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 AMPLEBER KUHLENWEG (5 km, 90 min) Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurden im Elm
zahlreiche neue Steinbrüche angelegt; 1785 waren 6 herrschaftliche Steinbrüche und ebensoviele Kalköfen in Betrieb. Bedeutsam war die Ampleber Kuhle, nachdem der alte Steinbruch auf der benachbarten Kneitlinger
Kuhle 1693 stillgelegt worden. Einer der eindrucksvolsten Wanderwege im Elm führt um die Ampleber Kuhle, den sog. Herzberggrund in
nebenstehender Karte. Wo er beschildert ist, trägt der Weg die Nummer 32, jedoch gibt es einige bemerkenswerte Aussetzer, z.B. an der mit einer blauen
Hand gekennzeichneten Rechtskurve, wo das Überebleibsel eines Baumstrumpfes wohl früher Träger des Nummernschildes war (das Problem reduziert
sich,übrigens, wenn der Weg in entgegengesetzer Richtung genommen wird). Wir steuernden Parkplatz oberhalb von Ampleben an, gehen auf die Elmkarte zu, dann steil den im Winter als Rodelhang genutzten Berg hinauf und
passieren eineWaldarbeiterhütte mit Kamin. Erst hinter der Bergkuppe, kurz nach dem beginnenden Abstieg, befindet sich die besagte Rechtsbiegung.
Der Weg führt an einer Schutzhütte vorbei zur Kuhle am Herzberggrund, die teilweise durch Barrieren gesichert, aber von den Enden her begehbar ist. Hier
bieten sich viele interessante Einblicke in die Geologie und Vegetation der Umgebung und es fällt nicht mehr schwer, die Geschichte vom sagenhaften
Förster nachzuvollziehen, der im früheren Forsthaus “Zur Ampleberkuhle” lebte. Dieser Mann streifte unablässig mit seinem Schimmel durch die Gegend,
ohne sich noch für Frau und Kinder zu interessieren. Er hat wohl keine Ruhe gefunden, denn noch heute soll er dort gelegenlich gesehen werden...
BARNSTORFER SALZWIESEN Die Salzquelle zu Barnstorf samt angeschlossener Salzsiederei wurde 1438 von Herzog Heinrich d.Ä. an Gerecke
Pawel zu Braunschweig verkauft und 1743 stillgelegt. Die Salzquellen haben der Soltau, die bei Beierstedt in den Bruchgraben fließt, den Namen gegeben.
Das heutige Naturschutzgebiet "Salzwiese Barnstorf" liegt nordöstlich der Ortschaft. Es handelt sich um eine natürliche Binnensalzstelle, die in
Niedersachsen zu den seltensten Biotoptypen gehört (vergl. auch Salzdahlum). Zutage tretendes Grund- und Quellwasser wird aus dem salzstock des Zechstinsockels im norden gespeist. Die Salzwiese befindet sich im
tiefgelegenen Bereich einer breiten Talmulde, in der salzhaltiges Wasser in offenen Lachen zeitweise die Bodenoberfläche bedecken. Durch einen Graben ist das Gebiet in zwei etwa gleich große Bereiche geteilt, in deren Zentren
jeweils stark salzhaltige, vegetationslose Schlammstellen liegen. Daran angrenzend finden sich, in Abhängigkeit von der Salzkonzentration,
charakteristische Halophytenbestände, wie Queller-Fluren, Salzschwaden-Rasen und Salzaster-Bestände (Meeresdreizack, Salz-Hornklee, blaugrüne
Binse und Tausendgüldenkraut). In den Randbereichen schließen sich Flutrasen und Weidelgras-Weiden an. Die besondere Bedeutung dieses
Naturschutzgebietes liegt in der sehr guten Ausbildung sowie in der ausgeprägten Zonierung von salztoleranten Pflanzengesellschaften.
Das Gebiet "Salzwiese Barnstorf" soll als Lebensraum der an diesen Standort gebundenen und teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten sowie
deren Lebensgemeinschaften dauerhaft erhalten und entwickeln werden. Dabei ist die Sicherung und Pflege der charakteristischen Salzvegetation von besonderer Bedeutung. Bearbeitung: Dr. H. Grunert; weiterführende Literatur Rolf Jürgens “Naturschutzgebiet Barnsdorfer Salzwiese, Landschaftsschutzgebiet
Teichwiesen Barnstorf und Große Wiese Warle”. Heimatbuch des Landkreises Wolfenbüttel 2003, 20-23.
