtige wie einfältige Gattin Else, die „dusselige Kuh".
 Ricarda Baus als fesche Tochter Rita und Tom Keidel als Schwiegersohn „der rote Michael" ergänzten die BĂĽhnenfamilie. Schnell stellte sich heraus, dass Autor Wolfgang Menges Pointen und satirische Spitzen auch nach 40 Jahren und zahllosen Fernsehwiederholungen immer noch bestens funktionieren.
         Und so gab es viel zu lachen ĂĽber Alfreds spitzfindige Besserwissereien, seine MaĂźlosigkeit im Gebrauch von groben Schimpfwörtern und seine politisch völlig unkorrekten Tiraden.
         Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der gelungenen AuffĂĽhrung hatte auch die bis ins letzte Pril-BlĂĽmchen perfekt durchdachte BĂĽhnenausstattung, die mit schrillen Mustern und Farben liebevoll auf die 70er Jahre abgestimmt war.

WZ am 09.03.2011
 

Heute begrüßt man das neue Jahr längst nicht mehr nur mit Sekt: Seit 1993 ist das Neujahrskonzert mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters die unentbehrlichen Ergänzung! Bringen Sie also alle Ihre guten Vorsätze mit schwungvoller Musik auf den Weg – die Stadt Schöppenstedt und der Kulturverein machen dies möglich, und zwar termingerecht zum 1. Januar 2011, ab 19:30!

Was gibt es Schöneres, als bei einem Silvesterball leicht und beschwingt mit der oder dem Liebsten ins Neue Jahr zu tanzen? Wem dieses Vergnügen zum Jahreswechsel nicht vergönnt ist, oder wer solch schöne Erinnerungen noch einmal zurückholen möchte, der sollte sich das Neujahrskonzert des Nordharzer Städtebundtheaters vormerken! Unter dem Motto „Ballgeflüster“ lockt das Theaterorchester unter der musikalischen Leitung von MD Johannes Rieger die Zuhörer ins Reich der Imagination und lädt ein, ins Fantasieren über Nachtschwärmer, Chambre separèes, Ballsirenen und Sirenenzauber, Frauenherzen, Zärtlichkeiten und Liebe zu geraten. Auch dieses Mal wird uns der Intendant persönlich durch das heiter-beschwingte Programm leiten, das mit Ouvertüren, Märschen, Polkas und einer Fülle betörender Walze aus der Feder von Richard Heuberger, Franz Lehár, Johann Strauß, Carl Zierer, Emil Waldteufel, Paul Lincke, Pjotr Tschaikowski u.a. aufwartet.

Beginnen Sie also 2011 mit guten Vorsätzen, begleitet von schwungvoller Musik. Der Tradition folgend geben die Halberstädter das erste ihrer Konzerte direkt am Neujahrstag in Schöppenstedt - und dies zum neunzehnten(19! ) Mal! Sichern Sie sich jetzt ihre Eintrittskarte für 22.00 € (Mitglieder: 20€) bei Lotto-Ebbers, Steinweg 20, 38170 (Tel. 05332-2624) oder im SP Ralph Witzel Markt 7, (Tel. 05332-1896, Fax -4439), beide in Schöppenstedt. Fall es sie gibt, sind restliche Karten noch an der Abendkasse zu haben

 

Mit unerwarteten Kontrasten

Unterhaltsame Moderation beim Neujahrskonzert sorgt zusätzlich für Vergnügen
 
Von Susanne Beyer

SCHÖPPENSTEDT. Für einen heiter-beschwingten Auftakt zum neuen Jahr sorgt in Schöppenstedt traditionell das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters - und das seit mittlerweile 19 Jahren. Bereits zum elften Mal führte dabei Musikdirektor Johannes Rieger -seit 2009 auch Intendant des Theaters - durch das Programm, das in diesem Jahr unter dem verheißungsvollen Motto „Ballgeflüster" stand.
Mit kurzen Grußworten eröffneten Herbert Hass vom Kulturverein Schöppenstedt und Bürgermeister Karl-Heinz Mühe den Abend in der Eulenspiegelhalle. Fazit: „Wenn wir musikalisch ins Neue Jahr starten, kann es nur gut werden!"
Die schwungvolle Ouvertüre zur Operette „Der Opernball" von Richard Heuberger ließ dann sogleich die Atmosphäre der großen, festlichen Opernbälle auferstehen. Passend dazu auch die „Ballsirenen" von Franz Lehär, die Rieger aus dem Notenarchiv ausgegraben hatte. Bei genauem Hinhören entpuppte sich dieser Walzer als eine Art „Taschenbuchausgabe" von Lehärs Erfolg „Die lustige Witwe". Natürlich durfte Johann Strauß an so einem Abend nicht fehlen. Doch Rieger setzte darüber hinaus auch auf weniger bekannte Namen und unerwartete Kontraste: So fand sich ein Walzer des DDR-Musical-Komponisten Gerd Natschinski überraschend Seite an Seite mit Tschai-kowskis „Streicherserenade".
Als sehr effektvoll entpuppten sich auch die „Nachtschwärmer" im Dreivierteltakt. Komponist Carl Ziehrer lässt Fagotte und Hörner den Männerchor spielen, während die Streicher zu „Pfeifen" werden.
Obwohl die Musik an diesem Abend eindeutig im Vordergrund stand, machte doch die unterhaltsame Moderation des Dirigenten mindestens die Hälfte des Vergnügens aus. Immer wieder sorgten Riegers charmant-amüsante Kommentare zu Werkauswahl und Komponisten - gehalten im unaufdringlichen Plauderton - für große Erheiterung im Saal. Mit einem schmissigen Marsch von Paul Lincke endete das offizielle Programm. Die begeisterten Zuhörer erklatschten sich indes noch drei Zugaben. Mit der „Blauen Donau", einem „Ungarischen Tanz" und dem „Radetzkymarsch" klang der Abend stilecht und fröhlich aus.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder Theater in der Eulenspiegelhalle. Am 6. März zeigt das Ensemble der Komödie am Altstadtmarkt das StĂĽck „Ein Herz und eine Seele"                                                                                                                                                                              WZ am 03.01.2011

 

Der Kulturverein Schöppenstedt lädt ein:

RONJA RĂ„UBERTOCHTER

AuffĂĽhrungen des Ensembles „Komödie am Altstadtmarkt“ in der Eulenspiegelhalle Schöppenstedt, am Montag 20.12.2010 um 11:00 und am  Dienstag 21.12.2010 um 9:00 und 11:00 (Eintritt: 7€). FĂĽr die Vorstellung am 21.12., 11:00 Uhr können sich  Schulklassen und Kindergartengruppen noch unter 05332/2955 anmelden.  

 


Zur Weihnachtszeit begeistert das zauberhaft zeitlose KindertheaterstĂĽck von Astrid Lindgren kleine und groĂźe Zuschauer. Im Mittelpunkt steht Ronja, die Tochter eines Räuberhauptmanns. Sie unternimmt  mit uns eine Expedition, auf der wir nicht nur Wilddruden, Graugnomen, Dunkeltrollen und Rumpelwichten begegnen, sondern auch viel ĂĽber Freundschaft, Toleranz und Versöhnung erfahren

„Zum Donnerdrummel!“: selbst fĂĽr die Tochter eines Räuberhauptmannes ist Ronjas Wagemut ungewöhnlich! Sie fĂĽhlt sich zwischen Geistern und Kobolden zu Hause, liebt das Ungewisse im Dunkeln des Waldes und ist ständig auf der Suche nach neuen Abenteuern.  Die spannendste Reise beginnt allerdings, als sie sich mit Birk, dem Sohn vom Erzfeind ihres Vaters anfreundet. Der Kleinkrieg zwischen beiden Familien lässt Ronja und Birk das Weite suchen, um sich  in einer Höhle zu verbergen. Damit setzt die Räubertochter in einem bitterkalten Winter nicht nur die Liebe ihres Vaters, sondern fast auch ihr Leben aufs Spiel. Ob es gelingt, die verfeindeten Räubersippen zu versöhnen, wird sich am Ende zeigen … 

 

Der „allerletzte Tango“ vor einem Jahr durfte nicht der letzte Besuch der Ingelebener in der Eulenspiegelhalle gewesen sein. Der Kulturverein freut sich mit allen Schöppenstedtern und deren Freunden auf einen neuen Schwank der Laienspielgruppe Ingeleben, der hier am 27. November unter der Leitung von Ute Spindler, ab 16:00 dargeboten wird:

“Saionara Tante Klara”

Zur Einstimmung stehen ab 14:30 Kaffee und Kuchen bereit. 
         Diese Version der “Sayonara” hat Peter Millowitsch, Sohn des Kölner Volksschauspielers und Theaterunternehmers, zusammen mit Barbara Schöller verfasst. Die AuffĂĽhrung in und um Ingeleben wurde durch persönliche Kontakte zwischen der Spielleiterin und  Millowitsch möglich. Da der Titel urheberrechtlich geschĂĽtzt ist, wurde die falsche Schreibweise „Sai onara“ beibehalten.
         Viele lustige Szenen gibt es in dem StĂĽck, in dem eine Bierbrauerei durch Spekulationen zugrunde gerichtet wird. SchlieĂźlich schlĂĽpft der insolvente Brauereibesitzer (gespielt von Markus Keune) in die Rolle eines sächselnden Hausmeisters und, als Höhepunkt der Verkleidungstätigkeit, in die der Geisha Sushi (oberes Bild links), die mit unverkennbar chinesischem Akzent als

Insolventer Bierbrauer wird zur Geisha
Laienspielgruppe zeigt „Saionara Tante Klara"
 
Von Hartmut Mahnkopf
SCHĂ–PPENSTEDT.  
Der Schöppenstedter Kulturverein hatte zum Schwank „Saionara Tante Klara" mit der Laienspielgruppe Ingeleben um Leiterin Ute Spindler in die Eulenspiegelhalle eingeladen. In dem Stück hatte sich der insolvente Bierbrauer Anton Weißdorf (gespielt von Markus Keune) an der Börse beim Aktienkauf verspekuliert. Um Geldgeber zu gewinnen, schlüpft der Brauereibesitzer in die Rolle eines sächselnden Hausmeisters und als Höhepunkt in die Rolle der japanischen Geisha „Sushi". Diese tritt mit unverkennbarem Akzent als japanische Investorin auf.
     Die mit Verwechselungen gespickte Handlung findet am Ende einen guten Abschluss. Eine unvermutete Erbschaft seiner Ehefrau, die von den Geldnöten ihres Mannes nichts ahnte, rettet den Bierbrauer vor der Pleite. Mit groĂźem Beifall dankte das Publikum den textsicheren Schauspielern.
     Die AuffĂĽhrung wurde durch persönliche Kontakte von Ute Spindler zu Peter Millowitsch möglich. Der Sohn des frĂĽheren Volksschauspielers Willi Millowitsch hatte die Version der „Sayonara" gemeinsam mit Barbara Schöller verfasst.
     Vom April bis zur Premiere Ende Oktober probten die Akteure fast täglich, berichtete die Leiterin. Den Laiendarstellern gelang gute Unterhaltung.
                              WF Zeitung, 30.11.10

japanische (!) Investorin auftritt. Nicht ganz unerwartet fĂĽhrt dieser „Schachzug“ zu vielen durchaus heiteren Verwicklungen 
         Dem Ingelebener Ensemble gehören acht Darsteller und Akteure an, die dem Publikum seit der GrĂĽndung im Jahre 1986 bereits achtzehn heitere StĂĽcke geboten haben. Unter der bewährten Leitung von Ute Spindler haben sie seit April bis zur Premiere am 30. Oktober täglich geprobt. Dabei entstand dieses humorvolle TheaterstĂĽck in drei Akten, das, zusammen mit zwei Pausen, Unterhaltung fĂĽr zwei Stunden bietet. Was die Laiendarsteller immer wieder garantieren ist eine unterhaltsame Erholung von der „Mattscheibe“ und zwar mit wĂĽrzigen Zutaten wie Lust, Liebe, Verwirrung, Verwechslung und gewollten Versprechern. Häufig fragen sich die Zuschauer, ob „die da oben“ noch wissen, “wer da was” ist. Zum Gelingen trägt die Kulisse bei, welche – wen wundert es noch -  die Darsteller in Eigenarbeit geschaffen haben

 

 

 

 

 

 


 

AnkĂĽndigung (18.11.2010)

Vom „Wolkenprogramm“ zu den „Wasserwelten“

Lange erwartet, aber jetzt ist es wieder soweit: Der Kulturverein
Schöppenstedt lädt zu einer Lesung am Freitag, 19. November ab 18:30 in
die festlich gestalteten Räumen der Schöppenstedter Gärtnerei Arendts in
der „Neuen Straße“ Nr. 5 ein.

Andreas Hartmann, bekannter Schauspieler und Regisseur an der
Niederdeutschen BĂĽhne und Gudrun Peter, ehemalige SchĂĽlerin des
Braunschweig-Kollegs, sind inzwischen zu einem festen Team
zusammengewachsen, das sein Publikum mit einer Einheit aus Lesung und
Musik zu fesseln versteht. Diesmal geht es um:

Wolken - Faszination flĂĽchtigen Zaubers! Eintauchen ins Wolkentheater
in rätselhafter Schönheit, sich wegtragen und umhüllen lassen vom Zauber
des Veränderlichen, besinnliches Stauen und Freude genießen, zur Ruhe
kommen und sich selber finden...

