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Diese Aufnahme stellte Elm-Asse-Ballon für unsere Homepage zur Verfügung. Vielen Dank, Frank Stahlkopf!

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Ehe die Altenau in die Oker mündet, begleitet sie den links von ihr ausgedehnten Höhenzug der Asse. Diese besteht wie der Elm aus Muschelkalk und prangt gleichfalls im Schmuck des Buchenwaldes. An den Namen knüpft sich eine Sage:

Ein armer Bauer aus der Umgegend, der die Achse (Asse) seines Wagens zerbrochen hatte, begegnete dem Herren des Landes. Dieser sagte zu ihm: "Mit der zerbrochenen Achse wirst du auch nicht mehr weit kommen". "Oh" entgegnete der Bauer, "wenn mir nur alles Land gehörte, das ich noch damit umfahren kann!" Der Herr versprach, ihm das Land zu schenken, und nunmehr umfuhr der Bauer noch den ganzen Höhenzug, den er fortan als sein Eigentum erhielt und "Asse" nannte.

Im Jahre 1218 erbaute der Ritter Gunzelin von Wolfenbüttel die Asseburg, nach der sich sein zweiter Sohn Busso Herr v.d. Asseburg nannte. Dieser geriet in Krieg mit dem Herzog Albrecht von Braunschweig und mußte ihm nach vierjähriger Belagerung 1258 die Burg abtreten. Man erzählt, die Asseburger hätten während der Belagerung ihren Pferden die Hufeisen verkehrt untergeschlagen, um die Braunschweiger zu täuschen. Wenn diese meinten, die Besatzung sei weggeritten und deshalb die Burg angriffen, so wurden sie zurückgeschlagen, und wenn sie dachten, die Asseburger wären daheim, so holten diese sich Lebensmittel aus der Nachbarschaft. Endlich verriet ein Hirt aus Wittmar dem Herzog die Schliche der Besatzung und erlangte dafür als Belohnung, daß sein Dorf keine Abgaben mehr zu zahlen brauchte. ein andermal täuschte Busso v.d. Asseburg den Herzog, indem er den letzten Ziegenbock in der Burg schlachten ließ und eine Ziegenkeule, die wie Rehbraten zubereitet war, dem Herzog übersandte, damit dieser glaubte, Busso hätte noch große Vorräte an Wild. Als nun der Herzog mit deinen Soldaten abzog, weil er meinte, er könne die Burg doch nicht erobern, warf der Koch den abziehenden Braunschweigern höhnend den Ziegenbart über die Mauer nach. Nun erkannten diese, daß sie getäuscht wurden, kehrten um und eroberten die Burg.- 

Die Asse war einst kaiserlicher Bannwald - hier hatte nur der Deutsche Kaiser das Jagdrecht. Kaiser Otto (912-973) allerdings hatte dieses Jagdrevier den Haberstädter Bischöfen überlassen - die hohen geistlichen Herren pflegten in jenen Zeiten recht freizü+gig und frönten gern der Jagd. Dabei diente der Groß Denkter Pfarrhof als Rastquartier wobei der dortige Pfarrer Sorge zu tragen hatte, dass seine Bauern reichlich Essen und Trinken bereitstellten

 

 

Liebseallee        Die Asse ist ein 8 km langer Höhenzug, der sich von Westnordwest nach Ostsüdost erstreckt. Erdgeschichtlich gehört sie zur Triasperiode (Mesozoikum). Buntsandstein und Muschelkalk sind die Gesteinsarten. Salz wurde bereits vor 250 bis 230 Millionen Jahren in der Zechsteinzeit aus dem Meer ausgeschieden. Die ehemals flach gelagerten Schichten wurden tektonisch vor ca. 110 Millionen Jahren zum heutigen Assesattel aufgefaltet. Durchschnittshöhe: 200m, höchste Erhebung: 234m (Remlinger Herse). Bei gutem Wetter gewährt der Höhenzug Ausblicke auf den Elm, den Harz und natürlich auf die fruchtbaren Lössflächen der Schöppenstedter und der Remlinger Mulde. In direktem Zusammenhang mit diesen Lössvorkommen steht die Besiedlung des Raumes (seit dem 6. Jahrtausen vor Christus) durch donauländische Bauernkulturen. Ein zwischen Elbe und Rhein verlaufender jungsteinzeitlicher Handelsweg streift den Asse-Südrand bei Wittmar. Die vorgeschichtliche Bedeutung dieses Gebietes wird durch das jungsteinzeitliche Gräberfeld bei Wittmar und zahlreiche andere Fundstellen unterstrichen.