Der VILGENSEE (Filiensee) zwischen Dettum und Ahlum ist für die Menschen der Umgebung ein beliebtes Ausflugsziel. Schon in früheren Zeiten muss
das Gewässer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt haben: man nimmt an, dass hier ein altes germanisches Quellheiligtum gelegen hat. Seit 1981
ist das fast 16 Ha große Areal rund um den See als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, in dem man Greifvögel und Reiher beobachten kann.
In Dettum biegen wir rechts in den Beekedamm ein und verweilen kurz an der Bockwindmühle. Sie ist für Gruppen ab fünf Personen nach
Anmeldung geöffnet. Die Telefonnummer: 0 53 33/3 35. Kurz vor der Mühle biegen wir in den Mühlenweg (Neubaugebiet). Nach einem Kilometer halten wir uns wieder rechts und gelangen so zum Vilgensee. Hier sollten man nicht versäumen, den etwas beschwerlichen Weg um den See zu nehmen, da dieser
an zahlreiche Quelltöpfe der “Glue Riede”, eines Zuflusses der Altenau, berührt. Der Weg führt über eine schmale Holzbrücke, danach biegen wir gleich rechts in den einladenden Grasweg
entlang der Hecken, der bald in einen Schotterweg mündet, der uns, gesäumt von Obstbäumen, bis nach Ahlum führt. Mit ein wenig Glück treffen wir hier auf die Schafherde, die in der Ahlumer Feldmark weidet.
In Ahlum bringt uns die Straße geradeaus bis zur Kirche. Hier lässt sich der Ausflug mit einem Rundgang im romantischen Amtsgarten mit seinen stillen Weihern verbinden. Von
hier aus geht's zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Die erste Orientierung ist etwas knifflig: direkt gegenüber der Gaststätte bringt uns die Südstraße auf den Kurs. Sie macht erst einen
Knick nach links und dann gleich wieder nach rechts. Dort, wo sie sich mit der Feldstraße kreuzt, biegen wir rechts ab in die Feldmark. Von hier aus wird's einfacher.
Entlang abgeernteter Felder leitet uns der Wirtschaftsweg hinunter zum Ahlumer Bach,
dem wir hinter der Brücke nach links folgen. Rechts blicken wir auf die romantisch gelegene Wendessener Mühle, die wir jedoch hinter uns lassen. Nun einfach geradeaus entlang des
Bachlaufs. Rechterhand grüßen die ansteigenden Hänge der Asse, links erstreckt sich die
weite Feldmark. Nach gut zwei Kilometern gabelt sich der Weg, wir halten uns rechts. Dort lassen wir uns nicht von dem scheinbaren Wegende irritieren,
ignorieren auch die erste Linksabbiegung, sondern balancieren auf einer ziemlich mickrigen Holzplanke über den Graben. Ein Trampelpfad bringt uns nach
wenigen Metern wieder auf befestigten Boden. Dieser Feldstraße folgen wir bis zur nächsten Abzweigung nach rechts. Hier wartet unser Pausenplatz:
derVilgensee. An dem idyllisch gelegenen Weiher laden Bänke zur Rast ein. Weiter geht's den Hügel hinauf, hinter dessen Kuppe die Dächer und der Kirchturm von Dettum die Richtung weisen.
Von Dettum aus lässt es sich auch bequem durch die Feldmark ins Reitlingstal radeln. Im Ort geht es die Hauptstraße entlang in Richtung
Hachum/Gilzum. Bis zum nächsten Bach geht es geradeaus, ehe sich rechts ein Feldweg zum Weiterfahren anbietet. Nach rund 700 Metern führt eine
kleine Brücke über den Bach, die den Weg nach Gilzum freigibt. Etwa 50 Meter muss dann entlang der Bundesstraße gefahren werden, ehe auf einem
Feldweg nach Evessen gefahren werden kann. Von Evessen aus geht es nach Erkerode. Am Schild Obstbaumsiedlung führt der Weg rechts zwischen den
Obstbäumen hindurch. Rund 500 Meter hinter dem Ort befindet sich ein Parkplatz, von dem aus ein geschotterter Wanderweg abseits der Straße beginnt.