...das alles auf der Grundlage von Texten von Hermann Hesse, Joseph von
Eichendorff, Eduard Möricke, Rainer Maria Rilke, Berthold Brecht, Hans
Magnus Enzensberger und James KrĂĽss. Musikalisch begleitet Gudrun Peter
dieses Programm mit Gesang, Flöte, Gitarre, Klavier und Didgeridoo
(traditionelles Blasinstrument der australischen Aborigines,
ursprünglich aus von Termiten „bearbeitetem“ Eukalyptusholz). Mit ihrer
ruhigen, meditativen Art versteht sie es, das Publikum in eine ganz
besondere Stimmung zu versetzen. Sie verfĂĽhrt uns, die Augen zu
schlieĂźen und den Wolken zu folgen, die danach in einem ganz neuen Licht
erscheinen!

Dieses Programm bietet einen ruhender Pol in unserer hektischen Zeit.
Unter dem Motto „Vom Tropfen bis zum Ozean – Wasserwelten“ wird es 2011
seine Fortsetzung finden. Und wieder heißt das Konzept: „Kommen,
Entspannen und Genießen!“

Bericht: Schaufenster, 21.11.2010

Wolkenleichte Lesung mit Musik im „Gewächshaus"

Schöppenstedt. Ein ungewöhnliches Ambiente hat sich der Schöppenstedter Kulturverein fĂĽr die Lesung „Wolkenprogramm" ausgesucht: die Räumlichkeiten der Gärtnerei Arendts. Zwischen Adventsdekorationen und Weihnachtssternen präsentierten die Musikerin Gudrun Peter und der Schauspieler Andreas Hartmann Texte und Lieder zum Schmunzeln, zum Lachen und zum Nachdenken. Hartmann hat dafĂĽr Texte von Hermann Hesse, Joseph von Eichendorff, Eduard Mörike, Rainer Maria Rilke, Berthold Brecht, Hans Magnus Enzensberger und James KrĂĽss ausgewählt. Gudrun Peter, die mit „Über den Wolken" den Abend eröffnete, verzauberte das Publikum mit ihrem Gesang, Flöten- und Gitarrenklängen und dem ungewöhnlichen Instrument der australischen Ureinwohner, dem Didgeridoo. Im kommenden Jahr soll das „Wolkenprogramm" mit „Vom Tropfen bis zum Ozean - Wasserwelten" eine Fortsetzung finden .                                                                                              Foto: Kräwer
 

Am Sonntag, 24.Oktober um 11:00 war es wieder so weit: die „SARATOGA SEVEN” setzte die Serie der durch Schöppenstedter Kulturverein organisierten Serie an Jazz-FrĂĽhschoppen im groĂźen Saal des Gasthauses  â€ťZum Zoll” in Schöppenstedt fort.

Die 1973 gegrĂĽndete SARATOGA SEVEN ist auch nach fast vier Jahrzehnten unverändert eine feste Größe der norddeutschen Dixieland-Szene. 2007 wurden sie zur beliebtesten Oldtime-Jazzband der Region Braunschweig gewählt - das sagt einiges ĂĽber die Motivation und Begeisterungsfähigkeit der Musiker. Der Kontakt zum Publikum ist durch die launig augenzwinkernde Moderation des abwechslungsreichen Repertoires von Anfang an garantiert.

Die Jazzband spielt die New Orleans-Musik und den Blues der Urväter Louis Armstrong und Kid Ory, Chris Barber oder der Dutch Swing College BandDrei Sänger sorgen dafür, dass Schlager aus Jazz-Revuen, der goldenen Swing-Zeit oder aus Filmen willkommene Kontraste zur Instrumentalmusik liefern. Sie reichen von der Benny Goodman-Story bis zu Walt Disneys Dschungelbuch aus den 60ern.

Der lebendigen Darstellung der SARATOGA SEVEN Jazzband können sich selbst  die Zuhörer nicht entziehen, die sich eigentlich nicht zu den klassischen Jazzfans zählen. Angelockt von OhrwĂĽrmern wie dem „Tennessee Waltz" oder „Sentimental Journey" lauschen sie begeistert dem „Woiverine Blues" oder dem „High Society Rag". SchlieĂźlich lautet das Motto des Septetts „It don't mean a thing if it ain't got that Swing”.

 Foto (SARATOGA SEVEN im Sommer 2010): JĂĽrgen Mewes

 

Messe "Autor & Buch Schöppenstedt“ - den Literaten lauschen
Sonntag, den 11. April 2010 (10-17 Uhr)

Für einen Tag blitzt die literarische Vielfalt unsere Kulturlandschaft auf. Autoren und Verlage reisen aus Halle, Hildesheim und Helmstedt wie auch aus Bodenburg, Bilshausen und Blankenburg an. Die Schöppenstedter Eulenspiegelhalle beherbergt dann Stände zur Literatur aus unserer Region. Auch für Verpflegung ist gesorgt.
         „Autor und Buch“ entstand im vergangenen Jahr aus einer Partnerschaft zwischen dem örtlichen Kulturverein, dem Regionalmarketing, dem Till Eulenspiegel-Museum und dem Ostfalen-Netzwerk. Jetzt gibt es zum zweiten Mal die Chance „mit Till Eulenspiegel im RĂĽcken regionalen Autoren und Verlagen eine Heimat zu geben" - so Herbert Hass, Vorsitzender des Kulturvereins.
           Wohl behĂĽtet gehen die Autoren von ihren Messeständen in der Eulenspiegelhalle zu ihren Lesungen im benachbarten Till Eulenspiegel-Museum, wo sie -  jeder 15 Minuten lang - aus ihren Werken vortragen. Da brummt ein Braunschweiger Satirelyriker, da zischelt eine Märchenerzählerin, da jagt ein Autor von historischen Romanen mit den Lesern im Galopp durch das GebĂĽsch und das alles zu vielfältigen Themen:

  • Lyrik & Prosa
  • Hoch- & Plattdeutsches, darunter Texte im ostfälischen Platt
  • Satire & Krimi
  • das Leben & die Zeit
  • JugendbĂĽcher
  • Regionalgeschichte

Eine Botschaft an die Kinder: Mutige unter Euch sind herzlich eingeladen, sich unter die Autorinnen und Autoren zu mischen um ein "ausgewähltes Gedicht“ vorzutragen – dieses darf sehr gern auch selbst verfasst sein! Dafür gibt es nicht nur Applaus, den stolzen Blick der Eltern, sondern auch eine Belohnung. Anmeldungen bitte unter
                                          
Ostfalen-Netzwerk, PfarrhofstraĂźe 6, 38315 Hornburg, Tel.: 05334 / 925902
Garniert wird das reiche literarische Angebot durch Kunst und das „Antiquariat B“, das regionale Literatur bereit hält. Der Eintritt zu Eulenspiegel-Halle und -Museum ist frei.
         Am Vortag, Sonnabend, 10. April treffen sich Aussteller und Autoren mit Gästen aus Göttingen und Schöppenstedt, denn um 19:00 Uhr gibt es einen Literaturpreis der besonderen Art, den „Göttinger Lorbeer“. Empfänger ist diesmal das Team des Till Eulenspiegel-Museums, „das sich so vorbildlich fĂĽr diese Einrichtung und fĂĽr Till Eulenspiegel stark macht“. Alle BĂĽrger und Freunde Schöppenstedts sind eingeladen, auch an diesem Ereignis teilzuhaben.

Nachdruck dieser Ankündigung: Wolfenbütler Schaufenster und Schöppenstedter Stadtspiegel

 

...und SO war´s dann:

 

    Auch nachfolgende Generationen an Literatur heranfĂĽhren
    Autoren und Verlage stellen sich und ihre Werke ihrem Publikum in Schöppenstedt bei der Regionalmesse Autor und Buch vor

    Von Tobias Wagner
    SCHĂ–PPENSTEDT
    . Wieder einmal standen die Bücher im Mittelpunkt in Schöppenstedt. Die Messe Autor und Buch öffnete am Wochenende gleich an zwei Orten ihre Pforten.
             In der Eulenspiegelhalle stellten Autoren und Verlage sich und ihre Werke vor. Und die kamen aus dem gesamten Bereich Ostfalen, von Magdeburg und Hildesheim bis Göttingen und Braunschweig.
             „Sie sind alle Leute von uns und sie bieten die Möglichkeit, einen literarischen Blick auf unsere schöne Region zu werfen", sagte Herbert Hass in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kulturvereins, der die Messe ausgerichtet hatte. Neben reichlich Lesestoff gab es auch allerlei handwerkliche Produkte, Kaffee und Kuchen sowie Angebote fĂĽr Kinder.
             Im Till-Eulenspiegel-Museum fanden Lesungen statt. Autoren von der Messe trugen im Viertelstundenrhythmus AuszĂĽge aus ihren BĂĽchern vor. Den Auftakt machte der „Hausherr" persönlich: Till Eulenspiegel, dargestellt von Dag Wachsmann. NatĂĽrlich las er etwas aus seiner eigenen Geschichte vor.
             Unterbrochen wurden die Lesungen immer wieder durch Gedichte, die SchĂĽler vortrugen. Rund 20 Kinder und Jugendliche lasen von ihnen selbst ausgewählte Gedichte. „Die Motivation bei den SchĂĽlern ist hoch", stellte Initiator Thomas Dahms vom Ostfalen-Netzwerk fest.
             „Wir möchten uns ja auch Gedanken um die nachfolgenden Generationen machen und sie an die BĂĽcher heranfĂĽhren." Die jungen Vorleser von der ersten bis zur siebten Klasse kamen aus dem gesamten GroĂźraum Braunschweig.
             Ziel der Messe war es, regionale Autoren und Verlage mit der Bevölkerung ins Gespräch zu bringen und so die heimische Vielfalt an Literatur einem breiteren Publikum näherzubringen.
             Nach der Premiere im vergangenen Jahr wurde die diesjährige Messe noch etwas ausgebaut. Auch fĂĽr das nächste Jahr seien bereits Neuerungen geplant, machten die Veranstalter deutlich.
     

 

Irischer Abend: Bomben-Erfolg

Tetzelstein. Das Konzept ging auf! Der Schöppenstedter Kulturverein und die Gaststätte Tetzelstein hatten zu einem irischen Abend eingeladen. Und dieser Einladung konnten zahlreiche Folkfans nicht widerstehen. Zu Gast war die mitreißende Celtic Folk-Formation „The Band of Moonlight Love" aus Dublin/Irland. Die beiden Musiker Robin James Hurt und Mick Morris verwandelten den Saal im Tetzelstein in einen irischen Tanzboden und das irische Bier, der irische Whiskey und der Irish Coffee taten das ihrige dazu. Der Vorsitzende des Kulturvereins, Herbert Hass, versprach, dass dieses Konzert „nur" der Auftakt zu mehr sein wird.

Schaufenster, 21. März 2010                EK/Foto: Kräwer

 

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
Nostalgische Schlagershow von Christian Poewe

Am Nordharzer Städtebundtheater inszenierte Christian Poewe 2008 „Papageno spielt auf der Zauberflöte“ und wurde daraufhin für die neue Revuette engagiert. Unter dem Titel „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen“ stellte er Schlager über das Schlafen und Träumen zusammen und schrieb eine kleine Geschichte. So entstand ein heiterer Abend über eine Nacht, die nicht enden will. Nicole schaut wie so oft bei ihren Freunden Dieter und Thomas Fernsehen. Als sie gehen will, überreden sie die Jungs, doch über Nacht da zu bleiben. Sie ahnt nicht, auf was sie sich einlässt. Nachdem die Schlafcouch hergerichtet, die Zahnbürste und das Schlaf-T-Shirt bereitgestellt sind, kehrt noch lange keine Ruhe ein ...

