Bild

Ampleber KihleGeologische Exkursion 24.09.2006AMPLEBER KUHLENWEG (5 km, 90 min) Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurden im Elm zahlreiche neue Steinbrüche angelegt; 1785 waren 6 herrschaftliche Steinbrüche und ebensoviele Kalköfen in Betrieb. Bedeutsam war die Ampleber Kuhle, nachdem der alte Steinbruch auf der benachbarten Kneitlinger Kuhle 1693 stillgelegt worden. Einer der eindrucksvolsten Wanderwege im Elm führt um die Ampleber Kuhle, den sog.  Herzberggrund in nebenstehender Karte. Wo er beschildert ist, trägt der Weg die Nummer 32, jedoch gibt es einige bemerkenswerte Aussetzer, z.B. an der mit einer blauen Hand gekennzeichneten Rechtskurve, wo das Überebleibsel eines   Baumstrumpfes wohl früher Träger des Nummernschildes war (das Problem reduziert sich,übrigens, wenn der Weg in entgegengesetzer Richtung genommen wird).
        Wir steuernden Parkplatz oberhalb von Ampleben an, gehen auf die Elmkarte zu, dann steil den im Winter als Rodelhang genutzten Berg hinauf und passieren eineWaldarbeiterhütte mit  Kamin. Erst hinter der Bergkuppe, kurz nach dem beginnenden Abstieg, befindet sich die besagte Rechtsbiegung. Der Weg führt an einer Schutzhütte vorbei zur Kuhle am Herzberggrund, die teilweise durch Barrieren gesichert, aber von den Enden her begehbar ist. Hier bieten sich  viele interessante Einblicke in die Geologie und Vegetation der Umgebung und es fällt nicht mehr schwer, die Geschichte vom sagenhaften Förster nachzuvollziehen, der im früheren Forsthaus “Zur Ampleberkuhle” lebte. Dieser Mann streifte unablässig mit seinem Schimmel durch die Gegend, ohne sich noch für Frau und Kinder zu interessieren. Er hat wohl keine Ruhe gefunden, denn noch heute soll er dort gelegenlich gesehen werden...

 

BildBARNSTORFER SALZWIESEN Die Salzquelle zu Barnstorf samt angeschlossener Salzsiederei wurde 1438 von Herzog Heinrich d.Ä. an Gerecke Pawel zu Braunschweig verkauft und 1743 stillgelegt. Die Salzquellen haben der Soltau, die bei Beierstedt in den Bruchgraben fließt, den Namen gegeben.
          Das heutige Naturschutzgebiet "Salzwiese Barnstorf" liegt nordöstlich der Ortschaft. Es handelt sich um eine natürliche Binnensalzstelle, die in Niedersachsen zu den seltensten Biotoptypen gehört (vergl. auch Salzdahlum). Zutage tretendes Grund- und Quellwasser wird aus dem salzstock des Zechstinsockels im norden gespeist. Die Salzwiese befindet sich im tiefgelegenen Bereich einer breiten Talmulde, in der salzhaltiges Wasser in offenen Lachen zeitweise die Bodenoberfläche bedecken. Durch einen Graben ist das Gebiet in zwei etwa gleich große Bereiche geteilt, in deren Zentren jeweils stark salzhaltige, vegetationslose Schlammstellen liegen. Daran angrenzend finden sich, in Abhängigkeit von der Salzkonzentration, charakteristische Halophytenbestände, wie Queller-Fluren, Salzschwaden-Rasen und Salzaster-Bestände (Meeresdreizack, Salz-Hornklee, blaugrüne Binse und Tausendgüldenkraut). In den Randbereichen schließen sich Flutrasen und Weidelgras-Weiden an. Die besondere Bedeutung dieses Naturschutzgebietes liegt in der sehr guten Ausbildung sowie in der ausgeprägten Zonierung von salztoleranten Pflanzengesellschaften.
          Das Gebiet "Salzwiese Barnstorf" soll als Lebensraum der an diesen Standort gebundenen und teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensgemeinschaften dauerhaft erhalten und entwickeln werden. Dabei ist die Sicherung und Pflege der charakteristischen Salzvegetation von besonderer Bedeutung.  
Bearbeitung: Dr. H. Grunert; weiterführende Literatur Rolf Jürgens “Naturschutzgebiet Barnsdorfer Salzwiese, Landschaftsschutzgebiet Teichwiesen Barnstorf und Große Wiese Warle”. Heimatbuch des Landkreises Wolfenbüttel 2003, 20-23.