Auf ihm kann man, immer am Waldrand entlang, bis zur nächsten Straße fahren, die dann bis zum Ende des Reitlingstales führt. Von dort aus kann man,
möglichst zu Fuß, die ehemaligen Wallanlagen der Krimmelburg erklimmen, zu denen ein Fußweg von der Gaststätte Reitling aus führt.
Angenehm ist die Rückfahrt, die am Lokal “Zum Holzwurm” vorbei nach links nach Evessen führt, über Gilzum geht es weiter nach Hachum. Dort
besteht die Möglichkeit, sich die Windkraftanlage anzuschauen, ehe es zur Straße von Ahlum und dann zurück nach Dettum geht. Über den Filien-see
wird dann wieder der Ausgangspunkt Dettum erreicht.
ERKERODE Die schönsten Versteinerungen des Elms
enthält der obere Muschelkalk (Trochitenkalk): es sind die herrlichen Seelilien (Encrinus liliiformis), für die die Steinbrüche unterhalb Erkerode ein klassischer Fundort sind.
Brennesseln haben sich dort mit domigen Sträuchern zu einer dichten, dunkelgrünen Blätterwand verwoben. Wer sich durch eines der kleinen Schlupflöcher am Geläde der Fensterfabrik
den Weg ins Dunkel bahnt, steht wie aus dem Nichts vor den weißen Elmkalksteinwänden, die in bizarren Formen steil nach oben ragen. Sie sind der größte Seelilienfriedhof der
Welt. Nahezu jeder Steinklumpen, der auf dem Boden liegt, entfaltet seine eigene Welt, sobald sich die Augen an das dämmrige Licht gewöhnt haben. Sonnenstrahlen, die sich den
Wegdurch die dichte Blätterwand bahnen, lassen Licht- und Schattenflecken auf dem weißen Kalkstein tanzen. Eine märchenhafte Stimmung entsteht, die zur Geschichte der Seelilien passt.
Sämtliche Versteinerungen deuten auf Meerestiere hin. Dicht an dicht lebten die Seelilien [>] hier vor 280 Millionen Jahren im heutigen Gebiet des Adamshais, als es noch
überflutet war. Ihre knollenförmigen Körper sind über einen Stiel mit dem Seeboden verbunden. Wie lange Blütenblätter strecken sie ihre Trochiten in die Höhe. Gleich vieler kleiner
Fangarme werden sie zur Falle für ihre Nahrung, denn trotz ihres blumigen Namens sind Seelilien Tiere. Als der Boden zu Kalk versteinerte, blieben die Seelilien im Kalk erhalten.
Heute sind Seelilien nur an den Rändern des Elms, im weißen, weichen Elmkalkstein zu finden. In der Mitte des Elms ist durch Erosionen der härtere,
untere Kalkstein zum Vorschein gekommen. Die Sammlung Klages (Königslutter) besitzt mehrere hundert Exemplare. Eine große Steinplatte zeigt 16
Seelilienkronen mit Stielen bis zu 70 cm Länge. Das einzigartige Seeliliengrab gewann mythische Bedeutung. Bereits in der Steinzeit ist der. Trochitenkalk
zu Halsketten verarbeitet worden. Die röhrenartigen Trochiten dienten als Nervenkanal der Tiere. Der Kalk wurde aus den Röhren gebrochen, so dass
Glieder mit einem Loch entstanden. Sie wurden zu Ketten aufgefädelt. Ein Zeichen der Tapferkeit war der Trochitenkalk für die Germanen - diese
Bedeutung blieb lange erhalten. Während der Christianisierung mussten Heiden ihre Trochiten als “Hexengeld” abgeben.
Im Mittelalter diente Trochitenkalk als Baumaterial für arme Menschen. In Evessen steht ein Haus aus diesem Material, an dessen Oberfläche
Seelilien und Muscheln zu sehen sind. Dieses Trochitenkalkhaus (jetzt: Garage) steht neben dem Tumulus, auf dessen Kuppe eine 600 Jahre alte Linde wächst.