Die Vorstellung begeisterte am 21. Februar 2010 in der Eulenspiegelhalle

 


DAS WIRTSHAUS IM SPESSART
Räuberpistole nach Wilhelm Hauff mit Musik von Florian Battermann

Im Spessart treibt eine Räuberbande ihr Unwesen. So lustig, wie man denken mag, ist das Räuberleben anno 1827 allerdings nicht: außer zwei Schmalzstullen gibt es für Warzen-Wilhelm und Pistolen-Paule nichts zu ergattern. Doch plötzlich lockt reiche Beute:
           Es ist Abend. Goldschmied Felix und sein Freund, Kesselschmied Gustav, gruseln sich furchtbar. Unheimlich heulen die Winde und irgendwo schleichen Räuber herum. Endlich der Lichtblick – ein Wirtshaus. Dort erwartet sie schon eine dralle Wirtin, die ihnen Katze als Kaninchenbraten andrehen will und sich auch sonst verdächtig macht. Kurze Zeit später treffen die Comtesse Lieselotte und Jette, ihre Anstandsdame ein. Die Kutsche der Damen ist zu Bruch gegangen. Mit UnterstĂĽtzung von Wilhelm und Paule hält die Wirtin (hinter ihr verbirgt sich Räuber Rinaldo) die Gruppe gefangen, um vom Grafen Balduin ein Lösegeld fĂĽr deren Freilassung zu erpressen
         Mittlerweile haben sich Lieselotte und Rinaldo sowie Felix und Jette ineinander vergafft. Lieselotte behauptet, sie habe sich mit Rinaldos Hilfe selbst befreit, um so die Summe bei ihrem stets verkaterten Oheim abzukassieren. Nachdem sich Balduin zunächst weigert zu zahlen, gibt er schlieĂźlich dem unwiderstehlichen Drängen seiner Nichte nach. Der Sack Golddukaten ist da und die beiden Paare fiebern ihrer Doppelhochzeit entgegen
         In dieser witzigen Fassung des „Wirtshauses“, das in der Verfilmung mit Liselotte Pulver 1958 schon einmal fĂĽr Furore sorgte, wird der Zeitgeist des 19. Jahrhunderts mit aktuellen Anspielungen und einer Menge frecher Frivolitäten bunt gemischt. In den Dialogen tauchen Fernsehsendungen wie "Wetten, dass..?" oder "Forsthaus Falkenau" auf. Und wenn Rinaldo erzählt, er habe neulich sogar Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ĂĽberfallen, der im Gegenzug Geld von ihm verlangte, dann landet der Zuschauer schnell in der Gegenwart. Die Räuberbande sinniert ĂĽber Kurzarbeit und gleitende Arbeitszeit, erörtert einen sozialverträglichen Stellenabbau und ĂĽberlegt, wie lange man bei der Rentenkasse einzahlen mĂĽsste. Hier verlassen wir endgĂĽltig das Jahr 1827 (Urversion von Wilhelm Hauff) und landen hart in der Gegenwart!
         Regisseur Hans Thoenies konnte die märchenhaft komödiantische Geschichte mit vier wechselnden BĂĽhnenbildern mitreiĂźend gestalten. Damit feiert nach der “Feuerzangenbowle“ ein weiterer deutscher Film-Klassiker Triumphe! Nach einer ausgefĂĽllten Saison bot die “Komödie am Altstadtmarkt” und der “Kulturverein Schöppenstedt” am 17. Januar 2010 um 16:00 die wohl letzte Chance, das StĂĽck in der Eulenspiegelhalle noch einmal zu durchleben.
Foto: Komödie am Altstadtmarkt

 


Musikalische Reise mit HeimatgefĂĽhlen

Kulturverein Schöppenstedt lädt zum Neujahrskonzert mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
Von Tobias Wagner

SCHÖPPENSTEDT. Das neue Jahr begann in Schöppenstedt wieder einmal mit hochkarätiger Musik. Das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters unter der Leitung von Musikdirektor Johannes Rieger spielte bereits zum zwölften Mal in der Eulenspiegelhalle auf. „Was wäre Neujahr ohne das Neujahrskonzert in Schöppenstedt?", fragte er. Für ihn und sein Orchester undenkbar.
         „Wir sind froh, dass man uns die Treue hält, denn Anfragen gibt es auch von anderen", sagte BĂĽrgermeister Karl-Heinz MĂĽhe. Die zahlreichen Gäste in der Halle erwartete eine ausgezeichnete Vorstellung. Unter dem Motto „HeimatgefĂĽhle" reiste man musikalisch durch die Lande. Wobei es laut Rieger verschiedene Heimatsichten und natĂĽrlich auch verschiedene Heima-ten gibt. So spielte man die Walzer „Bei uns z' Haus" und „Dorfschwalben aus Ă–sterreich" von Johann StrauĂź und genoss mit Paul Lincke die „Berliner Luft". Nach Italien entfĂĽhrte das Orchester mit Luigi Denza und seinem „Funiculli -Funicula" und mit im Programm war auch der „Slawische Tanz" von Antonin Dvorak. Immer wieder wechselten sich zarte und leichte Klänge mit schmetternden und feierlichen Tönen ab. Die musikalischen Einlagen wurde wie gewohnt von Johannes Rieger moderiert. Charmant und witzig gestaltete er die Ăśbergänge so gekonnt, man nach den StĂĽcken schon gespannt war, womit der Musikdirektor als nächstes ĂĽberraschen wĂĽrde.
         Das Neujahrskonzert erwies sich als Perle der Schöppenstedter Kulturszene. Der Kulturverein Schöppenstedt landete mit der Verpflichtung des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheater einen GlĂĽcksgriff. Brillant gespielt und gut aufgefĂĽhrt läutet das Konzert alljährlich das neue Jahr stimmungsvoll ein. „Das Kulturprogramm strahlt weit ĂĽber die Grenzen der Stadt hinaus", sagte BĂĽrgermeister MĂĽhe.
           Herbert Hass, der Vorsitzende des Kulturvereins, machte auf die nächste AuffĂĽhrung aufmerksam. Am 17. Januar um 16 Uhr wird „Das Wirtshaus im Spessart" von der Komödie am Altstadtmarkt in der Eulenspiegelhalle aufgefĂĽhrt.
WZ, 04.01.2010
 

Versprochen........

Der  Allerletzte Tango
- kriminalistische Farce in drei Akten
von Bernard Fathmann .

Schon das Ohnesorg Theater konnte um 1990 mit dieser Komödie glänzen. Die Frage, die es zu beantworten ga/ilt ist: “Was kann man mit steinreichen älteren Leuten wohl Besseres machen, als sie nach Strich und Faden auszunehmen?”

Die Lösung: man nimmt eine heruntergekommene Luxus-Yacht, versichert sie so hoch wie möglich.... dann lässt man sie sinken! Wer allerdings soll dieses Unternehmen durchführen? Marga kann nicht schwimmen, und Bodo hat es mit dem Rücken. Junge Leute müssen her. Der Plan geht auf, und wie!!

Alle versuchen nun, sich gegenseitig auszutricksen, um an die Gelder zu kommen. Sogar Mord ist geplant. Der Polizei ist - zumindest in diesem StĂĽck - auch nicht immer zu trauen, denn der Tango-begeisterte Kommissar möchte selbst mit den Moneten verschwinden. Doch dann passiert Unfassbares: Frauke entwickelt ein Faible fĂĽr reifere Herren und Dirk lässt durchblicken, dass ihm erfahrene Damen alles andere als unsympathisch sind. Da muss es selbst diesem weltgewandten Kommissar ĂĽberaus schwerfallen, Recht von Unrecht und Tugend von Laster zu unterscheiden. Ob das gelingt? Sehen Sie selbst! Wo? Am  Samstag dem 28. November in der Eulenspiegelhalle. Zur Einstimmung wird steht das Kuchenbuffet ab 14:00 bereit, das StĂĽck beginnt pĂĽnktlich um 15:00.

Die Laienspielgruppe Ingeleben zelebrierte seine Premiere dieses unlösbaren Falles mit großem Erfolg am 31. Oktober im Kulturzentrum Ingeleben. Bevor sie uns besucht, schärft sie den kriminalistischen Spürsinn in Schöningen und Büddenstedt. Im Dezember folgt Grasleben. Das Laientheater zieht also seit seiner Gründung 1981 immer weitere Kreise. Dies ist nicht zuletzt dem Einsatz seiner Regisseurin, Ute Spindler (Foto oben, ganz links), und natürlich den Darstellern Nina Germer, Hartmut Ahlf, Tanja Lazarewicz, Maik Mugai und Markus Keune zu verdanken (danach, von links nach rechts).

...und so wars:


Krimi als Verwirrspiel

Laienspielgruppe zeigt „Der allerletzte Tango"
Von Susanne Beyer
SCHÖPPENSTEDT. Das sind schon so zwei Pärchen, die sich da zusammengefunden haben: Marga (Nina Germer) und Bodo (Markus Keune) suchen per Annonce junge Leute für einen Segeltörn, bei dem sie ihre schrottreife Yacht versenken wollen, um die Versicherung zu kassieren.
Frauke (Tanja Lazarewicz) und Dirk (Maik Mugai) dagegen, die sich auf die Annonce melden, sind darauf spezialisiert, betuchte ältere Herrschaften auszunehmen. Und der zerknitterte Kommissar (Harmut Ahlf), der ihnen schon bald auf die Schliche kommt, ist auch nicht über jeden Zweifel erhaben.
Mit „Der allerletzte Tango" aus der Feder von Bernard Fathmann brachte die Laienspielgruppe Ingeleben auf Einladung des Kulturvereins Schöppenstedt eine köstliche Kriminalkomödie auf die Bühne der Eu­lenspiegelhalle.
Das Stück, mit dem einst schon das Ohnsorg-Theater Erfolge feierte, ist ein kriminalistisches Verwirrspiel par Excellence. Ständig formieren sich die Pärchen neu, betrügen und belügen einander, dass es eine wahre Freude ist, und lassen den Zuschauer selbst nach erfolgreichem Versenken der Yacht noch lange genüsslich im Unklaren.
Und wenn zum Schluss der Kommissar mit der soeben erst vergifteten Marga einen allerletzten Tango tanzt, bevor sie gemeinsam mit der Beute nach Argentinien durchbren­nen, ist die Überraschung perfekt.
Ăśber 100 Zuschauer erlebten einen vergnĂĽglichen Samstagnachmittag mit einem engagierten, spielfreudigen BĂĽhnenensemble. Unter der Regie von Ute Spindler ĂĽberzeugten alle fĂĽnf Darsteller in ihren Rollen mit Ausdruckskraft, Schwung und nicht zuletzt klarer Artikulation.   
   

 

 

Die  EXCELSIOR  JAZZMEN....

Gutspark Heiningen, Juni 2009....haben sich mit ihrer Musik dem NEW ORLEANS- und OLDTIME-Stil verschrieben, so wie er zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts insbesondere in New Orleans im SĂĽden der USA von schwarzen und weiĂźen Musikern gespielt wurde. Der gute alte Jazz entsteht aus einem harmonischen Zusammenspiel - er ist eine Gemeinschaftsarbeit. Das charakteristische Mit- und Durcheinander der Instrumentalstimmen, das ausgewogene Kollektiv entwickelt sich nur aus einem musikalischen und menschlichen ZusammengehörigkeitsgefĂĽhl. - DAS ist es, was sie verbindet! Die EXCELSIOR JAZZMEN stammen aus der Region Braunschweig-Gifhorn, es gibt sie seit 1992. Am Sonntag, 25.Oktober konnten sie im GroĂźen Saal des Gasthauses ”Zum Zoll”  beim FrĂĽhschoppen zum zweiten Mal ihr groĂźes Können beweisen. Wer dabei war war begeistert und freut sich auf ein Wiedersehen und natĂĽrlich -hören!

Sa, 19.09.2009, 19:30, Waldgaststätte Tetzelstein
“Dit un dat op Platt”
- Sketche, Döneken und Lieder in Ostfälischem und Lutter´schem Platt am Tetzelstein -
Gestaltet vom Plattdütschen Arbeitskreis um Friedrich Langenheim (Königslutter)

Mal was Anderes: ein gemütlicher Abend mit vielfältiger Unterhaltung. Auf Wunsch lässt sich die Veranstaltung durch ein traditionelles, urdeutsches Gericht noch geschmackvoller gestalten. Empfehlung:

•„HIMMEL UN EERE“ oder
•„GRÜTZWOST MIT BRATKARTUFFELN“

Im Mittelpunkt aber stehen vielfältige Beiträge, darunter Geschichten, Sketche und Gedichte - vorwiegend aus dem Elm und auf der Grundlage der Elmsagen. Heinz Hüner wird den Verfasser und Ehrenbürger der Stadt Königslutter, Heinz Bruno Krieger in einem kurzen Referat porträtieren.

Gemeinsam mit den Gästen werden mindestens vier Lieder gesungen (Texte liegen aus): das Elmlied, das Rentnerlied, das Zwetschgenlied, das Abendlied...

Lassen sie sich ĂĽberraschen! Der Eintritt ist frei und die Gerichte werden zum Selbstkostenpreis geboten.

 

BegrĂĽĂźung am 19. September:                                Dit und Dat op Platt...