Bild

Vilgensee bei Dettum

Der VILGENSEE (Filiensee) zwischen Dettum und Ahlum ist für die Menschen der Umgebung ein beliebtes Ausflugsziel. Schon in früheren Zeiten muss das Gewässer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt haben: man nimmt an, dass hier ein altes germanisches Quellheiligtum gelegen hat. Seit 1981 ist das fast 16 Ha große Areal rund um den See als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, in dem man Greifvögel und Reiher beobachten kann.
           In Dettum biegen wir rechts in den Beekedamm ein und verweilen kurz an der Bockwindmühle. Sie ist für Gruppen ab fünf Personen nach Anmeldung geöffnet. Die Telefonnummer: 0 53 33/3 35. Kurz vor der Mühle biegen wir in den Mühlenweg (Neubaugebiet). Nach einem Kilometer halten wir uns wieder rechts und gelangen so zum VilgenseeVilgensee. Hier sollten man nicht versäumen, den etwas beschwerlichen Weg um den See zu nehmen, da dieser an zahlreiche Quelltöpfe der “Glue Riede”, eines Zuflusses der Altenau, berührt. Der Weg führt über eine schmale Holzbrücke,  danach biegen wir gleich rechts in den einladenden Grasweg entlang der Hecken, der bald in einen Schotterweg mündet, der uns, gesäumt von Obstbäumen, bis nach Ahlum führt. Mit ein wenig Glück treffen wir hier auf die Schafherde, die in der Ahlumer Feldmark weidet.
         In Ahlum bringt uns die Straße geradeaus bis zur Kirche. Hier lässt sich der Ausflug mit einem Rundgang im romantischen Amtsgarten mit seinen stillen Weihern verbinden. Von hier aus geht's zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Die erste Orientierung ist etwas knifflig: direkt gegenüber der Gaststätte bringt uns die Südstraße auf den Kurs. Sie macht erst einen Knick nach links und dann gleich wieder nach rechts. Dort, wo sie sich mit der Feldstraße kreuzt, biegen wir rechts ab in die Feldmark. Von hier aus wird's einfacher.
          Entlang abgeernteter Felder leitet uns der Wirtschaftsweg hinunter zum Ahlumer Bach, dem wir hinter der Brücke nach links folgen. Rechts blicken wir auf die romantisch gelegene Wendessener Mühle, die wir jedoch hinter uns lassen. Nun einfach geradeaus entlang des Bachlaufs. Rechterhand grüßen die ansteigenden Hänge der Asse, links erstreckt sich die weite Feldmark. Nach gut zwei Kilometern gabelt sich der Weg, wir halten uns rechts. Dort lassen wir uns nicht von dem scheinbaren Wegende irritieren, ignorieren auch die erste Linksabbiegung, sondern balancieren auf einer ziemlich mickrigen Holzplanke über den Graben. Ein Trampelpfad bringt uns nach wenigen Metern wieder auf befestigten Boden. Dieser Feldstraße folgen wir bis zur nächsten Abzweigung nach rechts. Hier wartet unser Pausenplatz: derVilgensee. An dem idyllisch gelegenen Weiher laden Bänke zur Rast ein. Weiter geht's den Hügel hinauf, hinter dessen Kuppe die Dächer und der Kirchturm von Dettum die Richtung weisen.
          Von Dettum aus lässt es sich auch bequem durch die Feldmark ins Reitlingstal radeln. Im Ort geht es die Hauptstraße entlang in Richtung Hachum/Gilzum. Bis zum nächsten Bach geht es geradeaus, ehe sich rechts ein Feldweg zum Weiterfahren anbietet. Nach rund 700 Metern führt eine kleine Brücke über den Bach, die den Weg nach Gilzum freigibt. Etwa 50 Meter muss dann entlang der Bundesstraße gefahren werden, ehe auf einem Feldweg nach Evessen gefahren werden kann. Von Evessen aus geht es nach Erkerode. Am Schild Obstbaumsiedlung führt der Weg rechts zwischen den Obstbäumen hindurch. Rund 500 Meter hinter dem Ort befindet sich ein Parkplatz, von dem aus ein geschotterter Wanderweg abseits der Straße beginnt. Auf ihm kann man, immer am Waldrand entlang, bis zur nächsten Straße fahren, die dann bis zum Ende des Reitlingstales führt. Von dort aus kann man, möglichst zu Fuß, die ehemaligen Wallanlagen der Krimmelburg erklimmen, zu denen ein Fußweg von der Gaststätte Reitling aus führt.
          Angenehm ist die Rückfahrt, die am Lokal “Zum Holzwurm” vorbei nach links nach Evessen führt, über Gilzum geht es weiter nach Hachum. Dort besteht die Möglichkeit, sich die Windkraftanlage anzuschauen, ehe es zur Straße von Ahlum und dann zurück nach Dettum geht. Über den Filien-see wird dann wieder der Ausgangspunkt Dettum erreicht.      