Mit Seeigel und Seestem verwandt
Vor 230 Millionen Jahren, als unsere Gegend den Meeresboden des
germanischen Muschelkalkmeeres bildete, war die Seelilie Encrinus liliiformis eines der häufigsten Lebewesen am Meeresgrund. Encrinus liliiformis war keine Pflanze, die im Meer wuchs, sondern ein Tier. Ihr
Name stammt aus der Zeit, als die Lebewesen noch nach ihrem Erscheinungsbild benannt wurden. Seelilien waren Verwandte der Seeigel und Seesterne. Sie waren darauf spezialisiert, mit ihren Armen
mikroskopisch kleine Nahrungsteilchen aus dem Meerwasser herauszufiltern. Da sie dabei ihr planktonisches Mahl mit der Strömung des Wassers wie auf einem Fließband serviert bekamen, waren sie in der Regel
mit ihrem Stiel fest am Meeresboden angewachsen. Heute gibt es lebende Seelilien nur noch am Grund der Tiefsee oder als Fossilien zum Beispiel im hiesigen im Naturhistorischen Museum zu bewundern. Dort und in der
Klages-Sammlung in Königslutter werden auch einige gut erhaltene Kelche dieser eigenartigen Tiere gezeigt.
Viel häufiger und bekannter sind die fossil erhaltenen Seelilienstiel-glieder (Trochiten), die im Volksmund als Sonnenradsteine,
Sonnensteine, Rädersteine, Bonifatiuspfennige, Hexengeld, Hünentränen, Wichtelsteinchen, Zwergen- und Mühlsteinchen bezeichnet werden.
Sie scheinen seit jeher die Menschen fasziniert zu haben. So wurden in einem jungsteinzeitlichen Grab in Frankreich durchbohrte Trochiten als
Halskettenanhänger gefunden. 1714 wurden sie in einem Medizinbuch bei verschiedenen Krankheiten wie Gliederzittem, Nasenbluten, Epilepsie,
Nachtschrecken, Melancholie, Schwindel, Nieren- und Lendenschmerzen sowie gegen giftige Tiere, zur Förderung der Nachgeburt und Steigerung
der Tapferkeit empfohlen. Noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts wurden Trochiten in Apotheken verkauft. Sie mussten zu Pulver zerstoßen
eingenommen oder ganz verschluckt werden. Fritz J. Krüger, Braunschweiger Zeitung, 1.11.2001
KLEIN VAHLBERG Eine Sonderstellung unter den Grabhügeln nehmen die Tumuli oder Hochs ein. “tumulus” ist zunächst nur das lateinische Wort für
Hügel. Es wird verwendet für besonders große, meist von Bäumen bekrönte Hügel in beherrschender Lage auf Höhenrücken und Kuppen. Im Kreisgebiet
sind sechs Hochs erhalten. Auf dem Evesser Tumulus steht eine mindestens 800 Jahre alte Linde, unter der bis zum Jahre 1808 das Vogteigericht tagte.
Um die Linde nicht zu gefährden, hat man bisher darauf verzichtet, herauszufinden, was unter dem Hügel verborgen ist.
Sein Rätsel preisgeben mußte hingegen der Tumulus von Klein Vahlberg, das wie Evessen im Landkreis Wolfenbüttel liegt. Dieser Grabhügel ist
immerhin vier Meter hoch und heißt Galgenberg, denn früher gab's eine Hinrichtungsstätte am Südrand des Hügels. 1907 grub sich Museumsdirektor F.
Fuhse, in den Hügel und entdeckte als unterste (und älteste) der Bestattungen drei Körpergräber vom Ende der Jungsteinzeit, darüber vermutlich eine
bronzezeitliche Bestattung und schließlich ein Grab aus dere Merowinger Zeit. An der Basis fand er zwei Skelette, die Archäologen als liegende Hocker
bezeichnen und ins Ende der Steinzeit datieren. Grabbeigaben wie eine Fußschale und ein Henkeltöpfchen gehören zur Glockenbecherkultur. Über diesen
Gräbern wurde eine rechteckige Kammer aus Bruchsteinen errichtet. Von dem darin bestatteten Toten war nur noch ein Schienbein vorhanden, außerdem
Scherben und Knochen eines Hundes. Das Grab ist also ausgeraubt worden. Diese Kammer soll aus der älteren Bronzezeit stammen und war mit Erde
bedeckt. Darauf wiederum wurde in der Merowingerzeit eine Frau bestattet. Holzkohle und Tierknochen im oberen Teil des Hügels interpretieren
Wissenschaftler als Reste des Totenschmauses. Grabbeigaben wie Perlenkette, Gürtelschnalle und Gefäße erleichtern die zeitliche Bestimmung: Sie
stammen aus dem siebten Jahrhundert. Dieses Grab soll ohne Parallele im Braunschweiger Raum sein. Vermutlich ist dort eine Frau beerdigt worden, die