...In den Wochen, in denen diese Veranstaltung ankĂĽndigt wird,  gab es einige interessante, spontane Variationen dieses Titels, so

·        Di tun dat op Platt (kann man, denk ich, akzeptieren)...
·        Dit un dat up Platt
(WF-Zeitung)...
·        Dit und dato p Platt
(WF-Schaufenster)

Da allerdings fangen meine Fragen an. Ich habe mich immer für Fremdsprachen interessiert, aber weit über Englisch, einige französische Brocken des täglichen Lebens und Ur-Braunschwajisch (Postamt Braunschweig) ist dies nie hinausgegangen.
     Das ostfälische Platt mit allen seinen Varianten ist stark im Kommen und hat mich neugierig gemacht. GrĂĽnde sind auch Kontakte zu Monika Roloff (ĂĽber den Kulturverein) und ihren „Freundeskreis  Ostfälisches Platt“  (viele Mitglieder sind anwesend) sowie zu Thomas Dahms mit seinem Ostfalia Verlag und dem Ostfalen-Portal, dem der Kulturverein mittlerweile viele erfolgreiche AnkĂĽndigungen seiner Aktivitäten verdankt. Thomas Dahms ist auch Initiator der Messe „Autor und Buch“, in der Eulenspiegelhalle, die sich zu einem Dauerbrenner entwickelt.
     Ausgangspunkt zur heutigen Veranstaltungen sind allerdings Kontakte zu Friedrich/Friedel Langenheim, Mitglied unseres Redaktions-Teams um JĂĽrgen Mewes der hiesigen Hauszeitung „Tetzelstein“. Friedels Veranstaltungen im Rathaus Königslutter konnten wir bisher zweimal besuchen und genieĂźen. Wir (meine Frau Verena und ich) haben vieles gelernt, doch fehlt es immer noch an der Fähigkeit, selbst Reden in der Ostfälischen Mundart zu halten – dies möchten wir heute gemeinsam mit ihnen ändern. Typisches Beispiel: auf Anregung von Herrn Lagenheim ist der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei, doch volontierte unser häusliches

Bildmitte: Margarete und Hans-Georg Jackisch nach dem Vortrag des Lutterliedes, das Frau Jaschisch damals, im 76. Lebensjahr, verfasst hat

Sparschwein präsent zu sein und mit den wer war doch der Fotograf????Worten „Wenn di dat gefolen hätt...“ auf sich aufmerksam zu machen. Heute Morgen dann der Zweifel: gibt es im Plattdeutschen eigentlich die Vorsilbe „ge“? Muss es nicht heißen „wenn di dat folen hätt“ (oder hieße dies „wenn die ein Fohlen hätte“). Wir werden sehen....!
     Noch ein Wort: dies ist die vierte Veranstaltung des Kulturvereins im Tetzelstein. Immer waren die aktiv Beteiligten mehrere Stunden zuvor vor Ort – so auch heute.  Während aber bisher die die ganze Konzentration der Technik galt (Verstärker, Lautstärke, Beleuchtung), ist heute alles anders: vor einigen Stunden kam der Kreis hier zusammen, um zu plaudern und sich zu stärken fĂĽr das, was da kommt. Die beiden Gerichte im Angebot

•„HIMMEL UN EERE“ oder
•„GRÜTZWOST MIT BRATKARTUFFELN“

wurden „verkostet“ (wie man so schön sagt), letzte Absprachen wurden getroffen. Genießen Sie also einen entspannten Abend, in dem es nur um eines geht: Ostfälische Gemütlichkeit!

Viel SpaĂź!
 

Städtepartnerschaft Schöppenstedt / Athis de L’Orne
- Bürger aus Athis und Schöppenstedt treffen sich im Juli 2009 in Luxemburg -

Unter der Leitung des Kulturvereins Schöppenstedt fand die diesjährige Begegnung der beiden Partnerschaftsstädte aus Niedersachsen und der Normandie  in Luxemburg statt.
         48 Schöppenstedter und 38 Athiser BĂĽrger haben vom 24.7. – 27.7.2009 an dem Treffen teilgenommen. BĂĽrgermeister Karl-Heinz MĂĽhe, die stellvertretende BĂĽrgermeisterin Petra Schmidt und die Mitglieder des Rates Monika Roloff und Ilse Böhmer waren als Vertreter des Schöppenstedter Stadtrates mit dabei. Die Teilnehmer aus Frankreich wurden begleitet von BĂĽrgermeister Alain Lange und der Komiteevorsitzenden Huguette Dujardin.
         Die Idee zu diesem Treffen ist vor zwei Jahren bei einem Besuch der Schöppenstedter Delegation  in Athis entstanden. Das deutsche und das französische Komitee haben damals beschlossen, sich einmal auf der Hälfte der Strecke zwischen beiden Orten zu treffen. Nach einer Busfahrt von 577 km trafen beide Delegationen am Hotel Best Western am 24.7.2009 fast gleichzeitig um 17.00 Uhr im Nachbarland Luxemburg ein.
         Ziel des Treffens war es, die bestehenden Freundschaften zwischen den beiden Städten zu vertiefen und gemeinsam die angebotenen Programme zu erleben. Beim Empfangsabend im Hotel betonte BĂĽrgermeister MĂĽhe, dass die seit 1986 bestehende Freundschaft zwischen den deutschen und französischen Familien die Basis der Städtepartnerschaft sei. Er dankte dem Vorstand des Kulturvereins und besonders Herbert Hass fĂĽr die Planung und DurchfĂĽhrung der Partnerschaftbegegnung 2009 in Luxemburg. BĂĽrgermeister Lange aus Athis hob hervor, dass Menschen die sich kennen und schätzen die Grundlage fĂĽr den Frieden in Europa bilden. Er lud die Schöppenstedter Vereine und BĂĽrger ein am 3.9. und 4.9.2010 am „Grand Comice“  in Athis teilzunehmen.
         Zwei Themenschwerpunkte gab es in diesem deutsch-französischen Begegnungsprogramm: Am ersten Tag stand „Luxemburg als Stadt der europäischen Union“ auf der Tagesordnung. Der zweite Tag wurde genutzt, um die römischen UrsprĂĽnge der Nachbarstadt Trier zu besichtigen. Im Kirchberg Viertel der Stadt Luxemburg hatten die deutschen und französischen Gäste eine FĂĽhrung durch das europäische Zentrum. Dort finden drei Monate pro Jahr Sitzungen des Ministerates der EU statt. Im Kirchberg Viertel befinden sich der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, die Europäische Investitionsbank und das 1974 gebaute Jean Monnet Gebäude, in dem verschiedene Abteilungen der Kommission der europäischen Gemeinschaften arbeiten. Ende der 80er Jahre sind auch das Verwaltungsgebäude Kirchberg und der Europäische Rechnungshof hinzugekommen. Durch die vielen Glasbauten, die von namhaften europäischen Architekten errichtet wurden, zeigt sich das Kirchberg Viertel sehr futuristisch und wirkt sehr kĂĽhl. Der Abend in Luxemburg fand seinen Abschluss in der Altstadt auf der Place d’Armes mit einem Konzert.
         Der Ausflug in die benachbarte Stadt Trier zog die Verbindung vom historischen, römischen Trier zur heutigen Stadtansicht mit seinen gepflegten BĂĽrgerhäusern. Die Porta Nigra, die Ausgrabungen an den Kaiserthermen und am Amphitheater waren ein Teil der FĂĽhrung.
In einem Trierer Weingut gab es zum Mittagessen eine Verkostung von regionalem Wein. Die deutschen und französischen Reisenden haben den Pfälzer Wein sehr gern getrunken. Die gemütliche Atmosphäre in dem Weinkeller trug dazu bei, dass gute Unterhaltungen geführt wurden, obwohl die Teilnehmer der deutschen bzw. französischen Sprache nicht immer ganz mächtig waren.
         Am Montagmorgen verabschiedeten sich die 86 Teilnehmer der Partnerschaftbegegnung sehr herzlich mit der Zusage am „Grand Comice“ 2010 wieder dabei zu sein. Das Foto zeigt alle deutschen und französischen Teilnehmer unter dem Marktkreuz in Trier.

Pressetext: Herbert Hass

 

Pressetext (AnkĂĽndigung)

In diesem FrĂĽhjahr werden Schöppenstedt und seine Besucher vom Reisefieber erfasst! Ausländische und deutsche MitbĂĽrger bereiten ein Programm vor, das sie am 9./10. Mai auf einer Festmeile zwischen Till Eulenspiegel-Museum und Eulenspiegelhalle präsentieren werden. Sechzehn europäische Länder, ihre Bräuche, ihre Musik, ihre kulinarischen Köstlichkeiten und ihre Symbolfiguren werden vertreten sein, wobei der Kulturverein seine engen Bande zu Frankreich und Norwegen einbringt
Zur Vorgeschichte: Am 22. März, zur Eröffnung der Sonderausstellung „Gut, böse, Eulenspiegel - Literarische Symbolfiguren der FrĂĽhen Neuzeit“ erhält Till die Einladung von Graf Dracula, ihn am 10. Mai um 11:00 Uhr zum FrĂĽhstĂĽck zu besuchen. Klar, er beschlieĂźt, dem zu folgen und dabei bei all seinen Freunde - bekannten Figuren aus  verschiedenen europäischen Ländern - vorbeizuschauen. Im ReisebĂĽro lässt er sich die Route ausarbeiten. Das nötige Kleingeld hat er nicht, dafĂĽr aber (wie immer!) eine zĂĽndende Idee: Er erzählt den Schöppenstedtern von seinen abenteuerlichen Plänen und ermuntert sie, mitzukommen. Da er die Reise zum Gruppentarif anbietet, gewährt das ReisebĂĽro ihm, dem Reiseleiter, freie Fahrt.... 

Das Programm: am 9. und 10. Mai (Europa- und Muttertag) ist es endlich soweit: ganz Schöppenstedt ist mit von der Partie und lädt seine Gäste ein, mitzureisen und mitzufeiern. Auf der BĂĽhne, Ecke JĂĽrgen Mewes, der Kopf des GeschehensWallpforte / NordstraĂźe und an Ständen stellen die Nationen ihre Symbolfiguren vor, darunter Don Quichotte, Marco Polo, Odysseus, Nestjerka, Wilhelm Tell, Robin Hood und Dracula. Auch Tetzel wird kurzzeitig wieder auferstehen und Ablasszettel an sĂĽndige BĂĽrger verkaufen. Die Vorbereitungen zum StĂĽck „Das grausige Geschehen im Elm“, verfasst von Marianne und JĂĽrgen Mewes und gestaltet durch ein Ensemble aus Kleiner BĂĽhne WolfenbĂĽttel plus Schöppenstedter BĂĽrgerwehr, durften wir am 17. und 24 April und dann nochmal zur Generalprobe am 8. Mai verfolgen, und wir konnten, gegen acht Dukaten, im voraus Ablass fĂĽr diesen Artikel erbitten. Der Prolog und einige Szenenfotos sollen hier wiedergegeben werden. Die  gute Stimmung, die sie ausstrahlen, werden Ihre Neugier wecken - da sind wir ganz sicher! Aber aufpassen: in den 20 Minuten, die fĂĽr dieses StĂĽck vorgesehen sind, jagt eine Pointe die nächste. Lachen erlaubt - bitte aber kurz und intensiv!!
Hier die Daten und Koordinaten:

Schauspiel   "  Die Sage vom grausigen Geschehen im Elm"
(kleine Bühne Wolfenbüttel und Bürgerwehr Schöppenstedt)
Sonntag, 10. Mai, etwa 17:40, BĂĽhne 1, Ecke NordstraĂźe / Wallpforte

 

Die Kulisse: KĂĽblinger Seenplatte
 

Uwe Kalb: Mönch und Bürgermeister

Aufgepasst, ihr lieben Leute,
hier bei uns erfahrt ihr heute
- und das ist wahrlich nicht gelogen -
wie Tetzel hat das Volk betrogen 

FĂĽr die Vergabe von SĂĽnden, groĂź und klein,
nahm er sehr viel Zaster ein.
Doch ein KĂĽblinger Edelmann schuf die Wende
Und bereitete dem Treiben ein jähes Ende!

Tetzel - noch in Zivil

 

Marianne Mewes - rechte Hand des Autors

08.04.09 Generalprobe im Zolln

 

 

Literarisches aus allen Ecken
Erste Messe "Autor und Buch" in Schöppenstedt – Eine Wiederholung wird bereits geplant
Von Tobias Wagner

Im Gespräch: Marion Rabe aus Dorstadt macht das, wozu die Messe in Schöppenstedt gedacht war: Kontakte mit Menschen aufnehmen.
Foto: Tobias Wagner

SCHÖPPENSTEDT. Lyrik und Prosa in Hoch- und Plattdeutsch gab es gestern in Schöppenstedt. Die Stadt am Elm lud zur ersten Messe "Autor und Buch", der ersten regional-ostfälischen Autoren- und Buchmesse. Den Lesern stellten sich 50 Autoren und 10 regionale Verlage in der Eulenspiegelhalle vor. Sie kamen aus Eichsfeld, Göttingen, Hildesheim, Blankenburg oder Walsrode. Eben aus allen Himmelsrichtungen Ostfalens, also aus Südniedersachsen und dem westlichen Sachsen-Anhalt. Bewusst hatte Thomas Dahms, Organisator und Macher des Ostfalen-Portals mit Sitz in Hornburg, Schöppenstedt als Messeort gewählt. Ziemlich mittendrin und etwas abseits der großen Städte.
Eine Frage bekam Dahms anfänglich von den interessierten Teilnehmern häufig zu hören: "Schöppenstedt? Wo ist das?" Doch nachdem die geografische Lage klar gewesen sei, seien alle sehr zufrieden. "Und alle sind ganz fasziniert vom Ambiente", so Dahms. Im Mittelpunkt standen die Autoren. "Sie sollen nicht nur in Kontakt mit Lesern kommen, sondern sich auch gegenseitig kennen lernen und so Kontakte und Erfahrungen sammeln." Im Till-Eulenspiegel-Museum fanden zeitgleich Lesungen statt. Und das dicht gepackt und abwechslungsreich. Jede Viertelstunde lasen Autoren Ausschnitte aus ihren Werken. Aus der Region war unter anderem Marion Rabe aus Dorstadt dabei, die ihre Bücher "Fräulein Bitte-Danke" und "Ewig bin ich in der Liebe des Lebens" vorstellte. Hierin berichtet sie von ihren Gedanken und Erkenntnissen, die sie in ihrer 25-jährigen Erfahrung in der Beratung und der Begleitung von Menschen in Lebenskrisen gewonnen hat.
Roswitha Söchtig hingegen berichtet in ihrem neuen Buch "Mit den Augen einer Frau" von ihrer Fahrradtour von Braunschweig nach Peking. Die Strecke zwischen Eulenspiegelhalle und -museum konnten die Besucher mit einer Rikscha zurücklegen. "Eine schöne Möglichkeit, die Distanz auf eine sympathische Art zu verkürzen", fand Thomas Dahms.
Gut war die Messe ĂĽbrigens auch fĂĽr Hotels und Pensionen. 25 Teilnehmer ĂĽbernachteten im direkten Einzugsbereich.
Als Veranstalter der Messe trat der Kulturverein Schöppenstedt auf. Dahms verriet im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es bereits Pläne für einen Nachschlag der Messe im nächsten Jahr gibt.
Montag, 06.04.2009

Die Heinz-Erhardt-Komödie zum 100. Geburtstag des Komikers!
 