ERKERODE Die schönsten Versteinerungen des Elms enthält der obere Muschelkalk (Trochitenkalk): es sind die herrlichen Seelilien (Encrinus liliiformis), für die die Steinbrüche unterhalb Erkerode ein klassischer Fundort sind. Brennesseln haben sich dort mit domigen Sträuchern zu einer dichten, dunkelgrünen Blätterwand verwoben. Wer sich durch eines der kleinen Schlupflöcher am Geläde der Fensterfabrik den Weg ins Dunkel bahnt, steht wie aus dem Nichts vor den weißen Elmkalksteinwänden, die in bizarren Formen steil nach oben ragen. Sie sind der größte Seelilienfriedhof der Welt. Nahezu jeder Steinklumpen, der auf dem Boden liegt, entfaltet seine eigene Welt, sobald sich die Augen an das dämmrige Licht gewöhnt haben. Sonnenstrahlen, die sich den Wegdurch die dichte Blätterwand bahnen, lassen Licht- und Schattenflecken auf dem weißen Kalkstein tanzen. Eine märchenhafte Stimmung entsteht, die zur Geschichte der Seelilien passt.
          Sämtliche Versteinerungen deuten auf Meerestiere hin. Dicht an dicht lebten die Seelilien [
>] hier vor 280 Millionen Jahren im heutigen Gebiet des Adamshais, als es noch überflutet war. Ihre knollenförmigen Körper sind über einen Stiel mit dem Seeboden verbunden. Wie lange Blütenblätter strecken sie ihre Trochiten in die Höhe. Gleich vieler kleiner Fangarme werden sie zur Falle für ihre Nahrung, denn trotz ihres blumigen Namens sind Seelilien Tiere. Als der Boden zu Kalk versteinerte, blieben die Seelilien im Kalk erhalten. Heute sind Seelilien nur an den Rändern des Elms, im weißen, weichen Elmkalkstein zu finden. In der Mitte des Elms ist durch Erosionen der härtere, untere Kalkstein zum Vorschein gekommen. Die Sammlung Klages (Königslutter) besitzt mehrere hundert Exemplare. Eine große Steinplatte zeigt 16 Seelilienkronen mit Stielen bis zu 70 cm Länge. Das einzigartige Seeliliengrab gewann mythische Bedeutung. Bereits in der Steinzeit ist der. Trochitenkalk zu Halsketten verarbeitet worden. Die röhrenartigen Trochiten dienten als Nervenkanal der Tiere. Der Kalk wurde aus den Röhren gebrochen, so dass Glieder mit einem Loch entstanden. Sie wurden zu Ketten aufgefädelt. Ein Zeichen der Tapferkeit war der Trochitenkalk für die Germanen - diese Bedeutung blieb lange erhalten. Während der Christianisierung mussten Heiden ihre Trochiten als “Hexengeld” abgeben.
          Im Mittelalter diente Trochitenkalk als Baumaterial für arme Menschen. In Evessen steht ein Haus aus diesem Material, an dessen Oberfläche Seelilien und Muscheln zu sehen sind. Dieses Trochitenkalkhaus (jetzt: Garage) steht neben dem Tumulus, auf dessen Kuppe eine 600 Jahre alte Linde wächst.