zu einem wichtigen Geschlecht zählte. Südlich von Klein Vahlberg, ist ein weiterer Hügel dieser Art zu erkennen. Die Einheimischen nennen ihn
„Meescheberg". JMewes
KÖNIGSLUTTER
Geologische Wanderung
Erlebnispfad Lutterbach
Rund um den Dorm (Radtour, 35 km, 2,5 Stunden)
Von Schöningen über Sommerschenburg, Harbke nach Helmstedt und zu den Lübbensteinen (Radtour; je Richtung 40 km)
Unsere Tour beginnt am Marktplatz in Schöningen, von wo aus wir die Salzstraße nehmen,
links in die Schützenbahn abbiegen, rechts über die Bahnhofstraße fahren und dann weiter auf dem Ohrsleber Weg. Wir passieren eine Bahnunterführung, halten uns rechts und radeln
bei der folgenden Kreuzung geradeaus in die Feldmark. An der ersten Gabelung fahren wir nach links, kommen an der Fleitsmühle vorbei und überqueren einen Graben. Danach biegen
wir scharf links ab. Der Weg führt über eine Kreuzung hinweg durch eine Landschaft von herbem Charme und mündet auf der Landstraße, der wir in gleicher Richtung und später rechts abknickend zum Fährturm folgen, der einst die Furt durch das Flüßchen Aue
schützte. Das heutige Anwesen war im 16. Jh. Zollstelle, Gasthaus und Poststation mit der Möglichkeit des Pferdewechsels. Dort nehmen wir die Schöninger Straße, biegen rechts in
die Bäckerstraße, halten uns dann links in Richtung Oschersleben, dann rechts in Richtung Wackersleben. Mit herrlichen Blicken über die Stadt Schöningen zum Elm und zu dem weiter links gelegenen Huy gelangen wir auf einer gepflasterten, teilweise geteerten Landstraße nach Hötensleben. Dort geht es geradeaus in die Barneberger Straße, von dort
links ab. Am Ortsausgang biegen wir links auf eine Straße ein, die in die Feldmark führt und noch die Fahrspuren früherer Zeiten aufweist. Vorbei an einem Naturschutzgebiet vorbei
zeigen sich links und rechts mehrere Teiche. In der Höhe von Offleben stoßen wir auf eine Straße, auf der wir nach rechts fahren, um uns hinter der Bahnunterführung auf einem
Plattenweg wieder nach rechts zu wenden. Dieser Weg endet an einer Straße, auf der wir links nach Bameberg gekangen, das 1160 erstmals urkundlich aufgeführt wurde. Das Gotteshaus ist ein neugotischer Bau von 1885, in den der spätgotische Turm der Vorgängerkirche einbezogen wurde.
Im Ort halten wir uns in Richtung Haldensleben. Am Ausgang wählen wir den rechten Ast einer Gabelung, der gepflastert ist. An der nächsten Gabelung halten wir uns wieder
rechts und fahren auf einem geschotterten Weg weiter. Er kreuzt einen Weg, ist dann mit Platten belegt und mündet auf eine Straße. Auf ihr können wir rechts einen Abstecher nach Üplingen unternehmen. Das ehemalige Stiftsgut stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jh. Etwa
zeitgleich wurde die Dorfkirche, ein seltener achteckiger Zentralbau mit bekrönender Laterne, errichtet. Ansonsten radeln wir mit Ausblicken auf das Braunkohlerevier und den Elm an
Abraumhalden eines ehemaligen Eisenerzabbaues vorüber auf der Landstraße nach links. Wenn die Kraft reicht, können wir den Umweg über Ummendorf machen. Dazu biegen wir vor einem landwirtschaftlichen Großbetrieb rechts auf einen Plattenweg ab und kommen dann an
Abraumhalden vorbei, die sich zwischenzeitlich bewaldet haben. Unsere Route verläuft an einer Gabelung nach links, kreuzt eine Bahnlinie und endet an
der F245. Auf ihr gelangen Sie rechts in den Ort. Wir halten uns geradeaus und an einer Gabelung Richtung Autobahn links, wo wir auf die
Sommerschenburger Straße einbiegen. Der gepflasterte Fahrweg setzt sich später als Obstbaumallee fort. An zwei dicht aufeinander folgenden
Gabelungen fahren wir weiter geradeaus und kommen links an mehreren Gebäuden vorbei. Nachdem wir eine schlechte Wegstrecke bewältigt haben,
radeln wir auf einem Plattenweg nach rechts. An der nächsten Gabelung halten wir uns links und stoßen auf eine Straße, der wir rechts nach Sommerschenburg folgen, wo sich der Abstecher wieder mit der Hauptroute vereinigt.