DER FERIENKĂ–NIG
Inszenierung: Jan Bodinus 
mit: Beatrice Fago, Sandra Krolik, Franziska Wagner, Matthias Bega, Michael Derda, Alexander Grill und Tim Niebuhr 

Dass das Leben manchmal ganz schön verrückt sein kann, diese Erfahrung muss auch der erfolglose Versicherungsvertreter Weiss (Michael Derda) machen, der seine Sommerferien in einem luxuriösen Hotel an der Côte d’Azur verbringt.
Zunächst von allen Gästen gemieden, gewinnt er plötzlich und unerwartet an Attraktivität, als im Hotel das Gerücht um geht, dass Herr Weiss in Wirklichkeit gar kein Versicherungsvertreter, sondern eigentlich der millionenschwere Thronfolger des Königreiches Varana ist. Michael Derda spielt die Rolle, die sich Heinz Erhardt ursprünglich selbst auf den Leib geschrieben hat mit einer Überzeugung, das man glaubt Heinz Erhardt selbst stehe auf der Bühne.
Unvermittelt wird der ahnungslose Mann von den Damen umschwärmt, vom Hotelpersonal aufmerksam bedient und von potentiellen Kunden belagert, die auf einmal unbedingt Versicherungen abschließen wollen. Und so genießt Herr Weiss seinen Sommerurlaub in vollen Zügen, schließlich ist man nur einmal im Leben ein echter „FERIENKÖNIG“. Ob es ihm am Ende gelingt, seinen Kopf rechtzeitig aus der Schlinge zu ziehen und was der echte Thronfolger zu dem Hochstapler wider Willen sagt, dass sollten Sie sich unbedingt selbst ansehen.
Gespickt mit dem unverwechselbaren Humor von HEINZ ERHARDT ist dieses turbulente Lustspiel ein unbedingtes MUSS für alle Komödienfreunde anlässlich des 100. Geburtstages des Komikers!
ANKĂśNDIGUNG WZ

Was ein Gerücht alles auslösen kann

„Der Ferienkönig" von Heinz Erhardt auf der Bühne der Eulenspiegelhalle

SCHÖPPENSTEDT. Freunde des komödiantischen Theaters kamen am Wochenende in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle auf ihre Kosten. Auf dem Programm stand die Komödie „Der Ferienkönig" des unvergesslichen Komikers Heinz Erhardt, dessen Geburtstag sich gerade zum 100. Mal jährte. Auf die Bühne brachte das Stück die Komödie am Altstadtmarkt aus Braunschweig.
Das Leben kann manchmal ganz schön verrückt sein. Diese Erfahrung muss auch der erfolglose Versicherungsvertreter Heinz Weiß (Michael Derda) machen, der seine Sommerferien in dem luxuriösen Hotel Savoy an der Cöte d Azur verbringt. Zunächst von allen Gästen gemieden, gewinnt er plötzlich und unerwartet an Attraktivität: Im Hotel geht das Gerücht um, dass Weiß in Wirklichkeit gar kein Versicherungsvertreter ist, sondern eigentlich der millionenschwere Thronfolger des Königreiches Varana. Unvermittelt wird der ahnungslose Mann von den Damen umschwärmt, vom Hotelpersonal aufmerksam bedient und von potenziellen Kunden belagert, die auf einmal unbedingt Versicherungen abschließen wollen. Und so erlebt Heinz Weiß seinen Sommerurlaub in vollen Zügen, schließlich ist man nur einmal im Leben ein echter „Ferienkönig". Ob es ihm am Ende gelingt, seinen Kopf rechtzeitig aus der Schlinge zu ziehen und was der echte Thronfolger zu dem Hochstapler wider Willen sagt, wird mit sehr viel Witz auf der Bühne umgesetzt.
Allen voran geht Michael Derda in der Hauptrolle. Er brilliert in der Erhardt-Rolle und ĂĽberzeugt die Besucher mit Gedichten und Zoten des Komikers in beeindruckender Weise. SchlieĂźlich wird er von seinem Unternehmen dank eines spektakulären Vertragsabschlusses ĂĽber 500 000 Dollar auch noch zum Bezirksdirektor befördert. Gespickt mit dem unverwechselbaren Humor von Heinz Erhardt sahen die Zuschauer in der Eulenspiegelhalle ein turbulentes Lustspiel, das sie schlieĂźlich auch mit tosendem Beifall belohnten. 
          ust
Udo Starke, WZ am 9.03.2009

GroĂźes Kleinkunst-Erlebnis (auch fĂĽr den Magen*)

HUTHSPIEGEL
EULEN
MACHER

Aus dem Leben eines Nichtsnutz
Lieder und Verse ĂĽber Till Eulenspiegel
von Dieter Huthmacher

Es hat ihn wirklich gegeben, diesen Schalk, diesen Narren, Nichtsnutz, Querdenker und Wortverdreher?
Wenn ja, dann hat er in Dieter Huthmacher einen Künstler gefunden, der ihn auf das Trefflichste ins Bild rückt und zu Wort kommen lässt. Er präsentiert uns einen sympathischen Rebellen und liebenswerten Gauner, der sich gegen die Gedankenlosigkeit in der Welt stellt.
Indem er einfach das tut, was man ihm sagt, erbringt er den Beweis, dass kaum einer meint, was er sagt, noch sagt, was er meint, vielleicht nicht einmal weiĂź, was er sagt - im 14. wie im 21. Jahrhundert.
Dieter Huthmachers Eulenspiegel-Programm lebt durch den Wechsel zwischen Lesung und Lied. Die intensiv bearbeiteten alten Texte, vorgetragen mit großer schauspielerischer Präsenz, lassen Till in seiner Zeit lebendig werden; die Lieder katapultieren ihn ins Heute und spiegeln die tief über die lachenden Augen gezogene Narrenkappe:

Und wann können Sie das erleben? Im Till Eulenspiegel-Museum Schöppenstedt, Nordstraße 4a, am Freitag, 20. Februar 2009, um 19.30 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Schöppenstedt e.V. und des Till Eulenspiegel-Museums Schöppenstedt
* Im Eintrittspreis von 9,€ / Pers. sind das Kulturprogramm und ein derber Imbiss enthalten. (Kartenreservierungen erbeten unter 05332 / 6158)


Dieter Huthmacher unterhielt königlich

Schöppenstedt. In Pforzheim ist Till Eulenspiegel nie gewesen. Was aber nicht heißt, dass man dort nicht eine Menge über den Schöppenstedter Narren weiß. Den Beweis trat am vergangenen Freitagabend der begnadete Liedermacher, Kabarettist, Texter und Interpret Dieter Huthmacher an. Im Till-Eulenspiegel Museum präsentierte er auf Einladung des Museums und des Kulturvereins vor vollem Haus sein Programm „Aus dem Leben eines Nichtsnutzes". Huthmacher begeisterte sein Publikum mit einem flotten Wechsel zwischen Lesung und Lied, immer mit dem Ziel Eulenspiegel lebendig werden zu lassen, mit derben Späßen, Spiegel und allem was sonst noch zu ihm gehört. In der Pause genossen die Gäste einen „derben Imbiss", der diesmal für eine kleine Stärkung sorgte. Und dass Dieter Huthmacher noch viel mehr kann, wird er am heutigen Sonntag, ebenfalls im Eulenspiegel-Museum, demonstrieren. Um 11 Uhr wird seine Ausstellung „Aus dem Leben eines Nichtsnutzes" eröffnet, die bis zum 8. März 40 seiner Holzschnitte und Zeichnungen zeigen wird. Und für alle neuen und alten Fans gibt's dann auch einen kleinen kabarettistischen Nachschlag. Der Eintritt ist frei.

Wolfenbüttler Schaufenster, 22.02.2009 Foto: Kräwer

 

 

Comedian

Harmonists

"Die Comedian Harmonists"
Schauspiel mit Musik von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

„Lasst euch bloß nicht entmutigen! Was wir vorhaben, hat es vorher auf der Welt noch nie gegeben! Das ist ein Traum, den noch nie jemand geträumt hat: Ein Gesangensemble erobert die Welt.“

Sechs junge Männer haben 1927 in Berlin den Traum berühmt zu werden. DIE COMEDIAN HARMONISTS bringt die Geschichte der ersten Boygroup der Welt auf dem Weg zu Weltruhm auf die Bühne. Wer kennt nicht „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“? Ihr Traum wird Wirklichkeit, bis zur Machtergreifung Hitlers. Die heile Welt droht zerstört zu werden, denn drei von ihnen sind Juden. Dies ist eine sowohl unterhaltsame, komische aber auch tragische Geschichte.

Die Comedian Harmonists eroberten die Welt durch ihren individuellen und komödiantischen Musikstil sowie durch ihren Charme. Die Handlung allerdings ist frei erfunden, orientiert sich aber an historisch verbürgten Szenen: die langen Proben, der schnelle Erfolg bei Charell, schließlich der Triumph, der im Philharmonie-Gastspiel gipfelt, dann das Auftrittsverbot durch die Nazis und die Trennung im Streit. 1997 feierte das Stück seine Uraufführung und läuft seither mit überragendem Erfolg an vielen deutschen Bühnen.

Zum 25. Januar um 16:00 hatte der Kulturverein das Theater der Altmark aus Stendal zu diesem Stück in die Eulenspiegelhalle Schöppenstedt eingeladen. Kaffee und Kuchen haben das Erlebnis vortrefflich abgerundet!

Die Comedian Harmonists des Stendaler Theaters der Altmark (linkes und rechtes Foto, von links): Marcel Hoffmann, Andreas Schirra, Klaus Philipp, Patrick Schnicke, und Bernd Marquardt.

Vom Höhenflug bis zum Untergang
Theater der Altmark stellt in der Eulenspiegelhalle Schöppenstedt die Geschichte der Comedian Harmonists dar
 
Von Susanne Beyer                                                                                                                                                                     

SCHĂ–PPENSTEDT. Einen Stoff auf die BĂĽhne zu bringen, der zuvor bereits erfolgreich verfilmt wurde, stellt sicherlich eine ebenso groĂźe Herausforderung dar, wie ein bekanntes Buch ĂĽberzeugend in bewegte Bilder umzusetzen.

Doch falls es dem Theater der Altmark mit den „Comedian Harmonists" ähnlich gegangen sein sollte, war dies der Aufführung in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle nicht anzumerken. Allein das ist schon eine Leistung.
Während zu Anfang des musikalischen Schauspiels aus der Feder von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink die Erinnerung an den Film noch zu unfreiwilligen Vergleichen zwang, gelang es den Stendaler Darstellern der „ersten Boygroup der Welt" schnell, die Gedanken spielerisch und ungezwungen von dem übermächtigen Streifen zu lösen. Dazu trugen auch witzige Einfälle wie der Auftritt eines gewissen „Herrn Heesters" bei.*
)
     Auf der BĂĽhne der Eulenspiegelhalle entwickelte sich sodann die ganze wechselhafte Geschichte des erfolgreichen Gesangsquintetts mit Klavierbegleitung von den ersten mĂĽhevollen Anfängen an. Zwischen Grammofon und Piano, Stehlampe und Kristallleuchter machen die zusammengewĂĽrfelten, zerlumpten Gestalten, die zum Vorsingen bei Harry Frommermann (Andreas Schirra) erscheinen, die Kälte und den Hunger des Winters 1927 auch im beheizten Saal spĂĽrbar. Ăśber Robert Biberti (Bernd Marquardt) finden auch Ari (Marcel Hoffmann), Erich (Klaus Philipp), Roman (Patrick Schnicke) und Pianist Erwin (Gero Wiest) bei Frommermann zusammen. Sie teilen seinen Traum vom weltberĂĽhmten Gesangsensemble.
     Nach Monaten entbehrungsreicher Probenarbeiten stellt sich der Erfolg ein. Ein bis dahin beispielloser Höhenflug nimmt seinen rasanten Lauf. Dass Hitler Reichskanzler wird, registriert die Gruppe im Erfolgstaumel nur am Rande. Doch bald holt sie die politische Wirklichkeit ein, denn drei der Sänger sind Juden. Dass das Sextett diese existentielle ZerreiĂźprobe nicht ĂĽbersteht, ist hinreichend bekannt.
     Die Inszenierung von Markus Dietze ĂĽberzeugte nicht zuletzt durch die gelungene Auswahl der sechs Hauptdarsteller, die die unterschiedlichen CharakterzĂĽge der Sänger und ihre Stimmen vorzĂĽglich in Szene zu setzen wussten. Präzise aufeinander abgestimmter Satzgesang, ĂĽber dem stets zart der Counter-Tenor von Marcel Hoffmann schwebte, und der Charme der bekannten Lieder aus den 20er Jahren sorgten fĂĽr einen kurzweiligen Theaternachmittag.
     Der lange Beifall bescherte dem Publikum nach der tragischen Schluss-Szene noch eine herzergreifend schmachtende Zugabe.