Mit Seeigel und Seestem verwandt
Vor 230 Millionen Jahren, als unsere Gegend den Meeresboden des germanischen Muschelkalkmeeres bildete, war die Seelilie Encrinus liliiformis eines der häufigsten Lebewesen am Meeresgrund. Encrinus liliiformis war keine Pflanze, die im Meer wuchs, sondern ein Tier. Ihr Name stammt aus der Zeit, als die Lebewesen noch nach ihrem Erscheinungsbild benannt wurden. Seelilien waren Verwandte der Seeigel und Seesterne. Sie waren darauf spezialisiert, mit ihren Armen mikroskopisch kleine Nahrungsteilchen aus dem Meerwasser herauszufiltern. Da sie dabei ihr planktonisches Mahl mit der Strömung des Wassers wie auf einem Fließband serviert bekamen, waren sie in der Regel mit ihrem Stiel fest am Meeresboden angewachsen. Heute gibt es lebende Seelilien nur noch am Grund der Tiefsee oder als Fossilien zum Beispiel im hiesigen im Naturhistorischen Museum zu bewundern. Dort und in der Klages-Sammlung in Königslutter werden auch einige gut erhaltene Kelche dieser eigenartigen Tiere gezeigt.
         Viel häufiger und bekannter sind die fossil erhaltenen Seelilienstiel-glieder (Trochiten), die im Volksmund als Sonnenradsteine, Sonnensteine, Rädersteine, Bonifatiuspfennige,   Hexengeld,   Hünentränen, Wichtelsteinchen, Zwergen- und Mühlsteinchen bezeichnet werden. Sie scheinen seit jeher die Menschen fasziniert zu haben. So wurden in einem jungsteinzeitlichen Grab in Frankreich durchbohrte Trochiten als Halskettenanhänger gefunden. 1714 wurden sie in einem Medizinbuch bei verschiedenen Krankheiten wie Gliederzittem, Nasenbluten, Epilepsie, Nachtschrecken, Melancholie, Schwindel, Nieren- und Lendenschmerzen sowie gegen giftige Tiere, zur Förderung der Nachgeburt und Steigerung der Tapferkeit empfohlen. Noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts wurden Trochiten in Apotheken verkauft. Sie mussten zu Pulver zerstoßen eingenommen oder ganz verschluckt werden.                                         
Fritz J. Krüger, Braunschweiger Zeitung, 1.11.2001

KLEIN VAHLBERG Eine Sonderstellung unter den Grabhügeln nehmen die Tumuli oder Hochs ein. “tumulus” ist zunächst nur das lateinische Wort für Hügel. Es wird verwendet für besonders große, meist von Bäumen bekrönte Hügel in beherrschender Lage auf Höhenrücken und Kuppen. Im Kreisgebiet sind sechs Hochs erhalten. Auf dem Evesser Tumulus steht eine mindestens 800 Jahre alte Linde, unter der bis zum Jahre 1808 das Vogteigericht tagte. Um die Linde nicht zu gefährden, hat man bisher darauf verzichtet, herauszufinden, was unter dem Hügel verborgen ist.
          Sein Rätsel preisgeben mußte hingegen der Tumulus von Klein Vahlberg, das wie Evessen im Landkreis Wolfenbüttel liegt. Dieser Grabhügel ist immerhin vier Meter hoch und heißt Galgenberg, denn früher gab's eine Hinrichtungsstätte am Südrand des Hügels. 1907 grub sich Museumsdirektor F. Fuhse, in den Hügel und entdeckte als unterste (und älteste) der Bestattungen drei Körpergräber vom Ende der Jungsteinzeit, darüber vermutlich eine bronzezeitliche Bestattung und schließlich ein Grab aus dere Merowinger Zeit. An der Basis fand er zwei Skelette, die Archäologen als liegende Hocker bezeichnen und ins Ende der Steinzeit datieren. Grabbeigaben wie eine Fußschale und ein Henkeltöpfchen gehören zur Glockenbecherkultur. Über diesen Gräbern wurde eine rechteckige Kammer aus Bruchsteinen errichtet. Von dem darin bestatteten Toten war nur noch ein Schienbein vorhanden, außerdem Scherben und Knochen eines Hundes. Das Grab ist also ausgeraubt worden. Diese Kammer soll aus der älteren Bronzezeit stammen und war mit Erde bedeckt. Darauf wiederum wurde in der Merowingerzeit eine Frau bestattet. Holzkohle und Tierknochen im oberen Teil des Hügels interpretieren Wissenschaftler als Reste des Totenschmauses.  Grabbeigaben wie Perlenkette,  Gürtelschnalle und Gefäße  erleichtern  die  zeitliche Bestimmung: Sie stammen aus dem siebten Jahrhundert. Dieses Grab soll ohne Parallele im Braunschweiger Raum sein. Vermutlich ist dort eine Frau beerdigt worden, die zu einem wichtigen Geschlecht zählte. Südlich von Klein Vahlberg, ist ein weiterer Hügel dieser Art zu erkennen. Die Einheimischen nennen ihn „Meescheberg".                                    
JMewes

 

 