Die Hauptroute verläuft auf der Landstraße direkt nach Badeleben, dessen Kirche bis zum Anfang des 13. Jh. zurückgeht.Wir nehmen die erste
Gabelung rechts, dann geht es geradeaus eine gepflasterte Straße hinauf. Kurz vor dem Waldstück führt links ein Asphaltweg zum Naherholungsgebiet mit
Naturbad, Gaststätte und Bungalowsiedlung. Hier gibt es ein reiches Fossilien-Vorkommen. Nun ist es nicht mehr weit bis nach Sommerschenburg, einem geschichtsträchtigen Ort. Wir halten uns rechts, überqueren die Hauptverkehrsstraße hinweg und fahren geradeaus. Auf einem rechts abknickenden
Plattenweg geht es weiter. Er stößt auf eine asphaltierte Straße, der wir nach links folgen. An der nächsten Gabelung halten wir uns links und fahren mit herrlichen Ausblicken am Waldrand entlang nach Marienborn. Wir wählen die erste Abzweigung links und nehmen die nächste Gabelung, ebenfalls links.
Unsere Route verläuft auf einem Plattenweg in die Feldmark, zweigt dort rechts auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg ab und setzt sich links auf einen
Weg quer durch den südlichen Lappwald fort. Schließlich stoßen wir auf eine asphaltierte Straße, in die wir links einbiegen. So erreichen wir Harbke, den
früheren Mittelpunkt der deutschen Forstbotanik war. An der Ruine des Schlosses vorbei/nochmals links/in der Dorfmitte rechts. Am Rande der F 245 gelangen wir nach Helmstedt .
Die Region um Helmstedt ist überreich an archäologischen Fundstätten, ja geradezu verwöhnt im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands.
Die Schöninger Speere, deren Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus reichen und die Hünenburg bei Watenstedt seien hier erwähnt. Beispiellos jedoch erheben sich die mehrere tausend Jahre alten Lübbensteine auf dem Hügelrücken des St. Annenbergs in Helmstedt. Diese sind recht
einfach zu finden, sie stehen in der Nähe der Bundestraße 1 von Helmstedt nach Königslutter. Am besten folgt man vom Ortsrand Helmstedts aus den
Hinweisschildern am Straßenrand (rechts von der B1 geht eine kleine Straße ab) hier glangt man auf einen kleinen Parkplatz und geht noch ca. 200m den
Hang hinauf (nördlich) zum St. Annenberg Die Astro AG der Helmstedter Kreisvolkshochschule hat dort ihren festen Beobachtungsplatz des
Sternenhimmels über Helmstedt, wie er schöner nicht sein könnte. Mehr als der einzigartige 360 Grad Rundumblick auf dem 130 Meter hohen St.
Annenberg allein erregen jetzt die Lübbensteine unsere Aufmerksamkeit, Großsteingräber aus dem 3. Jahrtausend v. Chr,, die ursprünglich mit Erde bedeckt waren. Deren graue Knollenquarzite leuchten dem Besucher weiß entgegen.
Die Lübbensteine, eine grandiose Stein-Formation aus Braunkohlequarzit, vermitteln dem Besucher den Eindruck, als seien sie nicht nur ein
Bestattungsplatz der neolithischen Bevölkerung des heutigen Helmstedts gewesen: Die auffällige Nord-Süd-Ausrichtung gab den ersten Anstoß zu der
Überlegung, dass sie vielleicht auch als steinzeitlicher Kalender zur Bestimmung der Jahreszeiten gedient haben mögen. Da der Hügelrücken des St.