WolfenbĂĽttler Zeitung, Dienstag, 27.01.2009

*) ...direkt aus Stendal zu diesem Artikel (28. Januar 2009):

Hallo Herr Bode,

sicher können Sie jetzt nachvollziehen, warum ich die Comedian Harmonists nach unserer Premiere so euphorisch den vielen Gastspielpartnern angeboten habe. Ich freue mich für Sie und Ihr Publikum, dass Sie in den Genuss kamen. Auch unseren Akteuren hat es bei Ihnen sehr gefallen. Einen Punkt noch am Rande: der erwähnte witzige Auftritt eines Johannes Heesters, den die Frau Beyer erwähnte, stellt sich zwar heute witzig dar, aber doch hat er auch in Wirklichkeit stattgefunden. Und wie im Stück, wollte Bruder Johannes auch im richtigen Leben Geld sehen.

Und was Ihre Hoffnung anbelangt - uns zu sehen und zu hören - an uns soll es nicht liegen. Wir planen übrigens eine Spezial-Derniere für die Comedian Harmonists am 23. Mai. Das findet dann extra im Großen Haus statt. Eintritt wird dann bei Austritt gezahlt. Jeder zahlt, was ihm der Abend wert war. Wir rechnen mit einem vollen Haus. Vielleicht haben Sie ja Lust!

Schöne Grüße aus Stendal, R.G.

 

Musikalische Souvenirs im Gepäck
Neujahrskonzert mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters in Schöppenstedt
 
Von Tobias Wagner
SCHÖPPENSTEDT. Mit einer musikalischen Reise von Spanien bis nach Mittelasien begrüßte der Schöppenstedter Kulturverein das neue Jahr.

„Reiseleiter" war der Dirigent und Musikdirektor Johannes Rieger, der mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters zu Besuch war und das mittlerweile zum 15. Mal. Traditionell spielt das Orchester am 1. Januar in Schöppenstedt das Neujahrskonzert. „Wir wollen sie mit auf eine Reise nehmen und Sou¬venirs mitnehmen  musikalische und keinen Porzellantrödeltand", so Rieger, der nicht nur enthusiastisch dirigierte, sondern auch amĂĽsant und kurzweilig moderierte.
     Die Reise begann mit der OuvertĂĽre „Nacht in Venedig", dem Walzer „Loreley-Rheinklänge" und der Kaiser-Wilhelm-Festpolonaise von Johann StrauĂź. Es folgten die Spanischen Skizzen von Nico Dostal, Czardas von Vittorio Monti, Karneval in Paris und Isländische Melodien von Johann Severin Svendsen. Die Steppenskizze aus Mittelasien von Alexander Borodin, der Bayerische Tanz von Edward Elgar und der Einzug der Gladiatoren von Julius Fucik rundeten den Ausflug ab.
     Das Orchester präsentierte eine groĂźe Bandbreite und brillierte mit eindrucksvollem Spiel. Die Musiker spielten kraftvoll und imposant so¬wie leicht und zart. Vom Publikum wurde das mit langanhaltendem Applaus honoriert.
Herbert Hass, der Vorsitzende des Kulturvereins, überbrachte den Gästen die besten Glückwünsche für das neue Jahr. „Wir werden auch weiterhin für ein kulturelles Leben in der Stadt sorgen." Auch Bürgermeister Karl-Heinz Mühe wünschte ein gutes Jahr 2009 und betonte, dass die Stadt auch in Zukunft den Kulturverein unterstützen werde und bedankte sich für das Engagement.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Jahr bekamen die Kinder in der Eulenspiegelhalle am 17. Dezember um 11:00 und am 18. Dezember um 9:00 und 11:00 einen Klassiker von Astrid Lindgren zu sehen. Das fünfköpfige Ensemble der Komödie spielt mit einer Leidenschaft, das nicht nur die Kerzen am Weihnachtsbaum leuchten lässt, sondern auch die Augen der Kinder, wenn Michel auf der Bühne zum Held wird. Eine Frage: Kennen Sie eigentlich den Michel(?)....


....ich meine MICHEL AUS LÖNNEBERGA, das ist ein kleines Dorf in Småland in Südschweden. Michel ist ein kleiner Junge, aber gleichzeitig stark wie ein Ochse. Mit seinen runden blauen Augen und dem blonden wolligen Haar könnte man ihn fast für einen Engel halten – wenn er schläft. Aber wenn er nicht schläft, dann hat er mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge in ganz Schweden. Oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt. Teils ist es Ungeschick, teils pure Absicht. Mal sammelt er Frösche im Picknickkorb und erschreckt versehentlich die Magd Lina, dann treibt er wieder Schabernack mit den Hühnern. Egal was Michel macht, es endet jedes Mal in einer Katastrophe und jedes Mal sperrt ihn sein Vater Anton zur Strafe in den Schuppen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Michel schnitzt dann immer Holzfiguren. Und weil er so oft im Schuppen sitzt ist seine Sammlung schon ganz schön groß geworden. Aber Michel treibt nicht nur Unfug. Einmal, da ist er ein richtiger Held geworden. Einmal, an Weihnachten, da hat er dem Knecht Alfred das Leben gerettet, das war vielleicht aufregend, aber das sollten Sie sich lieber selbst anschauen.
In einer Forsa-Umfrage, die der Fernsehsender RTL in Auftrag gegeben hat, wurde „MICHEL AUS LÖNNEBERGA“ zur beliebtesten Kinderserie der deutschen Fernsehgeschichte gewählt. Diese unglaubliche Popularität der Geschichten, die 1963 veröffentlicht wurden, hat wesentlich dazu beigetragen, dass die beliebte Kinderbuchfigur von Astrid Lindgren auch auf der Bühne zu einem Klassiker des modernen Kindertheaters geworden ist.
 

 

„Tannenbaum-Spitzen" des Kulturvereins
Von Susanne Beyer

SCHÖPPENSTEDT. Güldenes Tannenbäumchen, Lichterketten und hemmungsloses Gekicher: Andreas Hartmann liest „Elsie". Erinnern Sie sich an die Geschichte dieses kleinen Mädchens, das an Heiligabend beim Versuch, so zu pinkeln wie ihre fünf Brüder, in die Kloschüssel fällt und dort stecken bleibt? Der Braunschweiger Schauspieler und Regisseur des Niederdeutschen Theaters brachte die reiche Situati¬onskomik der Kindergeschichte von Margret Rettich mit seiner urigen Art so richtig schön zur Geltung.

In scharfem Kontrast dazu Heinrich Bolls nachdenklicher „Monolog eines Kellners", der an Weihnachten die Kündigung erhält. Oder Achim Brögers kindliche „Weihnachtswünsche": Bitte ein Meerschweinchen statt des großen Bruders, bitte die Mama „entnörgeln" und bitte keine Angst mehr beim Einschlafen.
Mit der Auswahl seiner Texte bewies Hartmann Fingerspitzengefühl für das breite Spektrum weihnachtlicher Stimmungslagen jenseits aller süßlichen Sentimentalitäten. Während seiner launigen und lauschigen Lesung bescherte er den 60 Zuhörern eine köstliche Mischung an Heiterem, Besinnlichem und Lästerlichem. Egal, ob Brecht oder Heine, Husch oder Ringelnatz, Hesse, Kästner, Astrid Lindgren, Heinz Erhardt oder Franz Hohler - es gab für alle Neues zu entdecken, aber auch viel Wiederhörensfreude.
„Tannenbaum-Spitzen" hatten der Schöppenstedter Kulturverein und das Till-Eulenspiegel-Museum diese überaus'geglückte gemeinsame Veranstaltung getauft. Museumsleiterin Charlotte Papendorf und Herbert Hass vom Kulturverein hatten ein „reizvolles Programm ohne Hektik" sowie „Weihnachtliches für Kopf, Herz und Magen" angekündigt. Sie hatten nicht zu viel versprochen.
Die kulinarische Seite hatten Anne-Kathrin Hass und Barbara Klages mit viel Liebe und Fantasie vorbereitet. In der genussvoll ausgedehnten Pause kredenzten sie dem Publikum ein optisch wie geschmacklich perfektes mehrgängiges Menü unter dem Motto „Lebkuchenmanns Traum". Ein delikater Abend für alle Sinne also, der mit viel Beifall belohnt wurde.

WolfenbĂĽttler Zeitung, 08.12.2008
 

EINZELGĂ„NGER

- Autorenlesung von Birgit Lautenbach am Freitag, 28. November 2008 ab 18:00 in der Gärtnerei Arendts, Schöppenstedt, Neue Straße 5

Nach einem Partybesuch im Braunschweiger Land verschwindet die 16-jährige Tanja Frenzel spurlos. Elf Jahre später wird ihr Skelett im Wald gefunden. Der Schädel zeigt Spuren von Gewalt: Tanja ist keines natülichen Todes gestorben.
        
In ihrem zweiten Braunschweiger Fall lässt das bewährte Autorenteam Lautenbach/Ebend ihre Kommissarin Emma Kampmann gewohnt zäh und beharrlich ermitteln, wer Tanja damals auf dem Truppenübungsplatz Ehra-Lessien verscharrt hat. Im Heimatort des Opfers allerdings will man von ihren Ermittlungen nichts wissen. Zuständig für die Abteilung €ž”Sonderfälle”, verbeißt sie sich Kampmann auch in diese fast aussichtslose Mordsache. Wenn die erfahrene Kommissarin bei ihren Ermittlungen einen dreisten Einbruch und zwei weitere Tote nicht verhindern kann, dann liegt das nur daran, dass auch ihr die wahren Zusammenhänge erst sehr spät klar werden.
        Wer den ersten Lautenbach-Krimi ”Das Kind der Jungfrau" kennt, der trifft hier bekannte Gesichter wieder, so den dicklichen Karowski mit dem blassen Polizeianwärter im Schlepptau, die frisch gebackenen Kommissare SchlĂĽter und Michalek und den dauernd schlecht gelaunten Mehnert. Alle sind so beschrieben, dass man glaubt, sie schon seit langem persönlich zu kennen.

Zusammen mit dem Kulturverein Schöppenstedt lud die Gärtnerei Arendts zu dieser Autorenlesung ein. Für einen festlichen Rahmen sorgen die laufende Adventsausstellung sowie, ab 18:00, der Posaunenchor Groß Dahlum mit weihnachtlichen Klängen. Allerdings musste - zumindest bei dieser Veranstaltung - der Fall ungeklärt bleiben. Davon war durchaus nicht jeder angetan! War Tanja vielleicht nur über Bertrams ausgestrecktes Bein gestolpert? War dies der Schluss, auf den alle warteten??

mehr: http://www.alligatorpapiere.de/befragung-lautenbach-ebend.html                 Pressetext; Nachdruck des Hauptteils im “Schaufenster” vom 26.11.2008

Autorenlesung des Kulturvereins in Gärtnerei
Birgit Lautenbach las aus dem Buch „Einzelgänger“ 

Schöppenstedt. Äußerst spannend ging es vorgestern Abend, am Freitag, in der Gärtnerei Arendts auf der Neuen Straße in Schöppenstedt zu. Der Kulturverein Schöppenstedt lud zu einer Autorenlesung ein. Mit fast 60 Besuchern waren alle Plätze an der Kaminecke im Gewächshaus belegt. Spannend war es, weil es sich um einen Kriminalroman handelt, der hauptsächlich in und um Schöppenstedt spielt. Der Zuhörer, beziehungsweise Leser des „Einzelgängers“ fühlt sich in diesem Roman regelrecht heimisch, wenn Menschen und Landstriche be- oder umschrieben werden. Um eine 16jährige, die nach einem Partybesuch spurlos verschwunden ist und deren Schädel nach elf Jahren zufällig im Wald gefunden wurde, handelt der Ursprung der Geschichte. Über die wieder aufgenommenen Ermittlungsarbeiten der Polizei und die damit einhergehend festgestellten Persönlichkeitsänderungen der damaligen Zeugen, bleibt es bis zum Schluss spannend. Das Buch „Einzelgänger“ können Sie, vielleicht als Weihnachtsgeschenk, in Schöppenstedt bei der Buchhandlung Schmidt erwerben. at/Fotos: Andreas Thurm
 

versprochen....