KÖNIGSLUTTER

Geologische Wanderung

Erlebnispfad Lutterbach

Rund um den Dorm (Radtour, 35 km, 2,5 Stunden)

 

Von Schöningen über Sommerschenburg, Harbke nach Helmstedt und zu den Lübbensteinen (Radtour; je Richtung 40 km)

Unsere Tour beginnt am Marktplatz in Schöningen, von wo aus wir die Salzstraße nehmen, links in die Schützenbahn abbiegen, rechts über die Bahnhofstraße fahren und dann weiter auf dem Ohrsleber Weg. Wir passieren eine Bahnunterführung, halten uns rechts und radeln bei der folgenden Kreuzung geradeaus in die Feldmark. An der ersten Gabelung fahren wir nach links, kommen an der Fleitsmühle vorbei und überqueren einen Graben. Danach biegen wir scharf links ab. Der Weg führt über eine Kreuzung hinweg durch eine Landschaft von herbem Charme und mündet auf der Landstraße, der wir in gleicher Richtung und später rechts abknickend zum Fährturm folgen, der einst die Furt durch das Flüßchen Aue schützte. Das heutige Anwesen war im 16. Jh. Zollstelle, Gasthaus und Poststation mit der Möglichkeit des Pferdewechsels. Dort nehmen wir die Schöninger Straße, biegen rechts in die Bäckerstraße, halten uns dann links in Richtung Oschersleben, dann rechts in Richtung Wackersleben. Mit herrlichen Blicken über die Stadt Schöningen zum Elm und zu dem weiter links gelegenen Huy gelangen wir auf einer gepflasterten, teilweise geteerten Landstraße nach Hötensleben. Dort geht es geradeaus in die Barneberger Straße, von dort links ab. Am Ortsausgang biegen wir links auf eine Straße ein, die in die Feldmark führt und noch die Fahrspuren früherer Zeiten aufweist. Vorbei an einem Naturschutzgebiet vorbei zeigen sich links und rechts mehrere Teiche. In der Höhe von Offleben stoßen wir auf eine Straße, auf der wir nach rechts fahren, um uns hinter der Bahnunterführung auf einem Plattenweg wieder nach rechts zu wenden. Dieser Weg endet an einer Straße, auf der wir links nach Bameberg gekangen, das 1160 erstmals urkundlich aufgeführt wurde. Das Gotteshaus ist ein neugotischer Bau von 1885, in den der spätgotische Turm der Vorgängerkirche einbezogen wurde.
         Im Ort halten wir uns in Richtung Haldensleben. Am Ausgang wählen wir den rechten Ast einer Gabelung, der gepflastert ist. An der nächsten Gabelung halten wir uns wieder rechts und fahren auf einem geschotterten Weg weiter. Er kreuzt einen Weg, ist dann mit Platten belegt und mündet auf eine Straße. Auf ihr können wir rechts einen Abstecher nach
Üplingen unternehmen. Das ehemalige Stiftsgut stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jh. Etwa zeitgleich wurde die Dorfkirche, ein seltener achteckiger Zentralbau mit bekrönender Laterne, errichtet.
           Ansonsten radeln wir mit Ausblicken auf das Braunkohlerevier und den Elm an Abraumhalden eines ehemaligen Eisenerzabbaues vorüber auf der Landstraße nach links. Wenn die Kraft reicht, können wir den Umweg über
Ummendorf machen. Dazu biegen wir vor einem landwirtschaftlichen Großbetrieb rechts auf einen Plattenweg ab und kommen dann an Abraumhalden vorbei, die sich zwischenzeitlich bewaldet haben. Unsere Route verläuft an einer Gabelung nach links, kreuzt eine Bahnlinie und endet an der F245. Auf ihr gelangen Sie rechts in den Ort. Wir halten uns geradeaus und an einer Gabelung Richtung Autobahn links, wo wir auf die Sommerschenburger Straße einbiegen. Der gepflasterte Fahrweg setzt sich später als Obstbaumallee fort. An zwei dicht aufeinander folgenden Gabelungen fahren wir weiter geradeaus und kommen links an mehreren Gebäuden vorbei. Nachdem wir eine schlechte Wegstrecke bewältigt haben, radeln wir auf einem Plattenweg nach rechts. An der nächsten Gabelung halten wir uns links und stoßen auf eine Straße, der wir rechts nach Sommerschenburg folgen, wo sich der Abstecher wieder mit der Hauptroute vereinigt.
         Die Hauptroute verläuft auf der Landstraße direkt nach
Badeleben, dessen Kirche bis zum Anfang des 13. Jh. zurückgeht.Wir nehmen die erste Gabelung rechts, dann geht es geradeaus eine gepflasterte Straße hinauf. Kurz vor dem Waldstück führt links ein Asphaltweg zum Naherholungsgebiet mit Naturbad, Gaststätte und Bungalowsiedlung. Hier gibt es ein reiches Fossilien-Vorkommen. Nun ist es nicht mehr weit bis nach Sommerschenburg, einem geschichtsträchtigen Ort. Wir halten uns rechts, überqueren die Hauptverkehrsstraße hinweg und fahren geradeaus. Auf einem rechts abknickenden Plattenweg geht es weiter. Er stößt auf eine asphaltierte Straße, der wir nach links folgen. An der nächsten Gabelung halten wir uns links und fahren mit herrlichen Ausblicken am Waldrand entlang nach Marienborn. Wir wählen die erste Abzweigung links und nehmen die nächste Gabelung, ebenfalls links. Unsere Route verläuft auf einem Plattenweg in die Feldmark, zweigt dort rechts auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg ab und setzt sich links auf einen Weg quer durch den südlichen Lappwald fort. Schließlich stoßen wir auf eine asphaltierte Straße, in die wir links einbiegen. So erreichen wir Harbke, den früheren Mittelpunkt der deutschen Forstbotanik war. An der Ruine des Schlosses vorbei/nochmals links/in der Dorfmitte rechts. Am Rande der F 245 gelangen wir nach Helmstedt .