Annenberges ziemlich genau in Nord-Süd verläuft, könnte er eben aus diesem Grunde für die Errichtung der Grabanlage ausgewählt worden sein. Dieser Gedanke begründete ein Projekt der Kreisvolkshochschule, in dem die astronomische Situation an den Lübbensteinen überprüft wurde. Dabei stellte
sich das Problem, dass diese eindrucksvollen Großsteingräber ausgerechnet in den 30er-Jahren, von 1935 bis 1936, im Auftrage des Braunschweigischen Ministerpräsidenten rekonstruiert worden sind: es stand zu befürchten, dass
hierbei möglicherweise nachträglich ”Idealzustände" hergestellt worden sind, die den früheren Steinsetzungen nicht genau entsprachen. Nach einem Ausgrabungsbericht konnte die bauliche Konzeption zumindest des nördlichen
Grabes weitgehend ermittelt. werden. Damit ließ sich dieses Grab verhältnismäßig genau rekonstruieren. Das vordere, südlichere Grab, war in einem weitaus schlechterem Zustand, denn hier waren in sehr viel größerem
Maße als beim nördlichen Gegenstück Steine weggeschafft und für andere Zwecke verwendet worden. Die Wiederaufstellung am originalen Standort fiel daher deutlich fragmentarischer . Die Himmelsbeobachtungen indessen verliefen
positiv. Es zeigte sich, dass die untergehende Sonne zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende eine auffällige Position über dem Höhenzug des Dorm eingenommen hatte. Die zum Frühlingsbeginn festgestellte genaue Westrichtung
der Untergangssonne zur Tag- und Nachtgleiche hatte wegen der einigermaßen genauen Nord-Südrichtung der Grabanlage niemanden besonders überrascht. Danach sind ihre Längsachsen wie auch ihre gemeinsame Verbindungslinie
annähernd Nord-Süd ausgerichtet, allerdings ist das südlichere der beiden Gräber gegenüber dem nördlichen um rund sechs Grad nach Westen versetzt. Damit können die Azimute der extremen Sonnenstände für die Zeit 3500 vor
Christus berechnet werden. Die Archäologen grenzen die Entstehungszeit der Lübbensteine auf etwa 3500 bis 3400 Jahre vor Christi Geburt ein, die damit älter als die
Pyramiden von Gizeh sind (die Cheops Pyramide entstand etwa 2700 Jahre vor Christus). JMewes
Sagen und Legenden: Vor Urzeiten soll auf dem Helmstedter Bötschenberg ein Riese gehaust haben, der sich dort ein Haus bauen wollte. Da
er die für den Bau benötigten Steine in näheren Umkreis nicht fand, wanderte er in die Nordlande, wo es diese Steine in gewünschter Größe und Menge
gab. Er stopfte sich die Taschen voll und begab sich auf dem Heimweg. Kurz bevor er zu Hause war, legte er eine Pause ein und setzte sich, um seine
lehmverklebten Schuhe zu säubern. Die herabfallenden Lehmklumpen türmten sich dabei zu einem Hügel und bildeten den heutigen St. Annenberg. Als der
Riese wieder aufstand, fielen ihm einige der Steine aus der Tasche, ohne es zu bemerken, setzte er seine Reise fort. Die von ihm hinterlassenen Brocken werden heute die Lübbensteine genannt. ÜBERSICHTSKARTE
Weblinks: JMewes http://www.dryadesgarten.de/stones/luebben.html http://www.heiligesteine.de/uebersicht/luebbensteine/luebbensteine.html
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Schlecht ausgeschildert wie (fast)
alles im Elm: zur Warburg geht´s an diesem Stein rechts-bergauf!