So, 16.November 2008, nachmittags um 16:30

"De Trooschien”

Komödie in braunschweigischem Platt nach Kishon. AuffĂĽhrung der "Neuen BĂĽhne" in der Eulenspiegelhalle (Schöppenstedt, Wallpforte 6A).  
Schauplatz dieser Komödie, die der Schöppenstedter Kulturverein (http://kulturverein.de.vu) in seine Heimatstadt holt, ist das Heim der Familie Brozowsky. Daniel Brozowsky hat seine Ella vor 25 Jahren geheiratet und sich später als Klempnermeister selbständig gemacht.
       Jetzt will Tochter Vicki ihren Robert heiraten. FĂĽr die Formalitäten fehlt aber plötzlich der Trauschein der Eltern. Der gute Ruf der Familie steht auf dem Spiel. Die vergebliche Suche nach der Urkunde stĂĽrzt den spieĂźigen Bräutigam und seine Mutter in Verzweiflung und die Brauteltern in eine tiefe Ehekrise!
         Man muss wissen, dass die Brozowskys ehedem im Kibbuz, fernab von jeder BĂĽrokratie gelebt haben. So sind sie nicht einmal so sicher, ob ein Trauschein je existiert hat. Haben Sie womöglich jahrelang in wilder Ehe gelebt? Vater Daniel sieht sich gezwungen, die EheschlieĂźung zu wiederholen, aber Mutter Ella möchte Bedenkzeit. Da sieht er nur noch eine Chance: verzweifelt bittet er bei dem Amt seines Heimatdorfes um Hilfe. Die kommt auch prompt in Gestalt von Bunky, einem jungen Landarbeiter und frĂĽherem Nachbarsjungen...
         Ephraim Kishon zeigt in seiner vor Ironie sprĂĽhenden Komödie den eskalierenden Verlauf eines Ehestreites und dessen "glĂĽckliche" Beilegung. In der Erregung wirft man sich gegenseitig Fehler vor, und fĂĽnfundzwanzig Jahre Gemeinsamkeit sind plötzlich nichts mehr. Beide Partner wollen plötzlich gar nicht mehr verheiratet sein, denn frei sein vom Joch der Ehe bedeutet Freiheit im Alltag. Doch so ganz ernst gemeint ist das von keiner Seite. Jeder erwartet nur, dass der andere klein bei gibt.
        
Umgesetzt wird das Stück vom Ensembele der "Neuen Bühne". Dieser Namen steht für 15 Mitglieder des traditionellen, seit 85 Jahren bestehenden "Niederdeutschen Theaters", die sich im Frühjahr 2008 selbständig gemacht haben. Ihr Ziel ist es, den Reiz des braunschweigischen Platt auch im Umkreis ihrer Heimatstadt deutlich werden zu lassen. Der Vorverkauf (€12, Mitglieder €10,-)läuft bei Lotto Ebbers, Steinweg 20 und Elektro Witzel, Markt 7 (beide: Schöppenstedt). Restkarten werden an der Abendkasse zu haben sein.

Fotos: Premiere am 9.11. in Fallersleben          

    Die Mitwirkenden

     Daniel   Dirk Meinecke-Marquard
     Ella        Heidje Rupp
     Vicki      Carolin Walkemeyer

     Bunkly       Peter Balke
     Robert        Oscar Knapheide
     Rose           Dagmar Menke

    Regie:           Manfred Rössler
    R.-Assistenz:  Hannelore Rössler

...und so war´s:

Verwirrung um einen Trauschein

„Neue Bühne" aus Braunschweig überzeugt in der Eulenspiegelhalle Schöppenstedt mit Mundart-Stück

Das Ensemble der Neuen Bühne Braunschweig in der Aufführung von Kishons „De Trooschien": (von links) Heidje Rupp, Dagmar Menke, Dirk Meinecke-Marquard, Peter Balke und Carolin Walkemeyer.Foto: Beyer

 

SCHÖPPENSTEDT. Klempnerstochter Viki (Carolin Walkemeyer) will den schnöseligen Statistiker Robert (Oscar Knapheide) heiraten. Während Vikis Mutter schon das Brautkleid näht, fehlt für die Formalitäten ein wichtiges Dokument: der Trauschein der Brauteltern.

Doch der erweist sich als unauffindbar oder existiert er etwa gar nicht? Ein Skandal, der den guten Ruf der Familie bedroht. Da hilft nur eins: Mutter und Vater müssen so schnell wie möglich noch einmal heiraten. Doch Mutter Ella (Heidje Rupp) kommen Zweifel, ob sie dem aufbrausenden Haustyrannen Daniel (Dirk Meinecke-Marquard) nach 25 Jahren tatsächlich noch einmal das Ja-Wort geben soll.

Bedenkzeit und viele neue Turbulenzen
         Sie fordert Bedenkzeit. Damit gerät Daniels Welt heftig ins Wanken, eine Ehekrise ist programmiert. Mitten in die eskalierenden Turbulenzen stolpert der sympathisch-tapsige Amtsangestellte Bunky (Peter Balke), der sich sogleich in Viki verguckt. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf und wandeln sich erst dann zum doppelten Happy-End, als Ella hinter einem gerahmten Verlobungsfoto unverhofft einen Fund macht: den Trauschein.
           Rund 150 Zuschauer begrĂĽĂźte Herbert Hass vom Schöppenstedter Kulturverein zum mundartlichen Kishon-Klassiker „De Trooschien" in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle. Mit dabei waren viele Freunde der niederdeutschen Sprache wie der „Freundeskreis Ostfälisches Platt" aus Eitzum sowie Chöre und Theatergruppen der ganzen Region. Aber auch diejenigen, die mit dem braunschweigischen Platt nicht so vertraut waren, hatten keinerlei Probleme, dem Handlungsverlauf zu folgen. Sie alle erlebten in der Eulenspiegelhalle eine amĂĽsante und ĂĽberaus turbulente Komödie voller Situationskomik, Sprachwitz undbitterböser Ironie.
           Unter der Regie von Manfred Rössler spielte ein glänzend aufgelegtes fĂĽnfköpfiges Ensemble der „Neuen BĂĽhne" aus Braunschweig. Allen voran die junge Carolin Walkemeyer als lieblich-bodenständige Tochter sowie das ungleiche Paar Dirk Meinecke-Marquard, der nach Herzenslust poltern und wĂĽten durfte, und Heidje Rupp, die die verzweifelte Entschlossenheit der Brautmutter gekonnt auf der BĂĽhne verkörperte. Die „Neue BĂĽhne" besteht aus Mitgliedern des traditionsreichen „Niederdeutschen Theaters", die sich im FrĂĽhjahr selbständig gemacht haben.

Der plattdeutschen Sprache mehr Gehör verschaffen
         Seitdem verfolgen sie in Eigenregie ihr Ziel, der plattdeutschen Sprache auf den BĂĽhnen in und um Braunschweig mehr Gehör zu verschaffen.

Susanne Beyer in der WolfenbĂĽttler Zeitung, Dienstag, 18. November 2008
 

EXCELSIOR JAZZMEN

Gut besucht war der vom Kulturverein Schöppenstedt veranstaltete Jazz-Frühschoppen am vergangenen Sonntag, 26.10. 2008, im großen Saal des Gasthauses “Zum Zoll”. Die Band “Excelsior Jazzmen”aus Gifhorn hat sich der Musik des New-Orleans- oder Oldtime-Stils verschrieben und begeisterte damit das Publikum. Mit vielen Informationen über die Titel und Komponsten führte der Trompeter Ulrich Maneke gekonnt durch das zweieinhalbstündige Programm. Zum vorgetragenen Repertoiregehörten u.a. alte Märsche, Rags, Blues, aber auch Gospels und Pop aus der damaligen Zeit

(at), Stadtspiegel zum 1. Nov. 2008

 

 

 

 

 

APEX BLUES (1928)
AT THE JAllBANDBALL (1917)
BILL BAILEY(1902)
BREEZE (1919)
BUGLE BOY MARCH (1922)
CARELESS LOVE (1921)
CREOLE LOVE CALL (1928)
CUSHION FOOT STOMP (1927) 
DALLAS BLUES (1912)
DARKTOWN STRUTTERSBALL (1917)
DAVENPORT BLUES)
DINAR (1925)
DR. JAll (1927)
IT'S TIGHT LIKE THAI (1928) 

JUST A CLOSER WALK MARGIE (1920)
MARYLAND MY MARYLAND (1861) 
ORIGINAL DIXILAND ONE STEP (1917) 
PANAMA RAG (1911)
ROYAL GARDEN BLUES (1919) 
SOBBIN BLUES (1922)
SOUTH (1924)
SWEET GEORGIA BROWN (1925)
THAT'S A PLENTY (1914)
WABASH BLUES (1921)
WHEN YOU'RE SMILING (1928)
WILLIE THE WEEPER (1920)

 

„Schöppenstedt schillert“ – so konnte man es heute (!!) morgen im Stadtspiegel lesen. In der Tat ist diese Veranstaltung eine Hommage an den großen Dichter, an den wir uns alle aus Schulzeiten erinnern, gut 200 Jahre nach seinem Todestag. Erinnerungen sind manchmal lückenhaft, und da setzen unsere Freunde, Conny und Thomas Kieck an – eben um diese Lücken mit Humor und Musik auszufüllen

An dieses Grundprinzip erinnern sich sicher einige von uns, denn dies ist der zweite Besuch des “Kieck Theaters“ am Tetzelstein. Die erste Aufführung „Liebe Lachen Tod und Teufel“ ist vielen in Erinnerung. Kleine Nachhilfe: Die BZ schrieb einen Aufsatz zum Thema „Auf den Pfiffel eingestellt”.

Was ist dann ein Pfiffel? – Vielleicht eine Frage, die man für das Quiz in der nächsten Ausgabe der Hauszeitschrift „Zum Tetzelstein“ einbauen sollte. Hilfe gibt es vor Ort!

Die Kiecks sind groĂźe Hallen gewohnt! Vor zwei Jahren wĂĽnschten sie sich ein Podest von 3 x 5 m. Das bekamen sie – dieser Raum war dadurch gut gefĂĽllt und die BZ konnte zu Recht schreiben „Literarisches VarietĂ© vor ausverkauftem Haus“. Klar, der Humor nahm auch diese HĂĽrde und zĂĽndete. Dennoch - diesmal beschloss Thomas „wir machen alles selbst“. Viel SpaĂź also mit unseren Allround-Talenten aus Weimar!                     JBO, Prolog 20.09.08


Schöppenstedt „schillert“: Ewig jung ist nur die Phantasie...

Es ist wieder soweit: Am Samstag, dem 20. September, 19:30 Uhr, kommt das Kieck Theater aus Weimar zu seiner zweiten Veranstaltung in die Waldgaststätte Tetzelstein. Alle Gäste der ausverkauften Vorstellung im Oktober 2006 denken gern daran zurück und freuen sich auf ein Wiedersehen - ebenso wie die beiden Darsteller, Conny und Thomas Kieck.
           Etwa 200 Jahre nach dem Todestag Friedrich Schillers wird Cornelia Kieck dessen Texte in die Gegenwart transplantieren und dabei in gewohnter Art mit Elementen der Pantomime und des Schauspiels verbinden. Gott, Tyrann, Prinzessin und Clown erscheinen, edle Ritter mĂĽssen dramatische Abenteuer bestehen. Da wird es spannend und ergreifend, doch werden Schmunzeln und Lachen nicht zu kurz kommen. Die perfekte Untermalung bildeten Musik und Töne von Thomas Kieck. Er verzaubert mit jazzigen Gitarrenklängen, bedient sich aber auch ungewöhnlicher Hilfsmittel wie Klingeln und Pfeifen.
         „Ewig jung ist nur die Phantasie“ fesselt und lässt die Zuhörer ĂĽber lange Strecken die ehedem schulische Plage des Auswendiglernens vergessen – doch schlagartig rĂĽckte diese wieder ins Bewusstsein, wenn Cornelia die (Pausen-)Glocke, vermischt mit allen möglichen anderen bekannten Versen, in schulmädchenhaft-prĂĽfungsnervöser Rezitier-Manier zusammenstöpselt.
           Cornelia und Thomas Kieck fanden sich 1991 zum Kieck Theater zusammen. Seitdem haben sie in ĂĽber tausend AuffĂĽhrungen mit Programmen ĂĽberzeugt, in denen die Grenzen zwischen Dichtung. Schauspiel, Musik, Pantomime und Tanz verschwimmen. Mit ihrer Mischung aus witzigen, dramatischen und nachdenklichen Klein-KunststĂĽcken lassen sie die Zuschauer lachen, träumen, schmunzeln und ergriffen sein. Gastgeber am Tetzelstein ist wieder der Kulturverein Schöppenstedt. Im Vorverkauf gibt es Karten bei Lotto Ebbers, Steinweg 20 und Elektro Witzel, Markt 7 (beide: Schöppenstedt) und in der Gaststätte “Zum Tetzelstein”. Restkarten werden an der Abendkasse zu haben sein.

Pressetext JBO; Nachdruck: Wolfenbüttler Schaufenster, 14.09.2008 & Schöppenstedter Stadtspiegel, 20.09.2008

 

„La Mancha Pyro Productions“: Feuerwerk in Hannover-Herrenhausen

 

FĂĽr die Abbildung danken wir La Mancha Pyro Productions (6. August 2008)

Der Kulturverein Schöppenstedt lud zur Darbietung der philippinischen „La Mancha Pyro Productions“ am Samstag, 30. August anlässlich des achtzehnten Internationalen Feuerwerkswettbewerb in die Herrenhäuser Gärten ein. 