         Die Region um Helmstedt ist überreich an archäologischen Fundstätten, ja geradezu verwöhnt im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands. Die Schöninger Speere, deren Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus reichen und die Hünenburg bei Watenstedt seien hier erwähnt. Beispiellos jedoch erheben sich die mehrere tausend Jahre alten
Lübbensteine auf dem Hügelrücken des St. Annenbergs in Helmstedt. Diese sind recht einfach zu finden, sie stehen in der Nähe der Bundestraße 1 von Helmstedt nach Königslutter. Am besten folgt man vom Ortsrand Helmstedts aus den Hinweisschildern am Straßenrand (rechts von der B1 geht eine kleine Straße ab) hier glangt man auf einen kleinen Parkplatz und geht noch ca. 200m den Hang hinauf (nördlich) zum St. Annenberg Die Astro AG der Helmstedter Kreisvolkshochschule hat dort ihren festen Beobachtungsplatz des Sternenhimmels über Helmstedt, wie er schöner nicht sein könnte. Mehr als der einzigartige 360 Grad Rundumblick auf dem 130 Meter hohen St. Annenberg allein erregen jetzt die Lübbensteine unsere Aufmerksamkeit, Großsteingräber aus dem 3. Jahrtausend v. Chr,, die ursprünglich mit Erde bedeckt waren. Deren graue Knollenquarzite leuchten dem Besucher weiß entgegen.
         Die
Lübbensteine, eine grandiose Stein-Formation aus Braunkohlequarzit, vermitteln dem Besucher den Eindruck, als seien sie nicht nur ein Bestattungsplatz der neolithischen Bevölkerung des heutigen Helmstedts gewesen: Die auffällige Nord-Süd-Ausrichtung gab den ersten Anstoß zu der Überlegung, dass sie vielleicht auch als steinzeitlicher Kalender zur Bestimmung der Jahreszeiten gedient haben mögen. Da der Hügelrücken des St. Annenberges ziemlich genau in Nord-Süd verläuft, könnte er eben aus diesem Grunde für die Errichtung der Grabanlage ausgewählt worden sein. Dieser Gedanke begründete ein Projekt der Kreisvolkshochschule, in dem die astronomische Situation an den Lübbensteinen überprüft wurde. Dabei stellte sich das Problem, dass diese eindrucksvollen Großsteingräber ausgerechnet in den 30er-Jahren, von 1935 bis 1936, im Auftrage des Braunschweigischen Ministerpräsidenten rekonstruiert worden sind: es stand zu befürchten, dass hierbei möglicherweise nachträglich ”Idealzustände" hergestellt worden sind, die den früheren Steinsetzungen nicht genau entsprachen. Nach einem Ausgrabungsbericht konnte die bauliche Konzeption zumindest des nördlichen Grabes weitgehend ermittelt. werden. Damit ließ sich dieses Grab verhältnismäßig genau rekonstruieren. Das vordere, südlichere Grab, war in einem weitaus schlechterem Zustand, denn hier waren in sehr viel größerem Maße als beim nördlichen Gegenstück Steine weggeschafft und für andere Zwecke verwendet worden. Die Wiederaufstellung am originalen Standort fiel daher deutlich fragmentarischer . Die Himmelsbeobachtungen indessen verliefen positiv. Es zeigte sich, dass die untergehende Sonne zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende eine auffällige Position über dem Höhenzug des Dorm eingenommen hatte. Die zum Frühlingsbeginn festgestellte genaue Westrichtung der Untergangssonne zur Tag- und Nachtgleiche hatte wegen der einigermaßen genauen Nord-Südrichtung der Grabanlage niemanden besonders überrascht. Danach sind ihre Längsachsen wie auch ihre gemeinsame Verbindungslinie annähernd Nord-Süd ausgerichtet, allerdings ist das südlichere der beiden Gräber gegenüber dem nördlichen um rund sechs Grad nach Westen versetzt. Damit können die Azimute der extremen Sonnenstände für die Zeit 3500 vor Christus berechnet werden.
           Die Archäologen grenzen die Entstehungszeit der Lübbensteine auf etwa 3500 bis 3400 Jahre vor Christi Geburt ein, die damit älter als die Pyramiden von Gizeh sind (die Cheops Pyramide entstand etwa 2700 Jahre vor Christus).
JMewes
               Sagen und Legenden: Vor Urzeiten soll auf dem Helmstedter Bötschenberg ein Riese gehaust haben, der sich dort ein Haus bauen wollte. Da er die für den Bau benötigten Steine in näheren Umkreis nicht fand, wanderte er in die Nordlande, wo es diese Steine in gewünschter Größe und Menge gab. Er stopfte sich die Taschen voll und begab sich auf dem Heimweg. Kurz bevor er zu Hause war, legte er eine Pause ein und setzte sich, um seine lehmverklebten Schuhe zu säubern. Die herabfallenden Lehmklumpen türmten sich dabei zu einem Hügel und bildeten den heutigen St. Annenberg. Als der Riese wieder aufstand, fielen ihm einige der Steine aus der Tasche, ohne es zu bemerken, setzte er seine Reise fort. Die von ihm hinterlassenen Brocken werden heute die Lübbensteine genannt.  
ÜBERSICHTSKARTE