    Der Wald: Buchen und Mischwald. Erwähnenswert ist die “Liebes-Allee” am Waldhaus Asse, die ihren Namen sicherlich nicht ganz zufällig trägt.. Die Schneitel-Hainbuchen (Carpinus betulis) sind Relikte Jahrtausende währender Waldnutzung. Ulmen, Eschen, Linden und Hainbuchen wurden in vollem Laub “geschneitelt”, die Äste wurden zur Laubheugewinnung genutzt. Da wenige Bäume eine solch radikale Nutzung überlebten, sind sie aus den meisten Wäldern verschwunden. Seltene Pflanzenwelt. Die Tierwelt: Rehe, Hasen, Kaninchen, Füchse, Wildschweine, kleines Haar-Raubwild, Flugwild.

 

 

Die Asseburg wurde 1218 von Gunzelin von Wolfenbüttel (1170-1254) als Höhenburg und leicht zu verteidigender Wohnsitz aus Muschelkalk und Rogenstein erbaut. Die Fläche betrug 7200 Quadratmeter womit die Anlage mit 178,5 Metern Länge und bis zu 48,5 Metern breite Anlage eine der größten ihrer Art in Norddeutschland wurde. Aber bereits der Bau brachte Schwierigkeiten. 1220 legte Papst Honorius III. im Auftrag der Äbtissin des Klosters Bad Gandersheim Einspruch ein und verlangte sogar den Abriss. Über diesen Spruch setzte sich jedoch Gunzelin, eine machtvolle Persönlichkeit, hinweg und vollendete die Stammburg des Geschlechts Asseburg.
          Im Streit mit den Herzögen von Braunschweig wird 1255 zuerst Wolfenbüttel angegriffen und die Wasserburg zerstört. Danach wenden sich die Truppen der Asseburg zu. Gunzelins ältester Sohn Busso verteidigt sie zäh. Da aber keine Unterstützung zu erkennen ist, wird die Burg in Verhandlungen mit Herzog Albrecht im Winter 1258 für 400 Goldmark und gegen freien Abzug übergeben. Bis zum Jahre 1331 bleibt sie im herzoglichen Besitz, sie bildet dessen Verwaltungsmittelpunkt und Landsitz. Finanzielle Schwierigkeiten des Herzogtums führen dazu, dass die Burg ab 1331 in den Pfandbesitz der Stadt Braunschweig übergeht. In den Zeiten von 1371 bis 1374 und 1381 bis 1392 erfolgt eine Unterpfändung, wodurch sie von 1382 bis 1384 wieder unter die Verwaltung der Asseburger gelangt.
          Von 1392 bis 1406 wird sie erneut vom Herzogtum übernommen. Nach einem Streit gerät der Herzog in Gefangenschaft und kommt nur gegen ein Lösegeld frei, das die Stadt Braunschweig zahlt. Braunschweig erhält dadurch 1406 den Pfandbesitz. Im Jahre 1492 fordern die Welfen nach einer Erbteilung alle Hohheitsrechte und Besitzungen zurück. Doch der Rat der Stadt weigert sich. Mit einem großen Heer rückt Herzog August dann 1492 in der “Großen Stadtfehde” zum Sturm auf die sich widersetzende Stadt; auch die Besatzung der Asseburg wird nach Braunschweig gebracht. Nur einige Männer bleiben zurück und legen am 12. August 1492 Feuer. Die stolze Festung, die nie erobert wurde, brennt drei Tage lang, bevor sie in Schutt und Asche versinkt. Zwar werden die Braunschweiger drei Jahre später im Friedensvertrag durch Herzog Heinrich den Jüngeren verpflichtet, die Burg wieder aufzubauen, sie sind dieser Verpflichtung aber nie nachgekommen. Erst 1992 wurde Braunschweigs Oberbürgermeister Steffens durch den Heimat- und Verkehrsverein Asse von dieser Auflage entbunden.
          Seit 500 Jahren ist die Asseburg eine Ruine. Regen, Schnee und Eis zerstören seitdem ihr Mauerwerk. Aber auch die Bewohner der Assedörfer haben viele Steine von der ehemals großen Wehranlage zum Bau oder zur Ausbesserung ihrer Häuser geholt. Ein Ereignis rückte sie für kurze Zeit nochmals in den Blickpunkt: Eine Hochzeitsgesellschaft unternahm am 14. Juni 1733 einen Nachmittagsausflug in den Assewald um an der Burgruine Picknick zu halten. Es handelte sich um die Vermählung der Prinzessin Elisabeth Christine vom Schloss Salzdahlum mit dem Kronprinzen Friedrich von Preußen (dem späteren “
Alten Fritz”).
          Die 1892 gegründete Assegesellschaft  ist bemüht, die Bedeutung dieser umfangreichen Befestigungsanlage zu erforschen. Von ihr werden auch alle Sicherungs- und Renovierungsarbeiten durchgeführt.    
Friedrich Boddes Kleine Braunschweigische Landeskunde, 1907 u.a.

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