An fünf Abenden zwischen Mai und September treten in Herrenhausen jährlich die besten Pyrotechniker der Welt gegeneinander an – hier handelte es sich um den dritten Termin der Serie. Das Rahmenprogramm aus Kleinkunst und Live Musik lockte schon lange vor Beginn des eigentlichen Wettbewerbes die Menschen in den Lustgarten, den Herzog Georg von Calenberg 1638 anlegen ließ und der später durch Johann Friedrich um ein Schloss bereichert wurde. Ein schöneres Ambiente konnte man sich für dieses atemberaubende Schauspiel kaum vorstellen. Nach einem Pflichtprogramm zu festgelegter musikalischer Begleitung folgte ein Rahmenprogramm aus Kleinkunst, Musik und Gartentheater, bevor sich die Philippinen in einer individuellen Kür präsentierten.

Dieser Wettbewerb ist ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür steht die auf den Philippinen bei Großfeuerwerken führenden „La Mancha Pyro Productions Inc” , seit 1979 auf den Philippinen führend und DAS Unternehmen für Großfeuerwerke schlechthin. La Mancha gestaltet in Kooperation mit dem philippinischen Tourismusministerium internationalen Feuerwerkswettbewerbe. Beim jährlich stattfindenden Makati Foundation Day veranstalten La Mancha simultane Feuerwerke an 33 verschiedenen Orten.

Pressevorlage; Nachdruck im WolfenbĂĽttlr Schaufenster  am 03.08.2008

 

 

 


Von Kulturverein und Till Eulenspiegel-Museum Schöppenstedt organisiert:
“Auf Eulenspiegels Spuren in Franken”

Die diesjährige Reise „Auf Eulenspiegels Spuren“ führte am Himmelfahrts-Wochenende nach Franken. Kathrin und Herbert Hass vom Kulturverein Schöppenstedt und Charlotte Papendorf und Alexander Schwarz vom Till Eulenspiegel-Museum hatten diese Spurensuche gemeinsam vorbereitet. Da dieses inzwischen bereits die vierte von diesem Team organisierte Fahrt war, die sich thematisch mit Till Eulenspiegel beschäftigte, gab es viele Interessenten, die wieder neugierig darauf waren, im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“, was der weltbekannte mittelalterliche Schalksnarr „ Dil Ulenspiegel, geboren uß dem Land zu Brunswick“ im Frankenland alles angestellt hatte.
         Auf dem Weg nach Franken machte der dreiachsige, bis auf den letzten Platz gefĂĽllte Reisebus zunächst Station in Bernburg, wo der Leiter des Bernburger Museums, Dr. Roland Wiermann, die Reisegesellschaft begrĂĽĂźte und interessante Erläuterungen zu einigen wichtigen Gebäuden im Ort und natĂĽrlich zu der Bedeutung von Till Eulenspiegel fĂĽr die Bernburger gab, bevor man sich gemeinsam den Schlosshof und die Gebäude, die aus verschiedenen Epochen stammen, ansah.
           Nach einem zĂĽnftigen FrĂĽhstĂĽck im Turmsaal des Eulenspiegelturms, aus dessen kleinen Fenstern man einen herrlichen Ausblick auf den Schlosshof und die tief unten flieĂźende Saale hat, konnte nach dem Ăśberwinden etlicher Treppenstufen noch ein „leibhaftiger“ Eulenspiegel bewundert werden, der darauf hinweist, dass der Schalksnarr in der Bernburger Historie hier immer im falschen Augenblick geblasen hat, nämlich dann, wenn keine Feinde zu sehen waren.
          Bei dem Besuch in Bernburg wurde auch ĂĽber die Eulenspiegel-Ausstellung im Museum Schloss Bernburg gesprochen, die von Ende Mai bis Mitte September mit vielen Leihgaben des Till Eulenspiegel-Museums aus der Sammlung Leimkugel zu sehen sein wird. Das Mittelalterfest im Schlosshof brachte ein Wiedersehen mit dem Gauklerduo Pampatut, das in der Eulenspiegel-Stadt am Elm bei zwei Eröffnungen von „Schöppenstedt als Buch“ dabei war und mit seinen charmanten Auftritten wohl unvergessen bleibt.
           Erste fränkische Station war dann Bayreuth, mit Eulenspiegel immerhin indirekt verbunden, hat doch die Hauptperson von Wagners „Meistersingern“, Hans Sachs, viele Eulenspiegel-Historien in Verse gebracht.
           Im Mittelpunkt des zweiten Tages stand der Besuch beim jĂĽngsten Eulenspiegel-Museum der Welt, gleichzeitig dem ersten bayrischen, das im Waffenhammer bei Presseck zu finden ist. Gerhard Marek, dessen Bronzefiguren zu fast allen Historien im Jahr 2003 während einer Sonderausstellung auch schon in Schöppenstedt zu sehen waren, und seine Frau Doris Richter begrĂĽĂźten die Gäste, Heimatpfleger Richard SeuĂź fĂĽhrte, und der Fahrer schaffte das Unmögliche und wendete den Bus in der engen Steinachklamm. Beim Mittagessen in Presseck stieĂź der frischgebackene BĂĽrgermeister Siegfried Beyer dazu, dessen GruĂźworte eine seiner ersten Amtshandlungen waren. Der Besuch in der innen ausgemalten Pfarrkirche, der Blick von der Veste Rosenberg ĂĽber Cronach und die Besichtigung des Bayrischen Biermuseums in Kulmbach waren weitere Höhepunkte des Fahrt. Die hatte auch der dritte Tag zu bieten:
Mit Nürnberg, wo gleich drei Eulenspiegel-Historien spielen, die man sich umso besser vorstellen konnte, nachdem man die entsprechenden Plätze in der alten Reichsstadt, wie z.B. die verschiedenen Märkte, den Henkersteg und das Spital gesehen hatte, und der barocken Bischofsstadt Bamberg, wo schon Eulenspiegel für Geld aß.
           Der Sonntag war mehr als nur die Heimreise, denn auch hier gab es noch einige interessante Programmpunkte. Auf dem Panoramagemälde in Bad Frankenhausen begegnete man allen Personen noch einmal, die auf der Reise eine Rolle gespielt hatten: Sachs und DĂĽrer, Luther und MĂĽntzer, Brant und Erasmus, Cranach, StoĂź und Riemenschneider. Die Zeit des Umbruchs zwischen Mittelalter und FrĂĽher Neuzeit, die auch fĂĽr das Eulenspiegel-Buch so wichtig ist, wurde durch dieses riesige Gemälde von 123 Metern Länge und 14 Metern Höhe doch recht anschaulich. Der Narr auf dem Bild war zwar nicht Eulenspiegel, dafĂĽr aber der Maler selbst, Werner TĂĽbke, der von 1983 bis 1987 an dem Bild arbeitete, bevor das Bauernschlachtdenkmal im September 1989, erst kurz vor der Wende also, eröffnet werden konnte.
             Die Fahrt durch den Kyffhäuser und den Harz mit Halt im MĂĽntzer-Geburtsort Stolberg war ein schöner Abschluss der Fahrt, bei der alle die herrliche Landschaft, die immer wieder auftauchenden sattgelben Rapsfelder und die blĂĽhenden Bäume bewunderten. Als Schöppenstedt in der Abendsonne auftauchte, mischte sich die Wiedersehensfreude mit der traurigen Erkenntnis, dass die Fahrt zu Ende ging, und dem Versprechen, bei der nächsten Reise „Auf Eulenspiegels Spuren“ von Kulturverein und Museum wieder mit dabei zu sein.

 


Lupenrein und mit viel Kraft

Pfefferkörner treten in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle auf
Von Susanne Beyer

SCHÖPPENSTEDT. Die Erfolgsgeschichte der „Löwinnen" geht weiter. Nach vier umjubelten Auftritten in Braunschweig im Februar sind die Pfefferkörner an den Ort zurückgekehrt, an dem sie vor fünf Jahren ihre erste Musicalproduktion aufführten.

Der Schöppenstedter Kulturverein, die Kolpingsfamilie und die Tschernobyl-Initiative der Propstei sowie der Schöppenstedter Künstler und Publizist Tobias Wagner als Vermittler holten den Musical-Jugendchor aus Destedt und Band für zwei Benefizkonzerte in die Eulenspiegel-halle. Die Resonanz war groß: Mehr als 500 Menschen aller Altersgruppen wollten sie sehen und hören. Beide Aufführungen waren ausverkauft...Voulez-vous" und „Dancing Queen" gaben den Mädels von Anfang an Gelegenheit, zu zeigen, was sie draufhaben. Unter der Leitung von Karin Jeschke, angetrieben von einer ausgezeichneten Live-Band, kamen sowohl der mehrstimmige Chorgesang als auch Solostimmen lupenrein und mit viel Kraft rüber.
           Die fantasievollen bis glamourösen KostĂĽme aus der Schneiderwerkstatt von „Oma SandvoĂź" vervollständigten den Eindruck auch optisch. Das kam an beim Publikum. Willi Jeschke und Tobias Wagner haben als Autoren der Rahmenhandlung den jugendlichen Chormitgliedern einen roten Faden fĂĽr 13 bekannte Musical-Songs an die Hand gegeben. In dem „Musical von Musical-Fans fĂĽr Musical-Fans" geht es um einen erfolgreichen Chor, der eben auch Pfefferkörner heiĂźt, und eine Gruppe von jungen Fans und Nachwuchssängerinnen, ,die davon träumen, den „König der Löwen" auf die BĂĽhne zu bringen. Am liebsten gemeinsam mit ihren groĂźen Vorbildern.
         Während einige der Chormitglieder tatsächlich beginnen, mit den Kleinen zu proben, tut die „Zickenfraktion" das Ganze als albernen Kinderkram ab. Unterdessen verabschiedet sich auch noch der Star der Truppe, um an  einer Casting-Show teilzunehmen. Den Pfefferkörnern droht eine ZerreiĂźprobe. Doch die guten Löwinnen wären keine Löwinnen, wenn sie nicht fĂĽr ihren Chor kämpfen wĂĽrden. Mit dieser Thematik um Freundschaft und Gemeinschaft, StarallĂĽren und Superstar-Ambitionen, Missgunst und Neid demonstrierten die Pfefferkörner eindrucksvoll, dass sie erwachsen geworden sind. Immerhin liegt das Durchschnittsalter der Sängerinnen mittlerweile bei 16 Jahren.
         Musikalisch spiegelte sich dies sowohl in der Auswahl der Titel aus den Musicals „Mamma mia", „Fade" und „König der Löwen" als auch in den geschulten Stimmen, den schauspielerischen Leistungen und den ausdrucksvollen Choreographien. Eine reife Leistung. Der Erlös der Veranstaltungen geht an die Kindererholung der Tschernobyl-Initiative der Propstei Schöppenstedt.
         Am 14. Mai gibt es um 20 Uhr im Congress-Saal der Stadthalle Braunschweig noch eine ZusatzauffĂĽhrung der „Löwinnen". An diesem Abend fällt gleichzeitig der Startschuss fĂĽr das neue Projekt von Karin Jeschkes Chor und Team: „Junges Musical Braunschweig".

BZ am 01.05.2008

DAS sind die Pfefferkörner:

 

Die Erfolge der Pfefferkörner können sich sehen lassen! Das Destedter Jugendensemble füllte mit dem Drachen „Tabaluga“ zahlreiche Säle - zuletzt vor zwei Jahren. Der Kongress-Saal der Stadthalle Braunschweig und das Schloss Wolfsburg waren ausverkauft. 10 000 Euro konnte der Chor an Peter Maffays Stiftung übergeben. Dieser zeigte sich bei einem persönlichen Treffen imponiert: „Ich bin sehr beeindruckt. Von Euch wird man sicher noch mehr hören“, so der Musiker zum Chor und den Leiterinnen Karin und Lena Jeschke.

Jetzt melden sich der Jugendchor und seine Band mit dem Musical „Löwinnen“ zurück. Es ist die Geschichte von kleinen Musikfans und großen Superstars, von Mobbing und Zickenalarm, aber auch von Freundschaft und Teamgeist. Die Musik stammt aus den Musicals “Fame”, “Mamma Mia” und “König der Löwen”. In „Löwinnen“ spielen die Pfefferkörner eine Gruppe begeisterter Anfänger und ein perfektes Showensemble. A.J., der Chef dieses Chores, kümmert sich wichtigtuerisch um Tourneen und Pressetermine, während das Ego der Sängerinnen weiter schwillt. Er ahnt nichts von der Lawine, die schon sehr bald ins Rollen kommt. Da gibt es einige Überraschungen bevor der letzte der dreizehn Songs verklungen ist und der Schlussvorhang fällt. Alle vier Vorstellungen in der Braunschweiger Brunsviga sind/waren ausverkauft.

Die Story stammt aus der Feder von Willi Jeschke und vom Schliestedter Tobias Wagner (jetzt: Schöppenstedt). Der Veltheimer Musiker Willi Jeschke ist vor allem als Sänger und Kopf der Band „Krôl´s Legacy“ bekannt. Tobias Wagner ist Künstler und Journalist und man kennt ihn vor allem durch seine Karikaturen „Aus Wagners Sicht“ (die auch schon auf der Homepage der Sat.1-Show „Was guckst Du?“ zu sehen waren).

Weitere Informationen im Internet unter http://elm-asse-kultur.de/Kultverein/ und unter http://www.diepfefferkoerner.de.ms/ Die Pfefferkörner in Bildern!

 

 

                                                                                                                                                                                                                                   

 

 

    Der Freundeskreis Till Eulenspiegels