Weblinks:
JMewes
http://www.dryadesgarten.de/stones/luebben.html
http://
www.heiligesteine.de/uebersicht/luebbensteine/luebbensteine.html

 

Bild

Schlecht ausgeschildert wie (fast) alles im Elm: zur Warburg geht´s an diesem Stein rechts-bergauf!

Alte Burg Warberg - Rekonstruktion

WARBURG Über die Straße von Räbke aus zu erreichen und eine Viertelstunde südwestlich des Dorfes Warberg liegt oberhalb des Güldensprings im Forstort „Alte Burgstelle" eine mittelalterliche Burganlage. Der Forstweg ist bis zur Gabelung auch mit Fahrrädern zu befahren, der Abzweig aber leicht zu verfehlen. Nach weningen hundert Metern bergauf ist (unterstützt durch die obige Tafel) die fast kreisförmig angelegte Hauptburg mit 47 Meter Durchmesser zu erahnen, die nach drei Seiten hin von einem doppelten System an Gräben und Wällen umschlossen ist. Nördlich der Hauptburg liegen noch einzelne Wall- und Grabenteile, die wahrscheinlich einer Vorburg angehörten. Die beträchtliche Größe der Gesamtanlage (Durchmesser bis zu 180 Meter) läßt auf eine bedeutende Burg schließen, die den alten Dietweg am Elm schützte.  Vor 1300 wurde diese alte Burg Warberg von dem Erzbischof von Magdeburg während seines Feldzuges gegen den König Otto IV. von Sachsen zerstört. Seitdem ist sie verfallen.  JMewes