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Alte Burg Warberg - Rekonstruktion
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WARBURG Über die Straße von Räbke aus zu erreichen und eine Viertelstunde südwestlich des Dorfes Warberg liegt oberhalb des Güldensprings im Forstort „Alte Burgstelle" eine mittelalterliche Burganlage. Der Forstweg ist bis zur Gabelung auch mit Fahrrädern zu befahren, der Abzweig aber leicht zu verfehlen. Nach weningen hundert Metern bergauf ist
(unterstützt durch die obige Tafel) die fast kreisförmig angelegte Hauptburg mit 47 Meter Durchmesser zu erahnen, die nach drei Seiten hin von einem doppelten System an Gräben und Wällen
umschlossen ist. Nördlich der Hauptburg liegen noch einzelne Wall- und Grabenteile, die wahrscheinlich einer Vorburg angehörten. Die beträchtliche
Größe der Gesamtanlage (Durchmesser bis zu 180 Meter) läßt auf eine bedeutende Burg schließen, die den alten Dietweg am Elm schützte. Vor 1300
wurde diese alte Burg Warberg von dem Erzbischof von Magdeburg während seines Feldzuges gegen den König Otto IV. von Sachsen zerstört. Seitdem ist sie verfallen. JMewes
Dafür entstand im Tal unmittelbar am alten Dietweg eine Wasserburg, die später zum noch bestehenden Schloss Warberg erweitert wurde. Eine Sage
berichtet: „Im Warberger Schlosse ist ein Turm gewesen, der hat unten ein schauriges Gefängnis enthalten. Wen die Schlossherrn als Feind abfassten, der
wurde verurteilt, die Jungfer zu küssen. Das soll ein Bild aus Holz oder Stein gewesen sein. Wenn nun der arme Gefangene arglos herantrat, geriet er
alsbald auf eine Falltür. Diese senkte sich, und der Verurteilte stürzte in einen finsteren Raum hinab. Unten aber starrten scharfe Messer und spitze Eisen
in die Höhe, in welche der Gefangene hineinfiel und so einen schrecklichen Tod fand". Der Entstehung dieser Geschichte kam man bereits im 18. Jahrhundert auf die Spur.
Im Göttingschen Magazin wird 1781 berichtet, es habe früher im Bergfried des Schlosses ein Schacht bestanden, der bis auf die Sohle des Burghügels hinabgereicht, später aber zugeschüttet
worden sei. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um eine Treppe, die zu einer geheimen Wasserstelle geführt und deren Steigstufen die Sage zu scharfen Messern umgedeutet hat. Weblink
WITTMAR Es gibt wohl kaum einen schöneren Platz für ein Picknick als die Wiese am Fuße der Bismarcksäule bei Wittmar.Von Wolfenbüttel aus halten
wir uns in Richtung Halberstadt und erreichen nach wenigen Minuten Wittmar, wo sich die 23 Meter hohe Bismarcksäule gleich einem Wahrzeichen über
die bewaldeten Hänge der Asse erhebt. Im Ort gleich die erste Straße links und dann immer geradeaus bis zum Parkplatz vor der Waldgaststätte.
In jedem Fall wird vor dem Picknick marschiert. Sanft steigt der Waldweg an, nur der Schotter drückt sich unkomfortabel in die Schuhsohlen. Nach gut
zehn Minuten halten wir uns an der ersten Weggabelung links und erreichen nach wenigen Schritten die Lichtung, an deren höchstem Punkt die Bismarcksäule thront.
Initiiert von den Studentenschaften, wurden um 1900 in ganz Deutschland Bismarcksäulen im Gedenken an den Reichskanzler gebaut. So auch im
Braunschweiger Land. Die Grundsteinlegung für die Bismarcksäule in der Asse fiel jedoch gründlich ins Wasser, und die Garderobe der tapfer
ausharrenden Festgesellschaft befand sich nach einem unerquicklichen Schlammbad in üblem Zustand. Um so sonniger gab sich das Wetter bei der
Einweihung des Turmes: Gut 20 000 Besucher kamen am 20. Oktober 1901 zur Asse, um ihre Bismarcksäule zu feiern.
Heutzutage geht es ruhiger zu auf der Lichtung, die an Wochentagen oft gänzlich einsam ist. Bevor wir unser „Fresspaket" auspacken, erklettern wir
die Stufen zur Aussichtsplattform auf dem Turm. Wer den imposanten Rundblick genießen will, muss dies vor dem l. Oktober tun, denn nur solange ist der Turm geöffnet.
Gleich neben der Säule beginnt der Kammpfad, ein einladender Weg mit schönen Ausblicken in die Ebene. Er führt zu den Ruinen
der Asseburg - einst mit mehr als 7000 Quadratmetern Grundfläche eine der größten Burgen Norddeutschlands. 1218 von Gunzelin von
Wolfenbüttel erbaut, trotzte sie jeder Belagerung, bis sie schließlich am 12. August 1492 während des Streits der Stadt Braunschweig mit
dem Weifenherzogtum niedergebrannt wurde. Heute versetzen die Reste der mächtigen Befestigungen den Besucher in eine andere Welt,
fast glaubt man in der Stille des Waldes Pferdegetrappel zu hören. Ende der Zeitreise: In einem weiten Rechtsbogen kehren wir in die
Gegenwart zurück und haben uns, als Abschluss, im Garten der Waldgaststätte ein kühles Blondes verdient.
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