Dafür entstand im Tal unmittelbar am alten Dietweg eine Wasserburg, die später zum noch bestehenden Schloss Warberg erweitert wurde. Eine Sage berichtet: „Im Warberger Schlosse ist ein Turm gewesen, der hat unten ein schauriges Gefängnis enthalten. Wen die Schlossherrn als Feind abfassten, der wurde verurteilt, die Jungfer zu küssen. Das soll ein Bild aus Holz oder Stein gewesen sein. Wenn nun der arme Gefangene arglos herantrat, geriet er alsbald auf eine Falltür. Diese senkte sich, und der Verurteilte stürzte in einen finsteren Raum hinab. Unten aber starrten scharfe Messer und spitze Eisen in die Höhe, in welche der Gefangene hineinfiel und so einen schrecklichen Tod fand". Der Entstehung dieser Geschichte kam man bereits im 18. Jahrhundert auf die Spur. Im Göttingschen Magazin wird 1781 berichtet, es habe früher im Bergfried des Schlosses ein Schacht bestanden, der bis auf die Sohle des Burghügels hinabgereicht, später aber zugeschüttet worden sei. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um eine Treppe, die zu einer geheimen Wasserstelle geführt und deren Steigstufen die Sage zu scharfen Messern umgedeutet hat.  Weblink

WITTMAR Es gibt wohl kaum einen schöneren Platz für ein Picknick als die Wiese am Fuße der Bismarcksäule bei Wittmar.Von Wolfenbüttel aus halten wir uns in Richtung Halberstadt und erreichen nach wenigen Minuten Wittmar, wo sich die 23 Meter hohe Bismarcksäule gleich einem Wahrzeichen über die bewaldeten Hänge der Asse erhebt. Im Ort gleich die erste Straße links und dann immer geradeaus bis zum Parkplatz vor der Waldgaststätte.
In jedem Fall wird vor dem Picknick marschiert. Sanft steigt der Waldweg an, nur der Schotter drückt sich unkomfortabel in die Schuhsohlen. Nach gut zehn Minuten halten wir uns an der ersten Weggabelung links und erreichen nach wenigen Schritten die Lichtung, an deren höchstem Punkt die Bismarcksäule thront.
       Initiiert von den Studentenschaften, wurden um 1900 in ganz Deutschland Bismarcksäulen im Gedenken an den Reichskanzler gebaut. So auch im Braunschweiger Land. Die Grundsteinlegung für die Bismarcksäule in der Asse fiel jedoch gründlich ins Wasser, und die Garderobe der tapfer ausharrenden Festgesellschaft befand sich nach einem unerquicklichen Schlammbad in üblem Zustand. Um so sonniger gab sich das Wetter bei der Einweihung   des   Turmes:  Gut 20 000 Besucher kamen am 20. Oktober 1901 zur Asse, um ihre Bismarcksäule zu feiern.
       Heutzutage geht es ruhiger zu auf der Lichtung, die an Wochentagen oft gänzlich einsam ist. Bevor wir unser „Fresspaket" auspacken, erklettern wir die Stufen zur Aussichtsplattform auf dem Turm. Wer den imposanten Rundblick genießen will, muss dies vor dem l. Oktober tun, denn nur solange ist der Turm geöffnet.Bild
       Gleich neben der Säule beginnt der Kammpfad, ein einladender Weg mit schönen Ausblicken in die Ebene. Er führt zu den Ruinen der Asseburg - einst mit mehr als 7000 Quadratmetern Grundfläche eine der größten Burgen Norddeutschlands. 1218 von Gunzelin von Wolfenbüttel erbaut, trotzte sie jeder Belagerung, bis sie schließlich am 12. August 1492 während des Streits der Stadt Braunschweig mit dem Weifenherzogtum niedergebrannt wurde. Heute versetzen die Reste der mächtigen Befestigungen den Besucher in eine andere Welt, fast glaubt man in der Stille des Waldes Pferdegetrappel zu hören. Ende der Zeitreise: In einem weiten Rechtsbogen kehren wir in die Gegenwart zurück und haben uns, als Abschluss, im Garten der Waldgaststätte ein kühles Blondes verdient.

 

soeben eröffnet!

Harz-Gebiet                         http://Elm-Asse-Kultur.de                         Sachsen-Anhalt

juergenbode@t-online.de

Gästebuch (alt)

Schöppenstedt

Küblingen

Orte A-E F-K

Altenautal

Elm -Portal

Asse

Lappwald

Kulturverein Schöppenstedt. e.V.

Glossar

Samtgemeinde

Tipps

Orte L-S T-Z

BSE

Kunst Woodworks

Texte

Naturpark

Layout

Trips Wandern2 / 3

Trips2 FeWo

Trips3 Herzöge

Trips4 Touren

Trips5 Ballon

Trips6

Trips7

Quartier

Luft- Ansichten

Ansichten 2

Ansichten 3

Ansichten 4

Geologie

Natur

Comico Lob ;-)